Überschreitung von Gaishorn und Rauhhorn Auf Roßberg (1753m), Schnurschrofen (1900m), Gaishorn (2249m), Gaiseck (2212m), Gerenkopf (1898m) und Rauhhorn (2240m) |

| Der gebührenpflichtige - und außerordentlich teure - Parkplatz am Nordrand des Vilsalpsees ist der günstigste Ausgangspunkt für diese Tour auf zwei bedeutende und vier weniger ausgepägte Erhebungen zwischen Vils- und Ostrachtal. Zu beachten ist dabei, dass die Zufahrt von Tannheim zum Vilsalpsee zwischen 10 und 17 Uhr mit dem Pkw nicht erlaubt ist. |
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| Morgenstimmung am Vilsalpsee (Zum Vergrößern auf die Originalgröße von 1024x768 auf das Bild klicken - es wird ein neues Fenster geöffnet) | ||
| Zum Gaishorn führen vom Vilsalpsee zwei Wege: Der leichte Anstieg vom Südwestufer zur Vorderen Schafwanne und durch die südwestliche Gipfelflanke und die Route über die Obere Roßalpe mit Aufstieg durch die Nordflanke des Verbindungsgrats von Gaiseck und Gaishorn. Bei dieser Tour wird allerdings eine weitere, weglose und schwierigere Alternative (I oder II) gewählt, nämlich der direkte Aufstieg über den Nordgrat, der dicht neben dem Weg durch die Nordflanke des Gipfelgrats verläuft. Zuvor sollen aber noch die beiden Erhebungen in den unteren Ausläufern des Gaishorn- Nordgrats, der Roßberg und der Schnurschrofen, besucht werden. Dazu gilt es vom Vilsalpsee aus zunächst, zur Oberen Roßalpe aufzusteigen. Der Weg dorthin beginnt westlich der Brücke über den Abfluss des Vilsalpsees. Er hält sich im Wald- und Wiesengelände längere Zeit links (südlich) eines kleinen Bachtals, quert dieses schließlich bei einer Verbauungsstufe und führt dann direkt auf die schon bald sichtbare Obere Roßalpe zu. Die Alpe liegt ca. 50 Höhenmeter unterhalb des Gratrückens, mit dem das Roßbergmassiv an den Kammverlauf zwischen Gaishorn und Schnurschrofen anschließt. Der Gipfelpunkt des Roßbergs befindet sich etwa einen Kilometer weit entfernt in nordwestlicher Richtung. Wer den Gipfel nicht besteigen will, folgt an der Oberen Roßalpe einfach weiterhin den Wegweisern in Richtung Gaishorn. Für den Gipfelbesuch ist es dagegen am bequemsten, von der Alpe aus zunächst weglos über Weidehänge direkt zum Gratrücken oberhalb aufzusteigen, den man bei einem Kreuz im Bereich einer flachen Grateinsattelung erreicht. In Richtung Roßberg folgt auf diesen Sattel eine latschenbewachsene, felsige Graterhebung. Diese zu überklettern ist wegen der sperrigen Latschen nicht empfehlenswert (der höchste Punkt, der sogar in etwa die gleiche Höhe erreicht wie der Roßberggipfel selbst, kann vom Sattel aus allerdings in leichter Kletterei erreicht werden, wobei an einer Stelle die Latschen äußerst hinderlich sind). Auf Höhe des Sattels führt aber ein deutlicher Pfad rechts an dem Felskopf vorbei (Foto: Überblick von hier über den weiteren Gratverlauf zum Roßberg). Dahinter bleibt man rechts des Gratrückens und erreicht leicht absteigend eine kleine Hochfläche, die von Latschen und niedrigen Bäumen eingerahmt wird. Diese schön gelegene Hochfläche gehört auch noch zum Weidegebiet und lohnt einen Besuch im Grunde genommen mehr als der dicht mit Latschen bewachsene Gipfelbereich des Roßbergs. |
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| Auf der Hochfläche unter dem Roßberggrat: Blick zum Gaishorn Weiteres Foto von der Hochfläche | ||
