Gipfelauswahl über dem Erzbergtal

Auf Schänzlekopf (2068m), Schänzlespitze (2050m), Kälbelespitze (2134m), Lahnerkopf (2121m) und Älpelekopf (2023m)






Um zum Beginn des Erzbergtals zu gelangen, empfiehlt sich vom Ausgangspunkt Hinterstein aus die Benutzung von Bus oder Fahrrad bis zum Hinteren Erzberghof. Hier zweigt von der Fahrstraße durchs Hintersteiner ein beschilderter Fußweg zum Giebelhaus ab, der im Gegensatz zur größeren Straße am Ostufer der Ostrach bleibt. Von diesem Weg wiederum zweigt sofort ein steiler Traktorweg nach links ab, der den Zugang ins Erzbergtal eröffnet. Der teilweise steile und an diesen Stellen auch geteerte Ziehweg gewinnt zunächst mit einigen Kehren an Höhe, bevor er, nun langsamer ansteigend, ins Erzbergtal einschwenkt. Direkt vor dem Mitterhof befindet sich eine Wegverzweigung: links geht es kurz zum Ende des Fahrwegs am Erzbach hinab und am gegenüberliegenden Ufer auf einem alten Steig weiter in Richtung Schienenhütte - dies ist die spätere Abstiegsroute. Am Hinweg folgt man aber dem rechten Weg noch die wenigen Meter zum Mitterhof, wobei man sich an dieser Stelle die Frage stellt, ob der Fahrweg zu den hier befindlichen zwei kleinen Bretterverschlägen wirklich notwendig ist. Der obere Teil des Erzbergtals ist nun aber nur noch von einem Fußwegenetz durchzogen, das zudem selten begangen wird und daher in einigen Teilen nicht mehr gut kenntlich ist.
Östlich des Erzbachs umrahmen die Grate des Älpelekopfs den Kessel mit der Schienenhütte
 
Östlich des Erzbachs umrahmen die Grate des Älpelekopfs den Kessel mit der Schienenhütte
(Zum Vergrößern auf die Originalgröße von 1024x768 auf das Bild klicken - es wird ein neues Fenster geöffnet)

 
Eine deutliche Wegspur leitet zunächst westlich des Erzbachs taleinwärts, überquert dann den Bach und wird schließlich schlechter zu erkennen. Hier steigt man ein Stück in einer latschenfreien Zone östlich des in diesem Bereich etwas eingeschnittenen Bachs auf, bis die Latschen es ca. 80 Meter unter einem sperrenden Felsriegel zulassen, sich schräg nach rechts zu wenden. Vereinzelte Trittspuren und alte Markierungen zeigen, dass man sich auf der richtigen Route befindet. Dicht unter dem Felsriegel wird eine Rinne gequert, wo die Pfadspur wieder deutlich wird. Ansteigend gewinnt man am besten direkt über die den Felsriegel ablösenden Grashänge den quer verlaufenden Verbindungsweg Roßkopfsattel - Notländsattel und folgt diesem nach links. Zuerst fast eben, dann noch einmal mit einem letzten kleinen Anstieg wird so die ausgedehnte, durch Latschenbewuchs zudem unübersichtliche Sattelfläche erreicht.
Im Talschluss des Erzbergtals: Blick zur Schienenhütte und zum Gratverlauf vom Falken über den Älpelekopf in Richtung Lahnerkopf
 
Im Talschluss des Erzbergtals: Blick zur Schienenhütte und zum Gratverlauf vom Falken über den Älpelekopf in Richtung Lahnerkopf
Weiteres Foto: Älpelekopf über dem Erzeck

 
Lärchwand über der Notländ, hinten der Hochvogel
 
Lärchwand über der Notländ, hinten der Hochvogel
Detailansicht: Lärchwand

 
Die wellige Hochfläche am Notländsattel mit dem Sattelkopf
 
Die wellige Hochfläche am Notländsattel mit dem Sattelkopf
Detailansicht: Sattelkopf-Gipfelbereich

