Zwischen Jöchlspitze und Ramstallkopf Auf Jöchlspitze (2226m), Ramstallkopf (2533m), Strahlkopf (2389m) und Rothornspitze (2392m) |

| Die Zufahrt zur Talstation des Jöchlspitz-Sessellifts beginnt in Bach / Obergiblen direkt am nördlichen Ende der Lechbrücke. Nach mehreren Kehren erreicht man die Parkplätze an der Station in Benglerwald. Dieser Ausgangspunkt für die Tour hat gegenüber anderen Möglichkeiten des Aufstiegs zur Jöchlspitze (von Holzgau aus) den großen Vorteil, dass sich der Bernhardsrücken als Abstieg optimal in die Tour einbeziehen läßt. Dieser bequeme Gratrücken mit perfekter Aussicht auf die nahen Lechtaler Alpen und die Gipfel der westlichen Hornbachkette - der Rücken ist das Pendant zum Kanzberg auf der Nordseite der Kette - gehört zu den lohnendsten Wanderwegen in den Allgäuer Alpen. Auch wenn man aus welchen Gründen auch immer nicht mit dem Sessellift fahren will, würde ich daher einen Aufstieg von Benglerwald aus empfehlen. Für mich gab es sowieso keine wirkliche Alternative zum Sessellift, da ich es erst um 13h geschafft habe, an der Talstation zu sein, und es noch dazu besonders in Talnähe sehr heiß war. An der Bergstation angekommen (Fahrtkosten mit Stand Juli 2006 9,50 Euro für die Bergfahrt), folgt man man den Schildern in Richtung Jöchlspitze auf den vielbegangenen Weg, der erst in einigen Kehren empor führt und dann mit einer ansteigenden Querung den Ostrücken der Jöchlspitze erreicht. Man folgt entweder dem Weg bis zum Rücken, von wo mit einem Abstecher von nur einer Minute das nahe Kreuz auf der kleinen Kuppe des Lachenkopfs mit schönem Tiefblick ins Lechtal erreichbar ist, oder kürzt kurz vor Erreichen des Rückens durch einen direkten Aufstieg den kleinen Umweg zeitsparend ab. |
| Der weitere Anstieg folgt dann mit nur geringen Abweichungen immer dem Ostrücken. Von hier erscheint die benachbarte Rothornspitze, das letzte Gipfelziel der Tour, als besonders mächtiger Berg. Im Gipfelbereich wird der bisher fast immer erdige Weg kurz etwas steiniger, er ist aber nicht schwierig. Am Gipfel kommt dann von links der Anstiegsweg von Holzgau über Schiggen herauf. Zugleich bietet sich ein umfassender Rundblick nicht nur auf die Lechtaler Alpen, sondern auch den Allgäuer Hauptkamm mit Hochlicht- und Mädelegabelgruppe sowie auf einen Großteil der Hornbachkette (Foto als Beispiel: Hochlicht- und Mädelegabelgruppe über dem Schochental). Der Jöchlspitzkamm setzt sich nach Norden mit einem Vorgipfel der Jöchlspitze fort, der nur knapp niedriger ist und als nächstes überschritten wird. Die ersten Meter am Grat sind relativ steil und der Weg ist nicht sehr deutlich ausgeprägt. Etwas weniger steil ist es, von rechts her zum schon nach wenigen Metern wieder flacheren und breiten Rücken abzusteigen. Die Überschreitung des Vorgipfels erfordert anschließend einen kleinen Gegenanstieg. |
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| Hauptgipfel der Jöchlspitze vom Vorgipfel, dahinter die Lechtaler Alpen mit u.a. Parseier- und Freispitze | ||
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| Rothornspitze über dem Rothornjoch, links unten der anschließend benutzte Weg durch die Westflanken von Rothornspitze und Strahlkopf | ||
| Vom Vorgipfel aus ist dann das Rothornjoch am Fuß der gleichnamigen Spitze schnell erreicht. Von hier aus wäre ein Aufstieg auf diesen Gipfel über den grasigen Südrücken möglich. Den leicht schrofigen Stellen kann man dabei problemlos nach rechts ausweichen. Von der Jöchlspitze aus meint man hier eine deutliche Pfadspur zu sehen, tatsächlich gibt es aber weniger Begehungsspuren als es von dort aussieht. Daher ist der Aufstieg nur geeignet, wenn einem ein wegloser Anstieg über mäßig steiles Gras nichts ausmacht. Will man wie hier beschrieben (später) über den Ostgrat der Rothornspitze absteigen, bietet es sich dagegen an, den Gipfel vorerst auf dem Wanderweg in Richtung Kemptner Hütte / Großer Krottenkopf links zu umgehen und erst am Ende der Tour über den Nordrücken zur Rothornspitze aufzusteigen. Genauso