Vom Hermannskarsee auf die Faulewandspitzen Östliche: 2473m, Westliche: 2480m |

| Ausgangspunkt für die Tour ist Elbigenalp, das direkt an der Ausmündung des Bernhardstals im Lechtal liegt. Der Alpweg ins Bernhardstal beginnt genau am Parkplatz, der sich westlich von der Brücke der Lechtal-Bundesstraße über den Bernhardsbach befindet. Zunächst gewinnt man auf ihm noch schnell an Höhe, dann folgt aber ein etwas langwieriger und auch nicht besonders interessanter flacherer Abschnitt, bis der Fahrweg den Bernhardsbach etwa einen halben Kilometer nach dem Ende der tiefen Schlucht des unteren Talabschnitts wieder erreicht und über eine Brücke zu einigen Hütten auf der anderen Bachseite führt. In diesem Bereich endet der Fahrweg und mit ihm auch der dichte Wald, der bis hierher fast überall die Aussicht auf die umliegenden Gipfel versperrt. Nach weiteren eineinhalb Kilometern verzweigt sich das Tal: Südwestlich kommt ein Bach aus dem Hochtal unter dem Gumpensattel, geradeaus führt ein abgerundetes, auf der gesamten Strecke gleichmäßig langsam ansteigendes Tal zum Karjoch zwischen Ramstallkopf und Strahlkopf. Das größte der drei Täler kommt aber von Nordosten aus dem Hermannskar. Da es in etwa 1800m Höhe von einem Felsriegel gesperrt ist, ist zunächst allerdings noch ein Ausweichen nach Westen nötig. Deshalb verzweigen sich die Wege zum Karjoch bzw. in Richtung Hermannskar erst nach einem weiteren Anstieg von 300 Höhenmetern über einen Gras- und Latschenhang, der zu dieser Tageszeit leider genau in der Sonne liegt und deshalb nicht gerade zu den schönsten Abschnitten der Tour gehört. Auch nach der Wegverzweigung bei der kleinen Karalm geht es zunächst nicht viel anders weiter. Vorbei an einer weiteren kleinen Hütte überquert der Weg nun, zuerst noch steil ansteigend, den Ostrücken des Ramstallkopfs. Dadurch wird zum ersten Mal ein größerer Teil der Hermannskar-Umrahmung sichtbar. |
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| Vergrößerter Ausschnitt mit der plattigen Westlichen Faulewandspitze und der Östlichen Faulewandspitze rechts von ihr | ||
| Da das Hermannskar wie schon erwähnt eher selten aus dem Tal angegangen wird, führt der Weg leider nicht direkt ins Kar, sondern zum wohl einzigen auf dieser Route öfters angesteuerten Ziel: der Krottenkopfscharte als Ausgangspunkt für die Besteigung des Großen Krottenkopfs. Erst knapp unterhalb der Scharte mündet auch der leicht ansteigend aus dem Hermannskar kommende Enzensperger Weg in diesen Anstieg ein. Auf den Karten ist zwar eine Trittspur eingezeichnet, die in etwa 2000 Metern Höhe direkt in Richtung Karboden führt, aber mir erschien der Umweg auf dem markierten Weg trotzdem schneller und vor allem bequemer zu sein. Ein kleiner Höhenverlust wäre nämlich auch bei der Benutzung der Trittspur nicht zu vermeiden, und außerdem müßte man sie zunächst erst einmal finden. Noch dazu liegt zwischen dem unteren Karboden und dem Hermannskarsee noch einmal ein steilerer und stellenweise schrofendurchsetzter Bereich. |
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| Aufstieg genau auf den Großen Krottenkopf zu, rechts das Hermannskar Dazu hier noch der Blick auf die gesamte nördliche Karumrahmung zwischen Hornbach- und Marchspitze | ||
| Deshalb folgte ich zunächst noch dem Weg in Richtung Krottenkopfscharte, was teilweise gar nicht so einfach war: Der Anstieg führt nach dem Verlassen der Latschenzone und einem weiteren kurzen Anstieg durch eine Trümmerhalde mit großen Felsblöcken, und wie fast immer bei solchen Passagen ist in diesem Bereich kaum noch ein deutlicher Weg zu erkennen. Zumindest bei guter Sicht ergibt sich daraus allerdings kein Problem, denn wer zur Krottenkopfscharte will sieht das Ziel ohnehin ständig vor sich, und ich wollte dem Anstieg sowieso nicht bis zum Wegdreieck unter der Scharte folgen. Es erspart nämlich einen Teil des Umwegs und auch des unvermeidbaren Höhenverlusts beim Weiterweg ins Hermannskar, wenn man von dem flachen, teilweise auch schneebedeckten Trümmerboden gleich weglos in nördlicher Richtung zum Enzensperger Weg aufsteigt. Dieser ist, von der Krottenkopfscharte kommend, auch von unten gut sichtbar, bis er über einem Felsabbruch nach Norden umbiegt und einen Rücken überquert, der seinen weiteren Verlauf in Richtung Hermannskarsee verdeckt. Vom Schnee ausgehend - sollten die Schneefelder einmal komplett weggetaut sein, von einer günstigen Stelle der wesentlich unbequemer zu überquerenden Blockhalde aus - steigt man möglichst weit rechts zum Enzensperger Weg an. Die gut zu begehenden und nicht zu steilen Grashänge werden allerdings von einer erdigen Rinne unterbrochen, deshalb bleibt man links von ihr und erreicht nach einem kurzen Anstieg den Höhenweg. Dieser überquert nun, teilweise felsig, den genannten Rücken, wo der Blick auf das obere Hermannskar frei wird. |
