Steilgrasgipfel über Schönenbach Auf Sevisschrofen (1659m) und Grüne Köpfe - Südgipfel (1725m) |

| Von Bizau im Bregenzerwald aus führt eine schmale Straße, zuletzt über eine kaum spürbare Passhöhe, ins Tal des Schönenbachs. Mitten in ausgedehnten Wiesenflächen liegt hier die gleichnamige, aus typischen Holzbauten bestehende Sommersiedlung. Je nach Jahres- und Tageszeit kann die Straße frei oder gegen Maut befahrbar oder auch (außerhalb des Sommers und bei Bauarbeiten) ganz gesperrt sein. Für letzteren Fall sollte man am besten bereits vorher ein Ausweichziel planen, da es keinen sinnvollen alternativen Zugang nach Schönenbach gibt. Etwa 300 Meter vor den ersten Häusern und der Kirche von Schönenbach steht ein großer Parkplatz zur Verfügung. Von hier folgt man zunächst den Wegweisern zum Schneckenloch, bis kurz hinter der Brücke über die Subersach nach rechts der Fahrweg in Richtung Tiefer Ifer abzweigt. Dieser eröffnet den Zugang zum Sevisschrofen, an dem für Auf- und Abstieg zwei verschiedene Routen gewählt werden sollen. Ziel beim Anstieg ist die große freie Grasfläche, die oberhalb einer steilen, von einer Schlucht durchzogenen Waldzone den oberen Teil der Schönenbach zugewandten Flanke des Sevisschrofens bestimmt. Wohl besser als ein direkter Anstieg dorthin durch den z.T. felsdurchsetzten Steilwald ist der kleine Umweg über die Iferschinderhütte, an der der Fahrweg bald vorbeiführt. Ungefähr eine Minute nach der Hütte verlässt man den Weg und steigt über Weidegebiet nach links an. Immer der freien Fläche folgend, die sich zeitweise zu einem schmalen Wiesenstreifen zwischen Waldhängen verengt, gelangt man so in einen ganz kleinen geröllgefüllten Kessel (in Bildmitte auf diesem Foto). Hier endet das Weidegebiet und Rinnen ziehen durch das nun deutlich steiler werdende Gelände in Richtung Gipfel des Sevisschrofens. Auch die Flanke auf der linken Seite des Kessels ist sehr steil, zwei Wildwechsel erleichtern aber den Einstieg in diese Flanke und damit in die Hänge unter der zu erreichenden Freifläche. Auf dem unteren der beiden Wildwechsel kann man nach einer ansteigenden Querung durch steiles Waldgelände, das ohne die zahlreichen Wildspuren deutlich unangenehmer zu begehen wäre (Foto), einen etwas weniger steilen Abschnitt der Flanke erreichen, über den man gut direkt ansteigen kann. Über das zuletzt wieder etwas steiler werdende, teils bereits grasige Gelände (Foto) ist es nicht allzu weit, bis man die große freie Grasfläche betritt. Im Einzelnen sind die verschiedensten Varianten für den Aufstieg zu dieser Grasflanke möglich, die vorgeschlagene Route dürfte aber besonders leicht zu finden sein. Die Schwierigkeit der Route ist nicht einfach anzugeben, da keine wirkliche Kletterei nötig ist, das Steilgelände aber in manchen Abschnitten große Trittsicherheit erfordert. Am ehesten entsprechen die Anforderungen dem ersten Schwierigkeitsgrad. |
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| Diedamskopf über dem Subersachtal (Zum Vergrößern auf die Originalgröße von 1024x768 auf das Bild klicken - es wird ein neues Fenster geöffnet) Weiteres Foto: Größere Ansicht des Gipfelbereichs | ||
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| Blick talauswärts auf Schönenbach Weiteres Foto: Detailansicht der Häuser von Schönenbach | ||
| Die schöne Grasfläche, die im unteren Teil einen kleinen Tümpel aufweist und auch beim Wild sehr beliebt zu sein scheint, wird an ihrem rechten Rand bereits ein gutes Stück über ihrem unteren Ende erreicht. Oben endet die Wiese knapp unter dem Westgrat des Sevisschrofens, von diesem nur durch einen niedrigen, schrofendurchsetzten Baumgürtel getrennt. Steigt man im rechten Begrenzungsbereich der Wiese an, gelangt man genau zu einer Unterbrechungsstelle in der Schrofenstufe, an der sich nur einzelne Steine im Waldboden befinden und zusätzlich ein Wildwechsel die Überwindung der steilen letzten Meter unter dem Westgrat erleichtert. Der Aufstieg über den Grashang dorthin gestaltet sich von einzelnen Stellen abgesehen nur mittelsteil, erst im obersten Abschnitt ist das Gelände wieder etwas stärker geneigt. |