steigt man nach der Umgehung nicht zum Gumpensattel zwischen Rothornspitze und dem folgenden Strahlkopf auf, sondern quert unter diesem Gipfel ebenfalls auf dem Höhenweg in der Westflanke hindurch. Auch der Strahlkopf wird dann später beim Rückweg vom Ramstallkopf noch bestiegen. Das nächste Ziel ist nun das Karjoch (2305m) am Beginn des Ramstallkopf-Südrückens. Der Höhenweg führt etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Jochs vorbei. Am bequemsten, aber auch längsten ist es, dem Höhenweg noch ein Stück weiter zu folgen, bis ein gutes Stück nach der Fallinie des Karjochs der Wanderweg zu selbigem abzweigt. Alternativ ist es - etwas Trittsicherheit vorausgesetzt - auch möglich, weglos bereits vor dem Block- und Geröllfeld, das sich unterhalb des Steilabbruchs am Strahlkopf befindet, zum Beginn dieser Wand aufzusteigen und dann auf Trittspuren das Geröllfeld zum Wanderweg hin zu queren. In dem teilweise relativ steilen Gras- und Geröllgelände muß man allerdings aufpassen, den unterhalb verlaufenden Höhenweg nicht durch Steinschlag zu gefährden. Eine weitere Möglichkeit wäre noch, über das steile Gras hinter dem Blockfeld aufzusteigen. |
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| Der am Karjoch beginnende Südrücken des Ramstallkopfs | ||
| Am Karjoch beginnt der breite Südrücken des Ramstallkopfs zunächst mit einem kurzen Grashang von sehr angenehmer Steilheit. Anschließend verläuft der Anstieg dann fast nur noch über Geröll- und Schottergelände. Nach dem Ende der grasigen Zone folgt allerdings ein kurzer felsiger Gratabschnitt. Am einfachsten weicht man am Ansatz der Felsen einige Meter nach links bis etwa zwei Meter vor eine tiefe Rinne aus und wendet sich hier wieder scharf nach rechts, um durch eine schmale grasige Unterbrechung der Felsen sofort wieder die Grathöhe zu erreichen. Man könnte an dieser Stelle auch die Rinne überqueren, die Hänge auf der gegenüberliegenden Seite sehen aber weniger angenehm aus als der nun wieder hindernislose Aufstieg am Rücken. Da der Rücken oft nur sehr schwach ausgeprägt ist, ist die richtige Route im Abstieg bei Nebel wahrscheinlich nicht gerade leicht zu finden. Es münden an zwei Stellen Seitenrücken aus südwestlicher Richtung ein, so dass man sich im Abstieg im Zweifelsfall eher links halten sollte. Bei klarer Sicht und auch in Aufstiegsrichtung ergeben sich dagegen keinerlei Orientierungsprobleme. Im Geröll sind teilweise schwache Begehungsspuren erkennbar, im wesentlichen handelt es sich aber um einen pfadlosen Aufstieg. |
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| Blick beim Aufstieg über die Platten des Ochsenkopfs auf Hermannskarspitze und -turm vor den im Schatten liegenden Ilfenspitzen | ||
| Nach etwa 200 Höhenmetern Anstieg ist ein südlicher Vorkopf des Gipfels und damit der Beginn des schrofigen Gipfelgrats erreicht. Mit etwas Auf und Ab ist es von hier nicht mehr weit bis zum höchsten Punkt. Der Übergang dorthin führt mit einigen leichten Kletterstellen (I) über zerborstenes und zersplittertes Gestein sowie über Geröll. |
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| Der schrofige Gipfelgrat; zwischen den beiden felsigen Vorköpfen ist bereits der Hauptgipfel zu sehen Weiteres Foto: Beim Übergang zum höchsten Punkt | ||
| Beim Gang über den Gipfelgrat kann man immer mehr oder weniger auf der Grathöhe bleiben oder manchmal auch einige Meter lang auf Geröll auf der linken Gratseite ausweichen. Der Gipfel liegt bereits ein Stück vor der Stelle, wo vom Hauptgrat des Kamms der Grat mit dem Ochsenkopf nach Osten abzweigt. Dessen plattige Südflanke fällt bereits während des gesamten Aufstiegs ins Auge. Besonderes beeindruckend ist vom Gipfel aus der Blick auf den deutlich höheren und nur mehr wenig entfernten Großen Krottenkopf, an dem man den gesamten Verlauf des üblichen Aufstiegs verfolgen kann. Auch aus dieser Richtung betrachtet wird deutlich, daß der Große Krottenkopf nicht nur der höchste, sondern auch einer der mächtigsten Gipfel der Allgäuer Alpen ist. Östlich schließen sich nach den Faulewandspitzen und der Marchspitze die weiteren Gipfel der Hornbachkette an. |