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| Faulewandspitzen über dem Hermannskarsee Vergrößerte Gipfelansichten: Westliche Faulewandspitze / Östliche Faulewandspitze | ||
| Immer leicht fallend ist es auf dem Enzensperger Weg nun nicht mehr weit bis zum oberen Karboden des Hermannskars mit dem Hermannskarsee und damit dem Ausgangspunkt für die Gipfelanstiege zu den Faulewandspitzen. Es gäbe noch eine andere Variante für den Aufstieg ins Kar, nämlich den Weg aus dem Bernhardstal durch das Birgertal ins Birgerkar und dann weiter auf dem Enzensperger Weg südlich um den Hermannskarturm herum. Ein Höhenverlust bei der abschließenden Querung ins Hermannskar läßt sich allerdings auch bei dieser Route nicht vermeiden. Beide Aufstiege sind wahrscheinlich in etwa gleich lang und deshalb bietet es sich an, für Auf- und Abstieg verschiedene Routen zu wählen. Ich hatte mich allerdings erst ganz kurzfristig zu der Tour als "kleinen Umweg" bei einer Rückfahrt von München nach Ulm entschlossen und deshalb nur eine Ausgabe der Karte vom Bayerischen Landsvermessungsamt dabei - und auf der gibt es im Gegensatz zur AV-Karte keinen Weg durchs Birgertal ins Birgerkar. Auch der später nach Osten umbiegende Aufstieg durch den unteren Talbereich zur Hermann-von-Barth-Hütte ist hier eigenartigerweise völlig anders eingezeichnet als in der AV-Karte, so daß mir später ein Abstieg durch das Birgertal als zeitlich zu knapp erschien. Zunächst lohnt es sich aber erst einmal, am Hermannskarsee zumindest eine kurze Pause zu machen. Der See ist sicher einer der schönsten in den Allgäuer Alpen, was vor allem an seiner intensiven Färbung mitten im ansonsten kahlen Geröll- und Felsgelände liegt. |
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| Blick vom Hermannskarsee zum Großen Krottenkopf, links die Gratschulter des Kleinen Krottenkopfs | ||
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| Hermannskarspitze und Hermannskarturm vom Hermannskarsee, hinten die Lechtaler Berge | ||
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| Blick vom See zu den Faulewandspitzen und auf den Anstieg zur Scharte zwischen den beiden Gipfeln | ||
| Auf dem Bild oben ist bereits der folgende Abschnitt der Tour zu sehen: Direkt beim See oder kurz nach ihm verläßt man den Enzensperger Weg und beginnt den Anstieg zu den Faulewandspitzen. Zuerst über über Felsblöcke und Gras, dann über Geröll steigt man in Richtung der Scharte zwischen den Gipfeln auf. Nach dem Ende der letzten Grasbüschel ist der Geröllhang noch deutlich über zehn Meter breit, was auf dem folgenden Foto unten rechts gut zu erkennen ist: |
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| Aufstieg zur Scharte zwischen den Faulewandspitzen, links von ihr die auffallende Erhebung im Ostgrat der westlichen Spitze | ||
| Wenig später endet dieser noch relativ breite Geröllhang an einigen steilen Felsen, die dem unteren Ende der Plattenkante, die vom westlichen Abbruch der auffälligen Erhebung im Grat zwischen der Scharte und der Westlichen Faulewandspitze herabkommt, vorgelagert sind. Rechts setzt sich das Geröll aber in Form einer Rinne mit einer Breite von nur noch ca. drei Metern fort und ermöglicht so einen Aufstieg zur Scharte zwischen den Gipfeln als Ausgangspunkt für die Besteigung der Östlichen Faulewandspitze. Der Beginn der Rinne ist aber auch eine wichtig für den späteren Anstieg zur Westlichen Faulewandspitze: Die linke Begrenzung des Geröllhangs vor der Verengung bildet das untere Ende der großen Platte, die ohne Unterbrechung bis zum Gipfel führt (siehe auch dieses am Ende der obersten Graszunge aufgenommene Foto). Der unterste, überall mindestens zehn Meter hohe Abbruch der Platte ist besonders steil und zu Beginn auch ungewöhnlich glatt. Deshalb wäre ein direkter Aufstieg vom Geröllhang zum darübergelegenen leicht begrünten Absatz in der Platte nicht ohne etwas schwierigere Kletterei möglich - auf jeden Fall über I, ich würde vermuten mindestens II+, denn die Platten sind ziemlich steil, und sobald es etwas flacher wird sind die Felsen von einer sicher unangenehmen dünnen Geröllschicht bedeckt. Auf dem folgenden Foto kann sich aber jeder zumindest in etwa selbst eine Meinung bilden: |