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| Am Westgrat kurz vor dem Gipfel: Hoher Ifen über dem OSO-Grat des Sevisschrofens | ||
| Der Westgrat stellt sich in diesem Abschnitt als überraschend breit heraus und ist damit wesentlich leichter begehbar, als es beim Blick auf den Sevisschrofen von Norden oder Süden aus den Anschein hat - zwischen den steilen Abbrüchen auf beiden Gratseiten besteht genügend Abstand für einen unproblematischen Weiterweg zum Gipfel. Bis zum höchsten Punkt sind es so nur noch wenige Minuten über den teilweise trümmerbedeckten Rücken. Am Gipfel befindet man sich ohne Zweifel an einem der schönsten Aussichtspunkte der weiteren Umgebung. Besonders eindrucksvoll ist Blick über das vom scharfen Südwestgrat des Sevisschrofens geteilte Tal zwischen Pellinger Köpfle und Wasenkopf. Im linken Talabschnitt liegt die Kälbelegünltealp, im rechten unterhalb der Steilwände des Hohen Ifen die Tiefeniferalp. Daran schließen sich die hohen Nordwestabstürze des Pellinger Köpfls und die weitere Umrahmung des oberen Subersachtals an. Sanftere Formen zeigen sich beim Blick nach Nordwesten auf das Subersachtal unterhalb von Schönenbach und die in diesem Bereich nicht mehr so hohen Gipfel von Bregenzerwald und Allgäuer Alpen. |
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| Diedamskopf und Grüne Köpfe Weitere Bilder: Detailansicht der Grünen Köpfe / Blick über den Westgrat Richtung Schönenbach | ||
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| Tal der Kälbelegüntlealp mit Hohem Ifen über dem schneegefüllten Kessel des Tiefen Ifen Weiteres Foto: Größere Ansicht von Hohem Ifen und Kälbelegüntlegebiet | ||
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| Obere Gottesackerwände über dem Wasenkopfkamm Weiteres Foto: Detailansicht Obere Gottesackerwände | ||
| Als Abstieg bietet sich die im Vergleich zum Anstiegsweg direktere Route über die Südflanke an. Diese weist ebenfalls eine gute Durchstiegsmöglichkeit auf, die ein kleines Stück vom Gipfel entfernt auf den Südostgrat trifft. Daher gilt es zunächst, zur obersten Einschartung dieses Grats abzusteigen. Den Abstieg durch den felsigen Gipfelaufbau erleichtert eine weniger Meter hohe, seichte, teils erdige Rinne. Wie an den zahlreichen Spuren im erdigen Teil unschwer zu erkennen ist, handelt es sich um einen häufig benutzten Wildpfad. Gleichzeitig ist an den Spuren deutlich zu sehen, dass die erdige Passage relativ rutschig ist, so dass man den Abstieg besser über die die angenehmeren, gut gestuften Schrofen direkt links der Erdrinne wählt (kaum I; Foto im Rückblick). Der Südostgrat setzt sich nach der ersten kleinen Einschartung über mehrere zerrissene Köpfe mit z.T. steilen Abbrüchen fort; die weitere Verfolgung des Grats wäre daher sicher nicht leicht, aber sehr zeitaufwendig. Besser ist daher ein sofortiger Abstieg aus der Einschartung nach SSW zur unterhalb sichtbaren Alphütte (Iferalpe oder Iferholzalpe genannt). Der Abstieg verläuft zunächst über sehr steiles Gras etwas linkshaltend zu einer zwischen zwei Rinnen vorspringenden, baumbewachsenen Schulter (Foto: Rückblick von dort zum Grat). In diesem oberen Teil ist der grasige Streifen, der zwischen den erdigen Schrofen- und Geröllhängen als einziger gut zu begehen ist, relativ schmal und gibt somit die Route eindeutig vor. Von der kleinen Schulter aus wendet man sich am besten wieder mehr nach rechts und setzt den Abstieg über Gras- und Geröllhänge fort. Ab hier sind viele Varianten in dem gut zu überblickenden Gelände (Fotos: Hang von oben gesehen / Rückblick vom unteren Hangende) möglich. Zielpunkt ist der flache Hangauslauf bei den Wiesenflächen der Iferholzalp. Die Abstiegsroute ist von den Anforderungen her mit dem Aufstieg vergleichbar - die Grashänge sind hier zwar etwas steiler, dafür spart man sich aber die steile Waldpassage der Anstiegsroute. |