| Vor dem Ende der freien Fläche nutzt man eine der Kuhspuren durch Latschengassen, um zum Gratrücken zurückzukehren. Anschließend ermöglicht ein Kuhpfad links des Rückens ein schnelles Vorankommen bis zum Gipfelbereich, der aus mehreren flachen, etwa gleich hohen Kuppen besteht. Aufgund der dichten Latschen und z.T. auch Fichten ist es nicht mit Sicherheit möglich, den höchsten Punkt auszumachen. Vermutlich ist dies die am weitesten entfernt (nordöstlich) gelegene der in Frage kommenden Erhebungen, nach der Grat endgültig und klar erkennbar langsam abzusinken beginnt. Schon ein Stück vorher wechselt man auf dem Kuhpfad am besten wieder auf die rechte Gratseite, um dann die letzten Meter mühsam durch dichte Latschen zum ebenfalls latschenbewachsenen Gipfelpunkt anzusteigen. Die anderen Gratkuppen sind auch nur durch ähnlich hinderliche Latschen zu erreichen. |
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| Gaishorn und Schnurschrofen vom Aufstieg zum Roßberg gesehen Weiteres Bild: Schnurschrofen | ||
| Für den Weiterweg in Richtung Schnurschrofen geht es nun wieder zurück zum Grassattel über der Oberen Roßalpe. Die folgende, oben latschenbedeckte Erhebung wird am besten rechts umgangen, um nicht in eine Sackgasse zwischen den Latschen zu geraten. Dort trifft man auf den von der Unteren Roßalpe heraufkommenden Weg, der in den Sattel hinter der Zwischenerhebung führt und dort mit dem Weg von der Oberen Roßalpe in Richtung Gaishorn zusammentrifft. |
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| Beim Übergang zum Schnurschrofen bietet sich ein instruktiver Blick auf das Gaishorn mit dem insgesamt nur mäßig geneigten Nordgrat (hier die rechte Begrenzung des Gipfeldreiecks) | ||
| Dieser Weg steigt nun zur weiten Einsattelung zwischen Gaishorn und Schnurschrofen an, von der Schnurschrofen-Gipfel nicht weit entfernt ist. Für den leichten Gipfelaufstieg zum Schnurschrofen folgt man dem Weg am besten aber nur bis dort, wo er sich schon fast auf Höhe des Sattels endgültig vom Schnurschrofen ab nach Südwesten wendet, und steigt weglos über einen kurzen Grashang direkt zum Gratrücken oberhalb auf. So erreicht man den Rücken südwestlich des Gipfels kurz unterhalb der Stelle, ab der er auch auf seiner rechten Seite von Latschen bewachsen ist. Direkt vor dem Beginn der Latschen rechts des Rückens ist bereits der unmittelbare Gratbereich latschenbedeckt, während die linke Seite hier kurzzeitig frei ist und deshalb auf den ersten Blick ein besseres Vorankommen ermöglicht. Besser ist es aber, direkt am rechten Rand der auf dem Gratrücken wachsenden Latschen zu bleiben. Am Beginn der Latschen in der rechten Flanke wenige Schritte höher findet sich dort ein Pfad, der ein gutes Durchkommen bis zum nahen Gipfel des Schnurschrofens ermöglicht. Der Gipfel selbst ist ebenfalls weitgehend latschenfrei, so dass der Anstieg zum Schnurschrofen wesentlich angenehmer ist als die letzten Höhenmeter am Roßberg. |
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| Im Gipfelbereich des Schnurschrofens mit Gaishorn und Gaiseck im Hintergrund | ||