 
Über dem Notländsattel erhebt sich gegenüber vom nach ihm benannten Sattelkopf das erste Gipfelziel der Tour, der breit gelagerte Schänzlekopf. Das untere Ende von dessen Südwestflanke, über die der Aufstieg verlaufen soll, erreicht man entweder direkt linkshaltend über eine weitgehend latschenfreie Zone der Sattelfläche oder mit einem kleinen Umweg über den Jubiläumsweg. Die geröllige und grasige Südwestflanke des Schänzlekopfs bietet verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, etwa anfangs über den breiteren, zwischen Latschen gelegenen Geröllhang, der in Richtung auf den Grat etwas links vom Gipfel hinaufzieht. Anschließend gelangt man rechts am Rand der Latschen zu der Stelle, wo diese aus dem Kar - etwas links der Gipfelfalllinie - am weitesten heraufreichen. Von dort ermöglicht schuttdurchsetztes Gras den Aufstieg zwischen schrofigen Zonen bis knapp unter den mit einigen Latschen bewachsenen Gipfelgrat, wo man den rechten Begrenzungsrücken des Hangs erreichen kann. Hier beginnt eine nur leicht anteigende Trittspur, die nach nach rechts zum Gipfelkreuz auf dem langgezogenen Gipfelgrat quert. Der Schänzlekopf stellt sich dabei als sehr guter Aussichtspunkt insbesondere auf die Umrahmung des Schwarzwassertals heraus.
Am Gipfelgrat des Schänzlekopfs werden die benachbarte Schänzlespitze und der direkt dahinter gelegene Lahnerkopf sichtbar
 
Am Gipfelgrat des Schänzlekopfs werden die benachbarte Schänzlespitze und direkt dahinter der Lahnerkopf sichtbar; im Hintergrund: links Rauhhorn, Gaishorn und Kugelhorn sowie rechts u.a. Kastenkopf, Kälbelespitze und Rote Spitze
Detailansicht: Kastenkopf und Kälbelespitze (gutes Orientierungsbild für den Aufstieg zur Kälbelespitze)

 
 
Talschluss des Schwarzwassertals unter dem Hochvogel
Weitere Bilder: Kesselkopf / Lärchwand und Glasfelderkopf / Unteres Schwarzwassertal

 
In der Umrahmung des Erzbergtals folgt als nächstes die etwas niedrigere, dem Schänzlekopf aber sonst sehr ähnliche Schänzlespitze, zu der ein relativ direkter Übergang möglich ist. Dabei gibt es für den Abstieg vom Schänzlekopf zum trennenden Sattel erneut verschiedene Möglichkeiten. Günstig ist zum Beispiel, dem Gratrücken kurz nach Osten zu folgen, bis bereits hinter der Abzweigung des eigentlichen Verbindungsrückens zur Schänzlespitze eine Grasmulde und ein anschließender Geröllhang nach links hinabziehen. Über diese Hänge steigt man soweit ab, bis die Schrofen auf der linken Seite enden und man leicht ansteigend in den Sattel queren kann. Genau wie der Aufstieg ist auch nicht diese Route am Schänzlekopf als leicht einzustufen, da es aber keinen Weg gibt, ist doch ein Mindestmaß an Trittsicherheit erforderlich. Auch der folgende Aufstieg vom Sattel zur Schänzlespitze über Grashänge ist zwar weglos, bereitet allerdings keine Schwierigkeiten. Die Routenfindung ist ebenfalls denkbar einfach, da einem direkten Aufstieg hier keine Hindernisse im Weg stehen.
Rückblick von der Schänzlespitze zum Schänzlekopf
 