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| Bei der Iferholzalpe: Sevisschrofen mit dem Abstiegshang | ||
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| Ostflanken der Grünen Köpfe Detailansichten: Südgipfel / Nordgipfel | ||
| Da die Runde über den Sevisschrofen relativ kurz ist, liegt die Kombination mit einem weiteren Gipfel nahe. Im späten Frühjahr oder Frühsommer, wenn sich der Sevisschrofen als einer der wenigen bereits schneefreien Gipfel besonders als Ziel anbietet, ist die Auswahl an weiteren Zielen allerdings sehr beschränkt. Direkt von der Iferholzalpe aus lässt sich kein weiterer Gipfel erreichen, so dass ein weiterer Zwischenabstieg unumgänglich ist. Als Ziele kommen insbesondere noch das Schneckenloch und die Grünen Köpfe in Frage. So geht es in zweiten Teil der hier beschriebenen Tour noch auf den Südgipfel der Grünen Köpfe, also einen auf der gegenüberliegenden Seite des Subersachtals befindlichen Gipfel. Der Südgipfel der Grünen Köpfe weist auf den obersten ca. 200 Höhenmetern sehr steile Flanken auf, wobei sich die zum Subersachtal weisende Ostflanke noch am besten für einen Anstieg eignet, da hier zumindest keine Felsabbrüche eingelagert sind. Das Steilgras übertrifft jenes am Sevisschrofen aber noch einmal deutlich. Die insgesamt wohl angenehmste Anstiegsroute verläuft daher nur im unteren Teil durch die Ostflanke, um dann kurzzeitig über deren südliche Begrenzung ("OSO-Sporn") zu wechseln und im Bereich dieses Sporns zum Gipfel zu führen. Beim Weiterweg gilt es nun zunächst, auf die andere Seite des Subersachtals zu gelangen. Leider gibt es auf der Höhe, wo sich der Fahrweg von der Iferholzalp nach einigen Kehren in Richtung Iferschinderhütte /Schönenbach wendet und fast genau gegenüber der Anstieg zu den Grünen Köpfen beginnt, keine Brücke. Daher muss man entweder wieder bis fast nach Schönenbach zurückgehen (länger und mit Höhenverlust verbunden, aufgrund der Fahrwege aber bequemer) oder sich von der letzten Kehre unterhalb der Iferholzalp weglos zur ca. 700m flussaufwärts gelegenen Brücke durchschlagen. Bei dieser Variante sollte der Höhenverlust anfangs im Zweifel gering gehalten werden. Schwierigkeiten bereiten erst das sumpfige Gelände, dann zumindest zur Zeit der Schneeschmelze die Überquerung des Felligrabens (etwas oberhalb der Mündung geht es einigermaßen gut) und zuletzt ein über 2 Meter hohe Zaun am Beginn eines Jagdsperrgebiets. Die Begehung ist in manchen Monaten ganz verboten, auch außerhalb dieser Zeit kann der Zaun aber nur an wenigen Öffnungen passiert werden. Eine solche Öffnung gibt es ein Stück oberhalb des Talgrunds an eienr Stelle, wo ein breiter Weg durch den Zaun führt - die Überquerung direkt im Talgrund ist dagegen nicht möglich, da der Zaun sogar durch den Fluss verläuft. Der breite Weg erreicht nach kurzer Zeit den Hauptweg durch das Tal und damit die Brücke über die Subersach. |
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| Aus einem schönen, wildreichen Waldgebiet ragt die Steilgrasflanke des Südgipfels der Grünen Köpfe | ||
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| Pellinger Köpfl Weiteres Foto: Überblick über die Fellifluh | ||
| Auf der anderen Talseite wird bald wieder der Jagdzaun passiert und wenig später die Straße für den Aufstieg in Richtung auf die Geländerschulter östlich des Südgipfels der Grünen Köpfe verlassen. Ein Anstieg direkt am Zaun ist ungünstig, da dieser im Steilwald quer über kleine Rinnen und eingeschnitte Bäche geführt ist. Am bequemsten gestaltet sich der Anstieg, wenn man der Straße noch bis zu einer Wiesenfläche mit einer kleinen Hütte folgt und dann über Grashänge und lichten Wald ansteigt. Hinter der erwähnten Geländerschulter gelangt man schließlich zu einer annähernd ebenen Fläche unter dem Gipfelaufbau der Grünen Köpfe. Unter anderem bietet sich von hier ein instruktiver Blick auf den Sevisschrofen, an dem sich sowohl die oben beschriebene Aufstiegsroute als auch der Abstieg zur Iferholzalp gut verfolgen lassen (Fotos: ohne / mit Einzeichnung der ungefähren Routenverläufe). |