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| Blick über die gesamte Südostplatte in Richtung Gipfel der Westlichen Faulewandspitze Dazu ein weiteres, beim Abstieg aufgenommenes Bild vom untersten Aufschwung, der zu diesem Zeitpunkt bereits im Schatten lag | ||
| Auf dem Foto oben ist im Gegensatz zum vorhergehenden auch die weitere Fortsetzung der Platte zu sehen, und den kleinen Absatz über dem unteren Aufschwung kann man ebenfalls erahnen. Glücklicherweise ist dieser Absatz, der das erste Ziel beim späteren Aufstieg zur westlichen Spitze bildet, auch noch über eine klettertechnisch einfachere Variante zu erreichen: Man wendet sich vom Ende des breiten Hangs zunächst rechts der Rinne zu, um sie aber praktisch sofort wieder zu verlassen und bei erster Gelegenheit wenige Meter über einfache, geröllbedeckte Schrofen nach links anzusteigen. So kommt man zu einem schmalen Absatz oberhalb der Felsen, die den breiteren Geröllhang nach oben abschließen. Dort befindet man sich bereits auf der Höhe vom unteren rechten Ende des genannten begrünten Absatzes und kann ihn mit einer kurzen Querung erreichen - dazu aber später mehr, denn es bietet sich an, genau wie ich mit der Besteigung der Östlichen Faulewandspitze zu beginnen. Diese ist nicht nur etwas leichter, sondern man bekommt vom ihrem Gipfel aus auch einen guten Überblick über den Anstieg zur westlichen Spitze. |
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| Blick zurück zum Hermannskarsee und zum Ramstallkopf | ||
| Die Anstiegsroute zu diesem Gipfel ist im wesentlichen durch die Geröllrinne zur Scharte und den folgenden Westgrat (im Gipfelbereich eher Nordwestgrat) vorgegeben. Dabei ist die Rinne eigentlich schon der anspruchsvollste Abschnitt, denn nach dem ersten ganz angenehmen Teil nimmt die Steilheit doch etwas zu. Dazu wird das Geröll weiter oben auch immer rutschiger, selbst die größeren Steine sind hier nicht fest. Während der Wandersaison könnte es dabei ein Problem sein, daß einzelne losgetretene Steine möglicherweise bis zum unterhalb vorbeiführenden, aber nicht sichtbaren Enzensperger Weg gelangen könnten. Eine Alternative, die allerdings höchstens einen kleinen Vorteil bringt, bildet ein Anstieg in den Schrofen direkt rechts von der Rinne. Auf den letzten Metern gibt es auch noch eine Nachbarrinne in Form eines kleinen Einschnitts wenige Meter rechts von der Hauptrinne. Insgesamt kann man sagen, daß es sich nicht gerade um die angenehmste Geröllrinne handelt, aber auch nicht wirklich um die unangenehmste und steilste. Das zeigen auch diese beiden Fotos der Rinne von unten und im Rückblick von der Scharte. Nachdem dieser mühsamste Teil der Tour geschafft und die schmale Scharte erreicht ist, kann man nun erstmals die Nordseite der Faulewandspitzen und die beiden Grate zu den Gipfeln genauer anschauen. Der Grat in Richtung Westliche Faulewandspitze beginnt allerdings gleich an der Scharte mit einem senkrechten Aufschwung, der den weiteren Gratverlauf verdeckt und dafür sorgt, daß es sich bei einer Begehung ihres gesamten Ostgrats sicher um eine sehr schwierige Klettertour handeln würde. |
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| Blick aus der Scharte auf Ramstallkopf und Großen Krottenkopf | ||