Rückblick von der Schänzlespitze zum Schänzlekopf
 
Gratverlauf von der Schänzlekopf zum Lahnerkopf
 
Gratverlauf von der Schänzlespitze zum Lahnerkopf
 
Im weiteren Kammverlauf ändert sich das Gelände: Anstelle der bisherigen breiten Hänge und Gratrücken weist der Nordgrat der Schänzlespitze im unteren Teil mehrere Felstürme auf und auch direkt unterhalb des Gipfels beginnt der Grat zunächst mit einer felsigen Stufe. Da ein Abstieg über die Türme auf der Grathöhe nicht möglich ist, bietet sich der zwischenzeitliche Abstieg zum Jubiläumsweg an. Dies gilt vor allem, wenn man nun nicht direkt zum nächsten Gipfel über dem Erzbergtal (Lahnerkopf) weitergehen möchte, sondern noch einen Abstecher auf die Kälbelespitze als höchstem Gipfel des Gebiets machen will. Auch der Kastenkopf wäre über die Lahnerscharte und den dort beginnenden Anstiegsweg ohne großen Zusatzaufwand erreichbar.
Eine geeignete Abstiegsroute zum Jubiläumsweg stellt der Grashang dar, am Nordgrat zwischen der obersten Felsstufe und den Türmen beginnt und weiter unten vom Weg gequert wird. Zunächst gilt es also, die erste Gratstufe zu überwinden. Am oberen Rand der Stufe nach links absteigend kommt man zum Beginn einer Schrofenrinne durch die Stufe, die eine erste Abstiegsmöglichkeit bietet. Bleibt man allerdings noch ein kurzes Stück oberhalb der Stufe, ist der Abstieg noch etwas leichter möglich: Einige Schrofen ermöglichen schließlich einen unschwierigen Abstieg nach rechts in den unteren Teil der hier geröllgefüllten Rinne (Foto: Rückblick auf die Rinne; die einfachere Route kommt hinter den Felsen rechts im Bild von rechts herab). Noch einfacher, aber auch etwas länger wäre vielleicht ein noch weiterer Abstieg am Rand der Stufe mit anschließender Querung über griesige Hänge zur Gratfortsetzung.
Die Rinne führt zu dem flachen Gratabschnitt vor dem Beginn der felsigen Türme und damit zum Beginn der schottrigen und im Vergleich zum Aufstieg auch steileren Grashänge über dem Jubiläumsweg. Will man nicht auf die Kälbelespitze, sondern direkt weiter zum Lahnerkopf, könnte man bereits oberhalb des Jubiläumswegs in Richtung auf den Sattel zwischen Schänzlespitze und Lahnerkopf queren - die erste Gelegenheit hierfür wäre ein Gamswechsel, der bei einem kleinen Absatz im Rücken links des Grashangs beginnt, aber offensichtlich über unangenehmes Schottergelände direkt über schrofigen Abbrüchen verläuft (s. Foto unten). Die letztlich bequemste Variante dürfte trotz des Höhenverlusts der vollständige Abstieg zum Jubiläumsweg sein, von dem der Sattel als Ausgangspunkt für die wohl einfachste Anstiegsroute auf den Lahnerkopf über den erst gerölligen, dann grasigen Südwestrücken schnell wieder erreicht werden kann.
Schänzlespitze mit den Nordgrattürmen und dem Abstiegshang zum Jubiläumsweg
 
Schänzlespitze mit den Nordgrattürmen und dem Abstiegshang zum Jubiläumsweg
 
Kastenkopf und Kälbelespitze vom Jubiläumsweg aus gesehen
 
Kastenkopf und Kälbelespitze vom Jubiläumsweg aus gesehen
Detailansicht: Gipfelflanke der Kälbelespitze

 
Für den Abstecher zur Kälbelespitze folgt man dagegen nach dem Abstieg zum Jubiläumsweg diesem über eine Einsattelung im Lahnerkopf-Südostgrat hinweg bis zu einem Wegweiser knapp unterhalb der Lahnerscharte. Von hier folgt man nun dem Saalfelder Weg nach rechts mit etwas Höhenverlust in die Hänge unter Kastenkopf und Kälbelespitze. Der leichteste Anstieg zur Kälbelespitze verläuft über die grasige, teils schotterbedeckte Südflanke, die im Vergleich zu den Hängen an Schänzlekopf und Schänzlespitze steiler und vor allem hinsichtlich Trittsicherheit anspruchsvoller einzustufen ist. Der Anstieg stellt sich allerdings als unproblematischer und weniger unangenehm heraus, als der Blick auf die Flanke von den umliegenden Gipfeln aus vermuten lassen würde. Die weglose Anstiegsroute verlässt den Saalfelder Weg an der einzigen Stelle, wo die Latschen bis knapp über den Weg hinaufreichen. Direkt dahinter steigt man über einen noch bequemen Grashang auf einem minimal ausgeprägten Rücken bis zu dessen Ende unter einer kleinen Schrofenstufe an. Oberhalb der Stufe ist eine Fortsetzung der grasigen Hänge schräg nach links oben zu erkennen.
Blick in Richtung Gipfel der Kälbelespitze beim Verlassen des Saalfelder Wegs
 