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| Jetzt auf der anderen Talseite: Der Sevisschrofen mit gutem Überblick über die Abstiegsroute | ||
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| Unter der Ostflanke des Südgipfels Weitere Bilder: Ostseite des Nordgipfels / Blick auf beide Grünen Köpfe | ||
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| Hoher Ifen und Iferholzalp (links) Detailansichten: Tiefer und Hoher Ifen / Oberer Wasenkopfkamm | ||
| Es bietet sich an, nun zunächst knapp links der Falllinie der Scharte zwischen den beiden Gipfeln weiter anzusteigen, da das Gelände hier am wenigsten steil und nicht so erdig wie an vielen anderen Stellen ist (Foto). Der Nordgrat des Südgipfels bricht mit einer Felsstufe in den Schartenbereich ab, die sich auch noch in den oberen, besonders steilen Teil der Ostflanke fortsetzt. Kurz vor dem unteren Ende dieses Felsabbruchs befindet sich der günstigste Einstieg in die Ostflanke: Zwischen zwei einzelnen kleinen Bäumen beginnt eine etwas weniger steile und schrofenfreie Zone, die quer durch die Flanke zieht. Auf gleicher Höhe bleibend (Foto: Rückblick auf den Einstieg zwischen den Bäumen) geht es so zuerst bis unter die freie Gasse, die etwas rechts der Gipfelfalllinie zwischen den beiden charakteristischen Baumzeilen der Ostflanke hinaufzieht. Wenige Meter hinter der seichten Rinne, die aus der Gasse herabkommt, ist es in der Nähe eines oberhalb passierten kleinen Baums ohne Schwierigkeit möglich, einige Meter direkt aufzusteigen. Noch vor dem unteren Beginn der Baumzeile bietet sich auf der linken Seite wiederum ein flacherer, quer verlaufender Hangabschnitt an. In diesem Bereich kann man unproblematisch bis kurz vor den OSO-Sporn queren. |
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| Querung der Flanke in Richtung OSO-Sporn | ||
| Noch vor der Kante - die auf der anderen Seite mit einer hohen Felsstufe abbricht - steigt man dann wieder direkt nach oben. Das Grasgelände wird nun bald steiler und ab der Höhe der ersten Baumspitzen der zuletzt unterhalb passierten Baumzeile auch leicht felsdurchsetzt. Die Felsen eignen sich dabei leider kaum als Griffe, da ihre Oberfläche glatt und die obere Kante der einzelnen Schrofen bereits wieder mit Gras bewachsen ist. Dieses selbst ist zumindest zu früher Jahreszeit nicht kräftig genug, um einen sicheren Halt zu bieten. |
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| Tiefblick über den unteren Teil der Ostflanke | ||
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| Blick quer über die Ostflanke zum unteren Ende der Baumzeile in Gipfelfalllinie Weiteres Foto: Die nach oben hin steiler werdende Ostflanke | ||
| Besser als der weitere Aufstieg in der Ostflanke ist daher der endgültige Übergang zum OSO-Sporn, der allerdings erst ab der Höhe sinnvoll ist, wo das obere Ende des Felsabbruchs auf der anderen Seite des Sporns überschritten ist. Dies ist aus der Ostflanke natürlich nicht zu sehen, die anzusteuernde Stelle liegt allerdings noch einmal einige Meter über den Spitzen der untersten in Gipfelfalllinie stehenden Bäume und ist gekennzeichnet durch einen Baum an der Kante, dessen Stamm sich knapp über dem Boden teilt (Foto). Eine Querung zur Kante bereits unterhalb dieser Stelle führt nicht zum Ziel, da von kleinen Bäumen überwucherte Felstufen einen Anstieg direkt an der Kante verhindern. Daher muss erst noch in sehr steilem Gras knapp rechts des OSO-Sporns angestiegen und die Kante dann über eine etwa 1,5 Meter hohe Steilstufe erreicht werden. Die letzte Stufe ist die schwierigste Stelle der Route (insbesondere in Abstiegsrichtung), es gibt aber Haltemöglichkeiten an den Stämmen von ganz kleinen Bäumen. Eventuell wäre es auch möglich, zunächst noch etwa 10 Höhenmeter weiter im sehr steilen Gras rechts der Kante anzusteigen und diese dann ohne Steilstufe gewinnen zu können. Für einen erfolgreichen Aufstieg sollte man aber in jedem Fall den Schwierigkeitsgrad II schaffen können - auch wenn der Vergleich mit Felskletterei bei derartigem Gelände immer problematisch ist. |