| Der kurze Grat zur Östlichen Faulewandspitze bereitet dagegen so gut wie keine Schwierigkeiten. Er besteht fast nur aus Geröll und ein paar geröllbedeckten Schrofen, so daß die Schwierigkeit im unteren ersten Grad liegt und der obere Abschnitt der Rinne zur Scharte sicher größere bergsteigerische Anforderungen als der Gratanstieg stellt. Der ersten etwas steileren felsigen Stelle gleich nach der Scharte kann man nach rechts ausweichen, und auch eine zweite steilere Gratstelle ist problemlos im Geröll links oder rechts mittels einer kurzen Kehre umgehbar. Mehr als fünf Meter muß man sich aber in keinem Fall von der Grathöhe entfernen. Auch ganz ohne Abweichen von der Grathöhe wäre der Anstieg sicher nicht wesentlich schwerer. Auf diesem Foto vom Gratanstieg sieht das ganze allerdings etwas felsiger aus als es in Wirklichkeit ist, weil von unten die Geröllabsätze nicht zu erkennen sind. |
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| Beim Gratanstieg zur Östlichen Faulewandspitze: Blick auf Großen Krottenkopf, Hornbachspitze und Westliche Faulewandspitze | ||
| Wie das obige, etwa auf halber Höhe des Grataufstiegs aufgenommene Foto schon zeigt, zeichnet sich die Östliche Faulewandspitze besonders durch einen sehr schönen Blick auf die Gipfel der näheren Umgebung aus, darunter zum Beispiel die Marchspitze und die Krottenspitze: |
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| Blick von der Östlichen Faulewandspitze auf die Marchspitze mit Nordwestflanke und Westgrat | ||
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| Die Krottenspitze hinter den Gipfelfelsen der Westlichen Faulewandspitze | ||
| Im Hinblick auf die Fortsetzung der Tour am interessantesten ist natürlich der Blick zur Westlichen Faulewandspitze. Man schaut dabei genau auf die große Südostplatte und den Ostgrat. Ein Teil der Platte und des mittleren Gratabschnitts ist allerdings von der Zwischenerhebung des Ostgrats verdeckt. Deren Gipfelpunkt liegt auf dem folgenden Foto genau über der Bildmitte, ist aber leider kaum zu erkennen, weil ihre Südostseite des Gratturms ebenfalls von einer großen Plattentafel gebildet wird. Außerdem kann man den Steilabbruch, mit dem der Gratturm zur oberen Fortsetzung des Ostgrats abbricht, nur bei genauem Hinschauen erahnen; auf den ersten Blick ist nicht zu sehen, daß im Mittelteil ein längeres Gratstück vom Gratturm verdeckt ist. Da auf diesem Bild ein Großteil der Aufstiegsroute zur Westlichen Faulewandspitze gut zu verfolgen ist, folgt es später noch einmal mit eingezeichnetem Anstieg. |
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| Westliche Faulewandspitze mit der plattigen Südostseite und dem Ostgrat vor Öfner- und Krottenspitze | ||
| Eine (einfache) Abstiegsalternative von der Östlichen Faulewandspitze gibt es nicht: Der Ostgrat zur Spiehlerscharte führt nicht nur über zwei große Grattürme, sondern ist auch schon gleich nach dem Gipfel wesentlich schmaler als der Aufstiegsgrat und besteht teilweise aus sehr locker aussehenden Blöcken, die man nur ungern belasten möchte. Also geht es wieder zurück über die Anstiegsroute (hier ein Foto des Westgrats vom Gipfel aus); alles andere wäre in Kombination mit der Besteigung der Westlichen Faulewandspitze auch ohnehin ungünstiger. Die Aussicht zur Westlichen Faulewandspitze ist beim Abstieg noch wesentlich eindrucksvoller als vom Gipfel aus. Nicht nur die Graterhebung im Ostgrat ist jetzt deutlich besser zu erkennen, sondern man hat auch einen sehr guten Einblick in die dunkle, im oberen Teil senkrechte Nordostwand. |
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| Westliche Faulewandspitze mit Ostgrat und Nordostwand, hinten Hornbach- und Krottenspitze | ||
| Gerade aus dieser Perspektive ist würde man vermuten, daß ein Anstieg zum Gipfel über die Südostseite oder den Ostgrat mindestens im dritten Schwierigkeitsgrad liegen müßte. Vor allem der Grat erscheint in dieser Ansicht als schmale und sehr steile Kante, die noch dazu auf der rechten Seite fast senkrecht abfällt. Die Neigung der Südostplatte und besonders des Grats täuscht allerdings ziemlich. Von Süden her gesehen, also zum Beispiel auf den Fotos vom Beginn der Tour beim Weg ins Hermannskar, würde man die Neigung der Platte dagegen eher etwas unterschätzen. Von dort scheint es so, als ob die Platte nur mäßig und schräg von rechts unten nach links oben zum Gipfel ansteigen würde. Die Fallinie der Platte verläuft aber eher direkt in Nord-Süd-Richung, sie erreicht also von ihrem unteren Ende her gesehen die größte Neigung zum Ostgrat hin und nicht in Gipfelrichtung. |