Gipfel über dem Balschtekar Auf Rotwand (2262m), Südlichen Söllerkopf (2390m), Balschtespitze (2504m) und Schöneckerkopf (2322m) |

| Ausgangspunkt für die Tour ist Elbigenalp, der Hauptort in diesem Bereich des Lechtals. Da hier auch der Tourismus am meisten entwickelt ist, gibt es im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden einen großen und an der Lechtal-Bundesstraße deutlich ausgeschilderten Parkplatz im Bereich der Brücke über den Bernhardsbach. Der Teil nordwestlich vom Bach ist dabei an der Straße speziell für Busse ausgewiesen, der Teil auf der anderen Seite der Brücke auch für PKW. Los geht es zu Fuß dann auf jeden Fall (orographisch) links vom Bach, wo man einfach der von der Bundesstraße abzweigenden Straße folgt, die, bereits leicht ansteigend, hinter den letzten Häusern einen Bogen nach rechts macht. Der erste Teil des Aufstiegs zur Rotwand, dem ersten Gipfelziel der Tour, ist dann zunächst nicht sehr spektakulär. Er ist identisch mit dem üblichen Hüttenzustieg zur Hermann-von-Barth-Hütte. Gleichzeitig handelt es sich um die Zufahrt zum Beginn ihrer Materialseilbahn. Über die teilweise weiten Kehren des Fahrwegs erreicht man schließlich das Kasermandl-Wirtshaus, wo man etwas aufpassen muß, um den besten Weiterweg zu finden. Genau genommen ist man am Wirtshaus bereits an der Stelle vorbeigelaufen, an der laut Karte der höher am Hang verlaufende Fußweg von der Fahrstraße abzweigt, aber bei einem Wegweiser kurz vor dem Haus war zunächst kein Weg zu erkennen. Deshalb bin ich dann erst direkt hinter dem Haus nach rechts abgebogen, wo es auf einer Trittspur nicht weit bis zu dem markierten Weg war. Da alle Wegvarianten aber in der Nähe der Abzweigung des Rotwand-Wegs vom Hüttenzustieg wieder zusammentreffen, ist es auch nicht unbedingt nötig, diesen Steig zu benutzen. Schöner als der Fahrweg ist er allerdings schon. Er führt, meist durch Wald und später nur mehr wenig ansteigend, zu der beschilderten Abzweigung des Rotwand-Steigs. Ohne den Wegweiser wäre der Pfad auf den ersten Metern wohl schwer zu entdecken, er wird aber bald deutlicher und ist dann nirgends mehr zu verfehlen. Trotzdem handelt es sich oft nur um einen schmalen und lehmigen Pfad, was bei Trockenheit kein Problem darstellt; bei Nässe dürfte er sich aber in eine perfekte Sommerrodelbahn verwandeln. Nach 200 Höhenmetern liegen auf einem Absatz die Söllnerhütten mit sehr schönem Ausblick auf die Gipfel über dem Tal des Balschtebachs, wo zugleich auch der weitere Wegverlauf zur Rotwand zu überblicken ist. |
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| Eine der Söllner-Holzhütten mit Balschtesattel und Rotwand im Hintergrund (Zum Vergrößern auf die Originalgröße von 1024x768 auf das Bild klicken - es wird ein neues Fenster geöffnet) | ||
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| Wolfebnerspitzen und Östliche Plattenspitze über dem Westteil des Balschtekars | ||
| Von dem locker bewaldeten Grasabsatz geht es immer im Bereich des WSW-Rückens direkt auf den Gipfel der Rotwand zu. Von unten sind bereits die großen Plattenlagen am Gipfelaufbau zu erkennen. Diese führen dazu, daß der Rücken nach links hin fast durchgehend mit einer zwar nicht hohen, aber steilen Felsstufe abbricht, während auf der rechten Seite der Aufstiegshang im oberen Teil selbst von einer kleinen, von einer Plattenkante gebildeten Felsstufe begrenzt wird. Zwischen diesen beiden Felsstufen ermöglicht es aber eine grasige Zone dem Weg, sich dem Gipfel ohne Schwierigkeiten zu nähern. |
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| Beim Aufstieg zur Rotwand, links der Balschtesattel | ||