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| Der Talschluss zwischen Hählekopf und Falzer Kopf | ||
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| Unterer Teil der Ostflanke vom OSO-Sporn aus gesehen Weiteres Foto: Blick quer über die felsdurchsetzte Steilflanke | ||
| An der Kante fallen einige Löcher im Boden auf, die auf eine abgespaltene Platte an der Kante zurückzuführen sind. Die Felsstufe, mit der der gesamte untere Bereich der Südflanke in Richtung Diedamskopf abbricht, geht aber auf dieser in steiles Waldgelände über. Damit können nun ca. 2 Meter links der Kante einige Höhenmeter überraschend bequem gewonnen werden, was den - nun nicht mehr sichtbaren - Gipfel bereits deutlich näherrücken lässt. Bald wird der Wald aber steiler, während die Kante des OSO-Sporns selbst felsig ist und immer wieder kleine steile Stufen aufweist. Deshalb bleibt man weiterhin links der Kante auf dem Waldboden, wobei hier Teleskopstöcke wie überhaupt beim gesamten Anstieg als sicherer Halt sehr nützlich sind (Foto). Der Waldboden der Südflanke trifft wenig später auf einen felsigen Querriegel, der vom OSO-Sporn herabkommt. Daher muss man vorher wieder zur Kante zurück, die vor dem Ursprungspunkt des Felsriegels eine flachere Stelle aufweist. Am wenigsten steil ist es wohl, noch links (unterhalb) an einem größeren abgespaltenen Felsblock vorbeizugehen, bevor man zur Kante ansteigt. Diese letzte Passage ist die steilste und unangenehmste im Steilwald. Das Wissen um die unterhalb befindliche hohe Felsstufe sollte aber automatisch für die notwendige Konzentration sorgen. An der Kante angekommen befindet man sich bereits in unmittelbarer Nähe des Gipfels und man erhält wieder Einblick in die noch einmal steiler gewordene Ostflanke (Foto). Die letzten Höhenmeter überwindet man zunächst dennoch am besten knapp rechts der Kante, die noch einmal eine kurze steile Stelle aufweist. Eine gute Trittspur (Foto) ermöglicht eine hier eine unproblematische Umgehung in der steilen Grasflanke. Auch vom Gipfel aus ist der Blick auf die Ostflanke besonders eindrucksvoll. In der direkten Falllinie ist das Gras hier in Gipfelnähe extrem steil und zudem im Frühjahr durch den Schnee und die sicher zahlreichen Lawinen des Winters noch flach zu Boden gedrückt. In die anderen Richtungen geht es nicht ganz so spektakulär in die Tiefe, zum Teil auch, da der Blick durch Bäume versperrt ist. Allerdings weisen sämtliche anderen Flanken im unteren Teil senkrechte, durchgehende Felsabbrüche auf. Die Aussicht auf die Umgebung ist zwar vielleicht nicht mehr ganz so schön wie vom Sevisschrofen aus, aber ebenfalls noch lohnend und interessant. |
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| Obere Gottesackerwände über dem OSO-Grat des Sevisschrofens Weiteres Foto: Hoher Ifen | ||
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| Sevisschrofen Weiteres Bild: Übersichtsfoto zum Sevisschrofengebiet | ||
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| Tiefblick vom Südgipfel der Grünen Köpfe über die Ostflanke Weitere Fotos: Mohrenkopf / Talschluss unter dem Steinmanndl | ||
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| Nordgipfel der Grünen Köpfe | ||