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| Großer Krottenkopf über der Krottenkopfscharte Weiteres Bild: Größere Ansicht des Gipfelbereichs | ||
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| Der Jöchlspitzkamm mit Strahlkopf, Rothornspitze und Jöchlspitze vor den Lechtaler Alpen | ||
| Beim Abstieg geht es wieder zurück über den Gipfelgrat (Foto: Blick vom Gipfel aus auf den Grat) zum letzten felsigen Gratkopf und anschließend noch kurz in derselben Richtung weiter. Nach Erreichen der ersten grasigen Gratschulter wendet man sich nach links, um wieder auf den Rücken in Richtung Karjoch zu gelangen. |
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| Abstieg über den oben gerölligen Rücken zum grünen Karjoch | ||
| Beim weiteren Abstieg hat man stets den hellen Abbruch des Strahlkopf-Vorgipfels ("Nordeck" genannt) über dem Joch vor sich. Dieser wird links von der senkrechten Felsand von einer im oberen Teil ausgeprägten Rinne durchzogen, die kaum mehr als 5 Meter vom höchsten Punkt des Nordecks entfernt auf den Verbindungsgrat zum Strahlkopf-Hauptgipfel ausmündet. Diese Rinne bildet eine interessante Aufstiegsmöglichkeit zum Gipfel im unteren zweiten Schwierigkeitsgrad. Wer lieber einfacher zum Strahlkopf aufsteigen möchte, kann vom Karjoch aus auf einer der oben beschriebenen Aufstiegsmöglichkeiten vom Höhenweg zum Karjoch wieder absteigen und dann über den Wanderweg zum Gumpensattel gehen, um von dort über den Normalanstieg zum Gipfel zu gelangen. |
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| Abbruch des Strahlkopf-Nordecks über dem Karjoch, links der Hauptgipfel des Strahlkopfs Weiteres Foto: Detailansicht der quer durch das Bild verlaufenden Aufstiegsrinne | ||
| Um vom Karjoch aus zu der grasigen Fläche unter dem eigentlichen Beginn der Rinne zu kommen, gilt es zunächst, in direktem Anstieg eine kleine Felsstufe zu überwinden (II-). Diese Stelle wäre auch links mit einer kurzen, direkt am unteren Ende der Stufe beginnenden Kehre über eine kleine Rampe oder mittels eines weiträumigen Ausweichmanövers ebenfalls auf der linken Seite umgehbar. Da weiter oben noch einmal eine genauso schwierige Stelle folgt, ist dies allerdings wenig sinnvoll. |
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| Rückblick beim Aufstieg durch die Rinne auf den Ramstallkopf | ||
| Über einfaches Gras- und Schrofengelände wendet man sich nun dem oberen Teil des Abbruchs zu, in dem die Rinne auf einer Strecke von knapp fünf Metern noch einmal sehr steil wird. Es gibt aber gute und feste Griffe, so dass der Aufstieg nicht allzu problematisch ist (II-). Anschließend wird die Rinne wieder grasiger und führt schnell zu ihrem Endpunkt neben dem Nordeck-Gipfel. Auch im oberen Teil sind mehrere Aufstiegsvarianten denkbar, eine Variante unter dem zweiten Schwierigkeitsgrad ist allerdings bei der Steilstufe in der Rinne nicht zu entdecken. |
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| Blick nach unten beim Anstieg im oberen Teil der Rinne Weiteres Bild: Die Rinne von ihrem Austrittspunkt am Grat aus gesehen | ||
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| Blick vom Strahlkopf-Nordeck über den Gumpensattel auf die Rothornspitze und die viel niedrigere Jöchlspitze | ||
| Vom Nordeck-Gipfel, der vom Ende der Rinne in wenigen Schritten erreicht ist, folgt nun ein bequemer Spaziergang über den anfangs fast ebenen Gratrücken zum Strahlkopf-Hauptgipfel. Während der Grat links steil abbricht, liegen auf der rechten Seite mäßig steile Grashänge, die an vielen Stellen einen weglosen Aufstieg vom Höhenweg in der Westflanke aus erlauben würden. |
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| Rückblick vom Strahlkopf-Gipfel auf Nordeck und Ramstallkopf | ||
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| Großer Krottenkopf über dem Grat Ramstallkopf - Ochsenkopf | ||