| Auch unterhalb vom Balschtesattel sind sehr gut die einzelnen Gesteinsschichten zu erkennen, die in bunt gefärbten Streifen zum Sattel heraufziehen. Der vom Balschtesattel ausgehende Anstiegsweg zur Rotwand mündet dann knapp 100m unter dem Gipfel in den Aufstieg von Elbigenalp aus ein. Diese Stelle kann man sich schon einmal für den späteren Weiterweg merken, der dann über diesen Steig zum Balschtesattel und weiter zum Südlichen Söllerkopf führt. Kurz darauf sind die Gipfelfelsen der Rotwand erreicht, wo der grasige Hang endet. Ab hier wird der Aufstieg dafür aber durch eine Seilversicherung erleichtert. Dabei hält sich der Weg größtenteils in einem schrofigen Einschnitt knapp rechts der Abbruchkante zu den Hängen unter dem Balschtesattel. Ohne die Drahtseilhilfe wäre der Anstieg (wobei man auch zuerst direkt an der Kante bleiben kann) mit I zu bewerten, mit Festhalten an den Seilen ist er kein großes Problem. |
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| Blick von der Rotwand auf die Noppenspitze über dem Noppenkar | ||
| Mit dem Erreichen des Gipfels öffnet sich nun auch die Aussicht nach Nordosten, wo allerdings die 2596m hohe Noppenspitze und ihr Südostgrat den freien Blick auf die folgenden Gipfel der Hornbachkette zum allergrößten Teil verdecken. Außerdem ist die Rotwand natürlich ein idealer Aussichtspunkt für das Lechtal und die Lechtaler Alpen. Am schönsten ist der Blick auf diese Berge - wie vom gesamten Südrand der Allgäuer Alpen aus - meistens gegen Abend, weil dann die Lichtverhältnisse am günstigsten sind. Trotzdem hier schon einmal zwei Bilder von den Bergen rund um das Grießltal und von den Sonnenkögeln direkt über dem Lechtal (jeweils mit Feuerspitze und Holzgauer Wetterspitze). Im Westen hat man von der Rotwand schließlich einen perfekten Blick auf die Gipfel im höchsten Teil der Allgäuer Alpen, wovon man sich auf den folgenden Bildern überzeugen kann: Rothornspitze und Strahlkopf mit Hohem Licht im Hintergrund, Ramstallkopf (hinten wieder das Hohe Licht, vorne die südlichen Ausläufer der Hornbachkette) und Großer Krottenkopf über Hermannskarturm und -spitze (ganz hinten Mädelegabel und Trettachspitze). Zuletzt hier noch ein Bild von dem sehr schönen Tiefblick über die Mähder der Südflanke auf Elbigenalp. Im Hinblick auf die Fortsetzung der Tour am interessantesten ist der Blick über den Balschtesattel auf den Südrücken des Südlichen Söllerkopfs. Dieser führt mit mäßiger Steilheit zu einem flacheren Gratstück, hinter dem bereits der Gipfel zu sehen ist. Der Gipfel ist dabei der auch tatsächlich am höchsten erscheinende Punkt, eine Erhebung weiter rechts dahinter gehört dann schon zur Gratfortsetzung in Richtung Nördlichem Söllerkopf. |
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| Südlicher Söllerkopf von der Rotwand | ||
| Zunächst muß man nun von der Rotwand aus zum Balschtesattel absteigen. Leider ist dies aufgrund des durchgehenden Felsriegels nicht auf direktem Weg möglich, so daß statt eines schnellen Abstiegs zum nur wenige Meter entfernten Sattel nach einem Höhenverlust von fast 100 Metern sogar wieder ein Gegenanstieg nötig ist. Auf dem Anstiegsweg geht es dabei zurück bis zu der schon genannten Wegverzweigung, wo eine Unterbrechung der Felsstufe das Erreichen des Hangs unter dem Sattel erlaubt. Weiter oben dürfte ein Abklettern der Felsstufe nur sehr schwierig möglich sein, und selbst wenn es eine Route gibt kann man sie von oben aus sicher kaum entdecken, falls man sie nicht kennt. Insgesamt dauert der Umweg auch nicht wirklich lange. Der Wiederaufstieg zum Sattel über etwas erdiges Gelände ist durchgehend seilversichert, bei trockenen Verhältnissen benötigt man diese Hilfe allerdings nicht unbedingt. Am Balschtesattel trifft man dann zum ersten Mal bei dieser Tour auf den Enzensperger Weg, allerdings nur um ihn zu überqueren und gleich weiter am Südrücken vom Südlichen Söllerkopf anzusteigen. Die folgende Überschreitung des Südlichen Söllerkopfs ist nun der erste weglose Abschnitt der Tour, während der bisherige Teil auch jedem durchschnittlichen Bergwanderer mit etwas Tourenerfahrung zu empfehlen ist. Besonders bei einer Begehung des Enzensperger Wegs sollte man den Abstecher auf die Rotwand bei ausreichender Zeit auf keinen Fall auslassen. |