| Der Abstieg vom Südgipfel der Grünen Köpfe erfolgt wieder genau auf der Anstiegslinie, die wohl die einfachste Routenmöglichkeit darstellt und zur besseren Orientierung in diesem - bereits weiter oben ohne Routeneinzeichnung verlinkten - Foto angedeutet ist. In der Ostflanke sind aber grundsätzlich viele Varianten möglich, so auch im unteren Teil ein direkter Abstieg anstelle der Querung zurück zum Bereich unterhalb der Scharte zwischen den Grünen Köpfen. Durch die Querung wird aber wiederum eine längere Strecke durch sehr steiles Gelände vermieden. Der schnellste Weg zurück nach Schönenbach wäre die Rückkehr zum Fahrweg im Subersachtal, der in ungefähr einer halben Stunde zum Parkplatz zurück führt. Schöner und abwechslungsreicher ist es aber, über die Almisguntenalp und das Tal zwischen Grünen Köpfen und Mohrenkopf abzusteigen. Dafür muss zuerst der Sattel zwischen Grünen Köpfen und Diedamskopf überschritten werden, was noch einmal einige Höhenmeter Gegenanstieg erfordert. Zunächst quert man unterhalb der steilen Ostflanke über Gras und eigenartige, feste und platte Erdstellen zum Ende der Felskante des OSO-Sporns, wo man wieder auf den - hier umgelegten - Zaun um das Jagdsperrgebiet trifft. Sollte der Zaun wieder aufgestellt sein, muss eine Durchquerungsmöglichkeit gesucht werden, um dahinter direkt oder etwas bequemer nach links ausholend zu den Hängen unter dem Sattel zu gelangen. Die mittelsteilen Gras- und Schutthänge zum Sattel sind einigermaßen gut begehbar (Foto im Rückblick). Am Sattel stellt sich erneut der Zaun in den Weg, allerdings gibt es in diesem Bereich mindestens zwei offene Durchlässe. Für den Abstieg zur Almisguntenalpe gilt es, den in der Karte eingezeichneten Pfad zu finden, der im südlichen Sattelbereich beginnt und dann nicht direkt, sondern nach Südwesten ausholend herabführt. Die Hänge unter dem Sattel sind an den meisten Stellen allerdings nur mittelsteil, so dass der Abstieg auch ohne den Pfad kein Problem darstellen sollte. Im Kessel unter der Diedamskopf-Nordwand wählt man schließlich einen der in Richtung der Alpe führenden Fahrwege. |
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| Kurz nach Verlassen des Sattelbereichs: Blick auf die Südflanke des Südgipfels der Grünen Köpfe | ||
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| Das Tal der Almisguntenalpe mit der Zufahrtsstraße unter dem Mohrenkopf-Nordkamm | ||
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| Etwas weiter unterhalb zeigt sich auch der Nordgipfel der Grünen Köpfe Detailansichten: Nordgipfel / Südgipfel | ||
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| Bei der Almisguntenalpe: Talschluss unter der Diedamskopf-Nordwand Weiteres Foto: Rückblick zum weiten Sattel zwischen Grüne Köpfe - Südgipfel und Diedamskopf | ||
| Ab der Alpe ist die weitere Orientierung einfach, da man nur dem Zufahrtsweg und den Wegweisern nach Schönenbach zu folgen hat. Der Fahrweg verläuft unter den Osthängen des Mohrenkopfs hindurch immer ein Stück über dem Talboden, so dass sich noch einmal perfekte Blicke auf die Grünen Köpfe bieten, diesmal auf die von Felsabbrüchen und extremem Steilgras gekennzeichneten Westseiten. Nur unterhalb der Scharte zwischen den Gipfeln zeigt sich das Gelände ähnlich wie auf der Gegenseite etwas weniger abweisend. Interessant sind die teilweise einzeln stehenden, senkrecht aufgerichteten Platten quer zum Gratverlauf. Eine solche Platte bildet z.B. im südlichen Schartenbereich eine spitze Felsmauer heraus. |
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| Westseite der Grünen Köpfe Weitere Fotos: Nordgipfel / Schartenbereich von Nordwesten | ||
| Später schwenkt der Weg unter dem nördlichen Ende des Mohrenkopf-Kamms nach Westen um und wendet sich schließlich dem Dorf zu. Kurz vor Schönenbach bietet sich aber auch die Gelegenheit, über einen Fußweg in wenigen Minuten zu den Wiesen oberhalb der Zufahrtsstraße abzusteigen, die so zwischen dem Ortsbeginn und dem Parkplatz erreicht wird. |