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| Die östliche Fortsetzung der Hornbachkette mit Marchspitze und Ilfenspitzen Größere Ansichten: Marchspitze / Hermannskarspitze vor den Ilfenspitzen | ||
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| Der später als Abstiegsroute benutzte Bernhardsrücken | ||
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| Rothornspitze mit der anschließenden Aufstiegsroute über den Nordgrat | ||
| Der normale Aufstieg zum Strahlkopf ist allerdings der nun als Abstieg benutzte Pfad vom Gumpensattel aus. Er hält sich im wesentlichen an den Bereich des Gratrückens und knapp rechts (in Abstiegsrichtung) davon. Besonders in Gipfelnähe ist er sehr undeutlich, das Gelände ist aber auch ohne Weg ganz gut begehbar. Im unteren Abschnitt wird es dann besser, auch wenn die Markierung bei meiner Tour bereits stark verblaßt war. Bei meiner ersten Besteigung des Strahlkopfs fünf Jahre vorher war sie dagegen noch sehr deutlich gewesen. Im Vergleich etwa zur Jöchlspitze ist der Normalanstieg zum Strahlkopf daher trotz des Wegs schon etwas schwieriger einzustufen. Dies gilt noch mehr für den nun folgenden Aufstieg zur Rothornspitze. Auch er bietet keinerlei technische Schwierigkeiten, führt aber durch steileres Gelände und ist weitgehend pfadlos. Vom Gumpensattel zwischen Strahlkopf und Rothornspitze ausgehend hält man sich immer an den Nordgrat (Foto: Blick vom Gumpensattel auf den unteren Gratteil), wobei es an mehreren Stellen sinnvoll ist, einige Meter rechts vom Gratrücken anzusteigen. Dies gilt insbesondere für einen kurzen etwas steileren schrofigen Gratabschnitt im Mittelteil, den man rechts auf einer Trittspur umgehen kann. Ansonsten ist das Gelände am Grat eine Mischung aus Gras, grobem Geröll und kleinen Blöcken sowie erdigen Stellen. Zuletzt wird der Rücken flacher und führt über die grasige Gipfelfläche zum höchsten Punkt in 2392 Metern Höhe. Damit ist die Rothornspitze nach dem Linkerskopf und dem Muttekopf der dritthöchste Grasgipfel der Allgäuer Alpen. |
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| Rückblick auf die beiden zuvor bestiegen Gipfel, dahinter Großer Krottenkopf und Faulewandspitzen | ||
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| Strahlkopf mit dem Normalanstieg am Südgrat | ||
| Neben dem eben beschriebenen Aufstieg über den Nordrücken und dem bereits zuvor angedeutenden Anstieg vom Rothornjoch über den Südrücken ist auch der dritte der drei Rothornspitz-Grate, der Ostrücken (Bernhardsrücken), begehbar. Über seinen unteren Teil führt der Wanderweg vom Rothornjoch bzw. Gumpenjoch zum Bernhardseck. Der eigentliche Gipfelgrat ist dagegen weglos, bietet sich aber optimal für den folgenden Abstieg von der Rothornspitze an. Er ist etwas anspruchsvoller als die beiden anderen Grate, kann aber natürlich vermieden werden, indem man nach Süden zum Rothornjoch oder nach Norden zum Gumpensattel absteigt und dann dem jeweiligen Wanderweg zum Bernhardseck folgt. Besser, da mit weniger zwischenzeitlichem Höhenverlust verbunden, ist dabei die Route über den Gumpensattel. Für den Abstieg über den Ostgrat (Foto: Oberer Ostrücken vom Gipfel aus gesehen) geht man zunächst wenige Meter zurück nach Norden, wo das Gelände im Gipfelbereich am wenigsten steil ist. Fast parallel zum eigentlichen Ostrücken führt nördlich von ihm noch ein weiterer schwach ausgeprägter Rücken nach Osten, der auf der linken Seite steil abbricht. Der Abstieg hält sich zunächst an oder dicht rechts neben diesem Rücken und quert dann zum eigentlichen Ostrücken, der im Gipfelbereich ebenfalls noch mehr einem Hang als einem Rücken ähnelt. Das Gelände ist hier durchwegs grasig, wobei die ersten Meter unter dem Gipfel ziemlich steil sind. In der weiteren Folge finden sich schwache, in kurzen Kehren angelegte Trittspuren, bis die fallende Querung zum Ostrücken beginnt. Hier hat sich ein deutlicher Pfad ausgebildet, der auch vom Gipfelbereich bereits gut zu erkennen ist. Auf dem beim weiteren Abstieg aufgenommenen Foto unten ist die Route bis zu diesem Punkt gut zu erkennen: Der Abstieg beginnt ganz rechts an der flachen Gipfelfläche und quert dann unter den rötlichen, grasdurchsetzten Gipfelfelsen zum sich weiter unten ausprägenden Ostrücken. |