Blick in Richtung Gipfel der Kälbelespitze beim Verlassen des Saalfelder Wegs
 
Unter der kleinen Schrofenstufe
 
Unter der kleinen Schrofenstufe
 
Zunächst überwindet man die kurze schrofige Stelle an ihrer niedrigsten Stelle über eine kaum einen Meter hohe Felsstufe (I), nach der noch einige weitere Meter schrofiges Gelände folgen. Anschließend steigt man erst noch kurz über Gras an, um sich dann unterhalb einer weiteren Felsstufe schräg nach links aufwärts zu wenden. Dabei muss außer den überschotterten Grashängen auch eine geröllige Rinne gequert werden (Foto: Rückblick nach Querung der Rinne). Die Steilheit des Geländes nimmt hier merklich zu und bleibt bis zum Gipfel nun annähernd gleich. Sobald die Felsstufe oberhalb endet (Foto) wendet man sich wieder nach rechts in Richtung auf den obersten SSO-Grat. Dieser wird schräg ansteigend über zwischenzeitlich gerölliges Gelände mit allerdings nur dünner Geröllauflage, dann wieder über Grashänge mit vielen losen Steinen erreicht (Fotos: Rückblick auf die geröllige Passage und Strecke von dieser Stelle bis zum Grat). Anschließend sind es nur noch wenige Schritte bis zum Gipfel. Während des Aufstiegs muss in Anbetracht der zahlreichen losen Steine in der steilen Flanke ständig darauf geachtet werden, dass Wanderer auf dem unterhalb querenden Saalfelder Weg nicht durch Steinschlag gefährdet werden.
Der Kastenkopf liegt nicht weit vom Gipfel der Kälbelespitze entfernt; links des Turms im Verbindungsgrat der Lahnerkopf
 
Der Kastenkopf liegt nicht weit vom Gipfel der Kälbelespitze entfernt; links des Turms im Verbindungsgrat der Lahnerkopf
 
Nach diesem durchaus interessanten Abstecher auf den höchsten Gipfel der Schreckseeumrahmung stehen noch zwei weitere Gipfel über dem Erzbergtal auf dem Programm: Der Lahnerkopf und in einem einem Seitengrat des Hauptkamms gelegene Älpelekopf. Dazu geht es auf der schon bekannten Route zurück bis zu der Stelle, wo der Jubiläumsweg den Südostgrat des Lahnerkopfs überquert. Der Südostgrat stellt neben dem direkten Anstieg von der Lahnerscharte und dem bereits erwähnten Südwestgrat eine weitere Anstiegsmöglichkeit zum Lahnerkopf dar. Die Steilheit ist erst sehr angenehm (Foto), dann geht das Gelände aber in steilere Grashänge über, so dass auch auf dieser Route Trittsicherheit erforderlich ist. Abweichungen vom Gratrücken sind auf der gesamten Länge nicht notwendig.
Am Gipfel öffnet sich wieder der Blick auf die gesamte Schrecksee-Umrahmung. Das Gipfelkreuz des Lahnerkopfs steht etwas unterhalb des höchsten Punkt nach Norden vorgeschoben, also auf den ersten Metern des Verbindungsgrat zum Älpelekopf, der Schreckseemulde und Erzbergtal trennt.
Gegenüber der Lahnerscharte führt ein einfacher Gratrücken zum Kastenkopf, rechts hinter der Kälbelespitze die Leilachspitze
 
Gegenüber der Lahnerscharte führt ein einfacher Gratrücken zum Kastenkopf, rechts hinter der Kälbelespitze die Leilachspitze
 
Blick über den Älpelekopf auf das Ostrachtal
 
Blick über den Älpelekopf auf das Ostrachtal
 
Kugelhorn und links dahinter Rauh- und Gaishorn über dem Schrecksee
 
Kugelhorn und links dahinter Rauh- und Gaishorn über dem Schrecksee
 
Der Grat zum Älpelekopf bietet zum Abschluss der Erzbergtalrunde noch eine besonders schöne und aussichtsreiche Wegstrecke. Über die in Gratnähe steile Ostflanke blickt man auf den Schrecksee hinab, während zugleich ein Großteil der abwechslungsreichen Berge um Hinterstein sichtbar ist. Der Grat selbst wirft im zweiten Teil mehrere sanfte Grasbuckel auf, wobei die aus dem Erzbergtal heraufkommenden Grasmatten am Gratrücken teilweise senkrecht nach Osten abbrechen. Um diesen Gratabschnitt zu erreichen, müssen zunächst aber bereits knapp unter dem Lahnerkopf-Gipfel ein paar kurze schrofige Abschwünge überwunden werden. Die Schwierigkeit liegt zwar kaum bei I, die Hände müssen beim Abstieg aber etwas zu Hilfe genommen werden.
Rückblick auf den Lahnerkopf und die Gratabschwünge
 
Rückblick auf den Lahnerkopf und die Gratabschwünge
 
Beim Übergang zum Älpelekopf
 
Beim Übergang zum Älpelekopf
 
Bschießer, Ponten und Rauhhorn über dem Taufersbachtal
 
Bschießer, Ponten und Rauhhorn über dem Taufersbachtal
Weitere Fotos: Größere Ansicht von Rauhhorn und Gaishorn / Tiefblick zum Schrecksee