| Der Schnurschrofen liegt bereits in der Verlängerung des Gaishorn-Nordgrats - der unterhalb des felsigen Gipfelaufbaus bald nach Nordosten umbiegt -, so dass sich der Weiterweg zum Gaishorn nun fast immer auf dieser Grathöhe bewegt. Bei den weiten Grasflächen im Bereich des Sattels zwischen den beiden Gipfeln (Fotos: Rückblick zum Schnurschrofen / Gaishorn über dem Nordgrat) trifft man wieder auf den beim Anstieg zum Schnurschrofen verlassenen Weg, dem man nun bis zum Felsansatz des Gaishorn-Nordgrats folgt. Hier verlässt der Weg den Grat nach rechts in die Flanke unter dem Verbindungsgrat Gaishorn - Gaiseck. Die ist natürlich auch eine Möglichkeit für den Anstieg zum Gaishorn. Interessanter und direkter, aber auch schwieriger ist die Variante über den Nordgrat. Dabei umgeht man den ersten Felskopf am besten noch rechts auf dem Nordflanken-Weg, da der Direktaufstieg über unattraktive steile Geröllschrofen verlaufen würde. Der Anstieg zum Grat hinter dem Felskopf ist dagegen bequemer. Anschließend ist der Grat über Geröll und wenige Schrofen zunächst unschwierig begehbar, auch wenn keine Trittspuren vorhanden sind. Die kurzen felsigen Gratstellen können alle mit nur geringer Abweichung umgangen werden. Dies gilt im Prinzip für den gesamten Gratverlauf: Oft besteht die Wahl zwischen etwas Kletterei über die kurzen felsigen Grataufschwünge (meist I oder II) und deren Umgehung über Schutt oder Geröllschrofen. Wählt man immer die leichteste Route, dürfte die Schwierigkeit nirgends über I hinausgehen. Schöner ist es aber gerade im mittleren und oberen Teil, sich möglichst unmittelbar auf dem Grat zu halten. Am schwierigsten ist dabei der Mittelteil des Aufstiegs, wo sich unter Anderem ein mehrere Meter hoher plattiger Aufschwung in den Weg stellt, der schon von weit unten auffällt. Auch hier ist der Aufstieg rechts des Grats leichter. Im oberen Teil ist der sonst breite Grat schließlich stellenweise etwas deutlicher ausgeprägt, insbesondere aufgrund steiler Abbrüche auf der linken Seite. Die rechte Flanke bleibt aber meist einfach gangbar. Insgesamt handelt es sich bei dem Nordgratanstieg im Wesentlichen um schuttbedecktes Gehgelände, das von einzelnen Kletterpassagen unterbrochen wird. |
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| Aufstieg am Gaishorn-Nordgrat; hier mit den letzten Felsstufen unter dem Gipfel Weitere Fotos: Rückblick auf den unteren Gratteil von derselben Stelle aus / Weiter unten am Grat vor den Aufschwüngen im Mittelteil | ||
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| Schnurschrofen und Roßberg jeweils mit gutem Überblick über die Anstiegsrouten Größere Fotos: Schnurschrofen / Roßberg | ||
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| Das sonnenbeschienene Zererköpfle vor den Bergen um Bschießer, Ponten und Rohnenspitze | ||
| Der Grat trifft schließlich knapp links des Kreuzes auf den Gipfelkamm des Gaishorns, über den der aussichtsreiche Gipfel mit wenigen Schritten erreicht ist. Das Rauhhorn präsentiert sich hier von seiner steilsten Seite, während die zuvor besuchten Gipfel im Nordosten des Gaishorns deutlich sanftere Formen zeigen. Im Westen zieht der ziemlich flache Gipfelkamm hinüber bis zu seinem Endpunkt am Gaiseck. Zwischen diesem und dem Rauhhorn liegt die Einsattelung der Vorderen Schafwanne. |
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| Verbindungsgrat vom Gaishorn zum Gaiseck Weiteres Foto: Gaiseck-Nordwestgrat | ||
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| Rauhhorn mit dem Nordgrat, der rechts an der Vorderen Schafwanne beginnt Weiteres Bild: Tiefblick über den Gaishorn-Ostgrat in Richtung Vilsalpsee | ||