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| Gipfel der Rothornspitze über dem oberen Ostrücken | ||
| Auch der weitere Abstieg über den grasigen Rücken macht zunächst keine Probleme, bis ein kurzes felsiges und im zweiten Teil steileres Gratstück folgt. Eine ziemlich deutliche Pfadspur mit erdigen Tritten umgeht diesen Gratabschnitt durch das steile Gras auf der rechten (südlichen) Gratseite. Hier ist Trittsicherheit im Steilgelände wichtig, der Pfad erleichtert den Abstieg allerdings deutlich. Im Rückblick sieht diese Stelle steiler und schwieriger aus als von oben, so dass man bei einem Aufstieg über den Ostrücken hier vielleicht eher umkehren würde als beim Abstieg. |
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| Das scharfe Gratstück mit der Trittspur unterhalb der Grathöhe im Rückblick Weiteres Bild: Dieser Gratabschnitt von oben aus gesehen | ||
| Anschließend entwickelt sich der Grat bald zu einem nur sehr langsam absinkenden Grasrücken (Foto: Rückblick zur Rothornspitze), und nach einiger Zeit trifft man bei Einmündung der beiden Routen vom Rothornjoch und vom Gumpensattel wieder auf einen Wanderweg. Dieser führt nun mit mit sehr schönem Ausblick auf die Felsgipfel der Hornbachkette im Norden und Nordosten sowie auf die Gipfel über dem Lechtal im Süden und Südosten immer im Bereich des Rückens bis zum Wirtshaus Bernhardseck. Nur die kleine Zwischenerhebung "Auf der Mutte" umgeht der Weg vorteilhaft auf der Südseite. |
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| Umrahmung des Hermannskars in der Hornbachkette mit Großem Krottenkopf, Faulewandspitzen und Marchspitze | ||
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| Abstieg über den Bernhardsrücken, hinten die Ruitelspitzen (Lechtaler Alpen) | ||
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| Weiter unten am Rücken: Blick auf die Hermannskarspitze mit dem Zacken des Hermannskarturms vor der Marchspitze | ||
| Für die Rückkehr zur Talstation des Sessellifts wäre es allerdings ein Umweg, dem Weg bis zum Bernhardseck-Wirtshaus zu folgen. Bei knapper Zeit empfiehlt es sich daher, den Bernhardsrücken über einen Seitenrücken nach Süden zu verlassen, der zu den Hütten auf den Eggmähdern führt. Er ist nicht steil, und man trifft nach einem weglosen Abschnitt von etwa 100 Höhenmetern bei den Hütten bald wieder auf einen Pfad, der weiter direkt talwärts führt. Einem quer verlaufenden Weg folgt man nicht, sondern trifft bald auf den üblichen Abstiegsweg vom Bernhardseck zur Talstation. Diesen Weg benutzt man auch, wenn man am Ostrücken bis zum Wirtshaus abgestiegen ist. Er ist allerdings leider mit einem Gegenanstieg von ca. 75 Höhenmetern zu den Eggmähdern verbunden. Die Talstation war auf den ersten Wegweisern im oberen Teil nicht ausgewiesen; hier muß man dann den Schildern in Richtung Klapf / Seesumpf - später im Talbereich ist dann nur noch Seesumpf richtig - folgen (Foto: Rückblick über die Eggmähder zum darüber verlaufenden Bernhardsrücken). Die Route ins Tal ist ohnehin eigentlich nicht zu verfehlen, teilweise war bei meiner Tour auch ein Pfad im hohen Gras ausgemäht worden, der etwas entfernt von der normalen Route entlang führte. Leider macht der Weg im unteren Teil noch einen weiten Bogen nach Osten, obwohl die Talstation eigentlich in der anderen Richtung liegt. So muß man am Schluß noch an den Häusern und dem kleinen See von Seesumpf vorbei etwa eine Viertelstunde, teils wieder ansteigend, in westliche Richtung zurück nach Benglerwald und zur Talstation gehen. Der Wegverlauf ist hier etwas verwickelt, aber sehr gut beschildert, so dass es keinerlei Orientierungsprobleme gibt. Trotz der etwas unnötigen Länge des Wegs im Talbereich würde deshalb ein wegloser Abstieg weiter westlich wahrscheinlich länger dauern. |