 
Anschließend bleibt man immer auf dem ausreichend breiten Gratrücken oder umgeht die einzelnen Grasköpfe in der linken Flanke, wo sich meistens Pfadspuren finden. Die letzte, etwas größere Graterhebung vor dem Gipfel wird besser überschritten, da die Flanke hier relativ steil und zum Teil auch abgerutscht ist. Von dieser Zwischenerhebung aus ist der Älpelekopf über die letzte Einsenkung und das zuletzt steilere, aber sehr gut gestufte Gras des Gipfelaufschwungs schnell erreicht.
Schrecksee im Kessel unter Kirchdach, Kirchturm, Kälbelespitze und Kastenkopf
 
Schrecksee im Kessel unter Kirchdach, Kirchturm, Kälbelespitze und Kastenkopf
 
Schänzlespitze und Schänzlekopf vor den Gipfeln der Hornbachkette zwischen Urbeleskar- und Noppenspitze
 
Schänzlespitze und Schänzlekopf vor den Gipfeln der Hornbachkette zwischen Urbeleskar- und Noppenspitze
 
Blick auf die Abstiegsroute über den am Erzeck vorspringenden Rücken zur Schienenhütte
 
Blick auf die Abstiegsroute über den am Erzeck vorspringenden Rücken zur Schienenhütte
 
Vom Älpelekopf aus setzt sich der Trennungskamm von Taufersbach- und Erzbergtal zum Falken hin fort. Der Übergang dorthin ist - wie auch weitere Variationsmöglichkeiten der Tour etwa am Lahner- und Kastenkopf - im Rahmen der Tour "Rund um den Schrecksee" beschrieben. Für die Rückkehr ins Erzbergtal gibt es aber noch eine weitere Alternative: Der Abstieg über den Rücken am Erzeck zur Schienenhütte. Dazu geht es zunächst wieder über den obersten steileren Teil der Anstiegsroute am Südostrücken zurück (nicht versehentlich über den direkt am Gipfel beginnenden Älpelekopf-Südwestrücken absteigen!). In der Südwestflanke ist das vorspringende Erzeck, das ein Stück unterhalb des Grats einen deutlichen Rücken ausbildet, sofort zu erkennen. Über Gras steigt man zu dem Vorsprung ab und folgt dann dem Rücken abwärts. Besonders in den Hängen links des Rückens, später am Beginn einer Baumreihe aber auch direkt auf der Abstiegsroute, macht das auffallend rotbraune Gestein den Grund für die Namensgebung des Erzecks deutlich.
Abstieg über den Rücken am Erzeck
 
Abstieg über den Rücken am Erzeck
Weiteres Bild: Rotbraune Erdflächen unter dem Verbindungsgrat Älpelekopf - Lahnerkopf

 
Schänzlespitze, Schänzlekopf und Hochvogel
 
Schänzlespitze, Schänzlekopf und Hochvogel
 
Weiter unten erkennt man bereits während des gesamten Abstiegs die Schienenhütte, die in einem flacheren Teil des Hangs über dem Erzbergtal liegt. An geeigneter Stelle verlässt man den bislang zum Abstieg benutzten Rücken nach links, um über etwas steilere Grashänge zur kleinen Hütte abzusteigen. Zuletzt wird dabei der vom Lahnerkopf herabkommende Schienenbach überquert.
 
Die Abstiegsroute (im Bereich der Baumzeile) im Rückblick von der Schienenhütte
 
Beim weiteren Abstieg sollte man sich etwas links halten in Richtung auf den Beginn der Baumzeile, die hier am weitesten an die Hütte heranreicht. Über den freien Grashang links dieser Bäume ist ein bequemer Abstieg zum Erzbach möglich. Im unteren Teil des Hangs sind dabei noch Kehren eines alten Pfads erkennbar (diese fallen bereits beim Anstieg durch das Erzbergtal zu Beginn der Tour auf), allerdings handelt es sich im Wesentlichen nur noch um erdige Unterbrechungen der Grasnarbe, so dass ein direkter Abstieg schneller und günstiger ist. Der Grashang und zum Teil auch die Kehren sind auf den ersten beiden Fotos dieser Tourenbeschreibung gut zu erkennen. Schließlich überquert man den Erzbach am besten dort, wo am anderen Ufer der bereits zu Beginn erwähnte Fahrweg endet und kehrt dann auf dem Aufstiegsweg ins Hintersteiner Tal zurück.



Mehr zu den bestiegenen Gipfeln auf den einzelnen Gipfelseiten:

Schänzlekopf  /  Schänzlespitze  /  Kälbelespitze  /  Lahnerkopf  /  Älpelekopf


zur Tourenübersicht