| Für den Abstieg zur Vorderen Schafwanne kommen zwei Varianten in Frage: Die direkte über den markierten Weg schräg durch die Südflanke von Gaishorn und Gaiseck (beschildert und ohne Schwierigkeiten) oder der Übergang zum Gaiseck mit anschließendem Abstieg über dessen Südwestgrat. Hierbei folgt man vom Gaishorn immer dem Weg auf dem und knapp neben dem Grat und ignoriert alle Abzweigungen - die erste nach links wäre der direkte Weg zur Vorderen Schafwanne, die nächste rechts die Route durch die Nordflanke und die letzte kurz vor dem Gaiseck der teils seilversicherte Abstieg über den dessen Nordwestgrat. Von dieser Stelle aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Gaiseck-Gipfel, der sich aus dieser Richtung kaum über die Grathöhe erhebt, aber als Abzweigepunkt des Gaishorngrats vom Hauptkamm des Rauhhornzugs einen wichtigen Geländepunkt darstellt. Zudem erscheint das Gaiseck etwa aus dem Talkessel der Willersalpe heraus gesehen als bedeutender Felsgipfel. |
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| Vom Gaiseck ist nun auch der Blick auf die andere Seite des Allgäuer Hauptkamms möglich - hier der Talkessel der Willersalp Weiteres Bild: Rückblick über den Grat zum Gaishorn | ||
| Der Abstieg vom Gaiseck zur Vorderen Schafwanne gestaltet sich nun wieder etwas schwieriger: Hier sind etwas Kletterei bis I und Trittsicherheit gefragt. Im oberen Teil ist ein Abstieg direkt über Grat möglich, wobei sich kurze leichte Kletterstellen und schuttbedecktes Grasgelände abwechseln. Erst eine kleine Zwischenerhebung wird auf einem Schafpfad links umgangen - die Benutzung dieses auch vorher bereits links des Grats verlaufenden Pfads wäre schon weiter oben möglich, aber weniger interessant. Nach der Zwischenerhebung werden die von den Schafen stammenden Trittspuren seltener, das Gelände im Gratbereich bleibt aber ganz gut gangbar mit wenigen kurzen Kletterstellen und mittelsteilen Gras- und Schutthängen. |
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| Rückblick im oberen Teil des Gaiseck-Südwestgrats, hinten rechts der Gaishorn-Gipfel Weiteres Foto: Der folgende Gratabschnitt, ebenfalls im Rückblick | ||
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| Rauhhorn mit dem gesamten Nordgrat | ||
| Ab der Vorderen Schafwanne könnte man weiter im Gratbereich bleiben und auf dem markierten Weg direkt zum Rauhhorn ansteigen. Es besteht aber die Möglichkeit, noch einen weiteren der vorgelagerten, untergeordneten Berge dieses Gebiets kennenzulernen: den westlich gelegenen Gerenkopf, der aus dieser Richtung am bequemsten zugänglich ist. Seine vorgeschobene Lage ermöglicht einen Tiefblick auf das Ostrachtal bei Hinterstein und gewährt Einblicke in die Westflanke des Rauhhorns. Der Gipfel des Gerenkopfs liegt dabei deutlich tiefer als die Vordere Schafwanne und erhebt sich auch nur noch wenig über den Grat, der ihn mit dem Hauptkamm verbindet. Zum Gerenkopf-Gipfel gilt es also eher ab- als aufzusteigen. Am besten verwendet man dazu zunächst den beschilderten Weg, der südwestlich aus der Vorderen Schfwanne heraus zur Willersalpe und nach Hinterstein hinunterführt. Von diesem Weg aus muss dann an geeigneter Stelle zum nahen Verbindungskamm zwischen Rauhhorn-Nordgrat und Gerenkopf gequert werden. Dazu steigt man soweit auf dem Weg ab, bis das untere Ende einer schlecht zu querenden Geröllschrofenzone erreicht ist und beginnt dann mit der hier unproblematischen Querung über Geröll. Ein guter Richtungspunkt ist ein kleiner latschenbewachsener Felskopf im Kamm zum Gerenkopf genau in der Höhe, wo die Querung verläuft (Foto der Querung, aufgenommen kurz vor Verlassen des Wegs). Den Kamm erreicht man schließlich dicht vor dem Felskopf, der auf der linken Seite auf einer Pfadspur zwischen einigen Latschen umgangen wird. Dahinter beginnt ein breiter, zunächst noch absinkender Grasrücken, der sich bis zum Gerenkopf fortsetzt. |
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| Gratverlauf zum Gerenkopf Weitere Bilder: Grat in Richtung Hauptkamm vom Gerenkopf-Gipfel aus gesehen / Rauhhorn mit Westflanke | ||
| Für den Weiterweg zum Rauhhorn geht es über den Grasrücken und am Felskopf vorbei auf der gleichen Route zurück. Danach folgt man weiterhin ungefähr dem zum Rauhhorn-Nordgrat führenden Gratverlauf, am besten vor allem im oberen Teil etwas rechtshaltend über gut zu begehende Grashänge. |
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| Der Grassattel der Vorderen Schafwanne mit Gaiseck-Westflanke und -Südwestgrat; über dem Sattel das Gaishorn Weiteres Bild: Rauhhorn mit dem oberen Teil des Nordgrats | ||
| Beim Zusammentreffen mit dem Rauhhorn-Nordgrat sind die weglosen Abschnitte der Tour endgültig vorbei, da über das Rauhhorn ein häufig begangener Steig verläuft. Dieser ist bis zum Erreichen der felsigen Gipfelkrone ohne Schwierigkeiten zu begehen. Zwei Stellen in Gipfelnähe erfordern dagegen etwas Kletterei: Zunächst gilt es, durch eine mehrere Meter lange Schichtrinne (I) einen ersten steilen Aufschwung zu überwinden (Fotos: von unten / von oben). Dann folgt direkt unter dem Gipfel die einzige künstlich erleichterte Passage der Rauhhornüberschreitung: Eine etwa drei Meter hohe, unten sogar leicht überhängende Gratstufe wäre ohne das hier angebrachte Drahtseil deutlich schwerer einzustufen. Auch so ist zumindest eine Bewertung mit I auf jeden Fall gerechtfertigt. Zwar stellt die Rauhhornüberschreitung aufgrund des ausgetretenen Wegs insgesamt deutlich weniger Anforderungen als viele andere Routen im ersten Schwierigkeitsgrad - etwa was die Trittsicherheit anbelangt -, von der technischen Schwierigkeit her sollte sie allerdings nicht unterschätzt werden. Die senkrechte bis überhängende Stufe erfordert in jedem Fall etwas Kraftaufwand. |
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| Der schwierigere Teil des Rauhhorn-Nordgrats: vorne der Aufschwung mit der Schichtrinne direkt rechts der Gratkante, dahinter die gesicherte Stufe dicht unter dem Gipfel | ||
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| Der Gipfelaufschwung am Rauhhorn-Nordgrat Weitere Fotos von der Gratstufe: Größeres Bild / Beim Aufstieg / Rückblick auf den senkrechten Teil / Rückblick vom Beginn der folgenden Querung | ||
| Am oberen Ende der Stufe wendet sich der Weg nach rechts, um die letzten Gratfelsen vor dem Gipfelkreuz über einfacheres Gelände zu umgehen. Es sind also nur noch wenige Schritte bis zur höchsten Erhebung des Allgäuer Hauptkamms im unmittelbaren Gratverlauf zwischen dem Oberjoch und dem Glasfelderkopf. |
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| Gaiseck und Gaishorn Weitere Fotos: Größere Ansicht des Gaisecks mit dem Südwestgrat / Gerenkopf und Rauhhorn-Westflanke | ||
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| Weiterer Gratverlauf vom Rauhhorn nach Süden Weiteres Bild: Blick auf die Gipfelumrahmung des Schrecksees | ||
| Nach dem höchsten Punkt setzt die Gipfelkrone noch über einige weitere felsige Erhebungen fort. Auch über den Südgrat führt ein markierter Steig, der sich trotz des dann etwas längeren Rückwegs zum Vilsalpsee als Alternativroute für den Abstieg anbietet. Die vom Gipfel her teils problemtisch aussehenden Gratköpfe überwindet der Steig dabei geschickt ohne allzu große Abweichungen von der Grathöhe. Dabei gibt es wiederum einige leichtere Kletterstellen. Die schwierigste davon liegt direkt hinter dem letzten vom Gipfel aus noch sichtbaren felsigen Gratkopf, wo eine rund zwei Meter hohe Stufe abzuklettern ist. Diese übersteigt schon fast den ersten Schwierigkeitsgrad, allerdings ist die von der Markierung vorgesehene Routenführung vielleicht nicht die einfachste mögliche (Foto im Rückblick, die vorgesehene Route ist an der Markierung etwas über der Bildmitte zu erkennen). |
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| Rückblick zum Gipfel beim Abstieg über die weiteren Zacken der Gipfelkrone Weiteres Foto: Weiterweg von hier auf die letzte Erhebung des Gipfelbereichs, nach der die schwierigste Stelle folgt | ||
| Anschließend geht es einfacher und zuletzt durch Grasgelände weiter zum Sattel zwischen Rauhhorn und Kugelhorn, der Hinteren Schafwanne. Insgesamt sind die etwas anspruchvolleren Passagen bei der Rauhhorn-Überschreitung am Südgrat länger als am Nordgrat und auch die Steilheit des Geländes links und rechts vom Grat fällt hier mehr auf. Zu beachten ist noch, dass der Grat zwischen Vorderer und Hinterer Schafwanne keinesfalls für den Abstieg in eine der Flanken verlassen werden sollte, selbst wenn diese in Gratnähe gangbar erscheinen. |
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| Die grasige Rote Spitze und nach links folgend Lachenspitze, Luchsköpfe (dahinter) und Leilachspitze Weiteres Foto: Kugelhorn über der Hinteren Schafwanne | ||
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| Hochvogelgebiet über den Grasflanken des Kugelhorns Weitere Bilder: Kugelhorn-Nordgrat / Hochvogel und Glasfelderkopf | ||
| An der Hinteren Schafwanne kreuzt der Jubiläumsweg den Gratverlauf. Für den Rückweg zum Vilsalpsee benutzt man diesen Weg nun, um östlich unter dem Rauhhorn hindurch zum Hang unter der Vorderen Schafwanne zu gelangen. Nach dem ersten Abstieg von der Hinteren Schafwanne quert der Weg fast eben den Ostausläufer des Rauhhorns (Foto der Ostflanke), danach geht es zuletzt wieder leicht ansteigend weiter bis zu einer Wegverzweigung in einem Blockfeld. Der nach rechts abbiegende Steig stellt in wenigen Minuten den Anschluss an den Abstiegsweg von der Vorderen Schafwanne zum Vilsalpsee her, der den Talboden unmitelbar bei der Vilsalpe erreicht. Der Weg bereitet keine Schwierigkeiten, allenfalls bei schlechterem Wegzustand in Verbindung mit Nässe kann bei einigen erdigen Passagen etwas Trittsicherheit notwendig sein. Von der Vilsalpe aus ist es nicht mehr weit bis zum gleichnamigen See, und ein Spaziergang am Ufer entlang bildet dann einen schönen Ausklang der Rundtour. |
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| Abstieg zum Vilsalpsee; über dem See Blässe und Schochenspitze Weitere Bilder: Geierköpfle und Rote Spitze / Größere Ansicht der Blässe | ||
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| Knappenkopf und Kugelhorn über dem Vilsalpsee | ||