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| Die Rotwand über dem Balschtesattel; rechts der zu umgehende Felsriegel | ||
| Am Söllerkopf-Südrücken geht es nun über grasiges und gerölldurchsetztes Gelände zunächst ohne Schwierigkeit bis zur ersten Graterhebung. Hier wird der Grat flacher, dafür aber bald auch felsiger. Nach einer ersten kurzen und leichten Kletterstelle (I) gelangt man in die folgende Grateinschartung. Vom steilen Gipfelaufschwung, der mit auffallend gelben Felsen ansetzt, ist man hier nur noch durch einen kurzes felsiges Gratstück getrennt, das einen ziemlich zerrissenen Eindruck macht. Da der Weiterweg ab hier deutlich schwieriger zu werden schien, entschied ich mich erst einmal zu einer längeren (Foto-)Pause, die wegen der im Vergleich zur Rotwand noch verbesserten Ausicht sowieso unumgänglich war. |
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| Luxnacher Sattel und Häselgehrberg. Die schräge Gesteinsschichtung ist hier sogar bei den Gras- und Latschenhängen noch deutlich zu erkennen | ||
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| Der östlichste Teil des Balschtekars. Dazu hier noch jeweils eine Nahaufnahme von den beiden auf dem Bild zu sehenden Gipfeln: Kreuzkarspitze und Balschtespitze | ||
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| Blick über das Balschtekar auf die westliche Hornbachkette | ||
| Da in dem Buch "Bergtouren mit Pfiff" von Günther Laudahn (wo fast dieselbe Tour in umgekehrter Richtung beschrieben ist) empfohlen wird, den folgenden Gratabschnitt rechts und den Gipfelaufschwung später links zu umgehen, hielt ich mich an diese vorgeschlagene Route. Sicher ist dies klettertechnisch auch die einfachste Variante. Der Nachteil ist, daß man beim Abweichen vom Grat in ein teilweise sehr steiles Gelände mit abwechselnd Gras, Erde und Schotter kommt, das nur mit großer Vorsicht und auch nicht wirklich angenehm zu begehen ist. Deshalb würde ich im Nachhinein jedem zunächst auszuprobieren empfehlen, ob er bei der Route direkt über den Grat auf für ihn überwindliche Schwierigkeiten stößt. In diesem Fall kann man immer noch die Umgehungsvariante wählen, ansonsten spart man sich das unangenehme Gelände und hat mit der Route über den Grat sicher auch die interessantere und schönere Route gewählt. Die Anforderungen dürften dem Augenschein nach allerdings zumindest über dem ersten Schwierigkeitsgrad liegen, am schwierigsten sieht es im Bereich der Gipfelscharte aus. |
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| Gipfel des Südlichen Söllerkopfs mit dem letzten Grataufschwung; links ein Teil des rechts umgangenen Gratstücks | ||
| Bei meiner Umgehung in der rechten Flanke war zunächst einmal das Problem, daß das Gelände direkt unterhalb der Gratfelsen sehr steil und schottrig war. Um diese Stelle zu vermeiden, entschied ich mich für einen weiteren Abstieg über ziemlich steiles Gras in die Ostflanke bis zu der Stelle, wo der Schotter unter dem Gratstück endet und die aus der Einschartung vor dem Gipfelaufschwung herabkommende schmale Graszunge erreicht ist. Leider gab es beim folgenden Anstieg über diesen Hang aber nur einzelne Grasbüschel und dazwischen vor allem Erde und etwas Schotter. Insgesamt ist der etwas tiefere Abstieg bestimmt sicherer als eine Querung weiter oben; ohne Bergstöcke, mit denen man sich in einem solchen Gelände noch am besten einen sicheren Halt verschaffen kann, wäre dieser Aufstieg für mich aber nicht in Frage gekommen. Auf dem Bild oben ist die Graszunge unter den gelben Felsen der letzten Scharte vor dem Gipfel gut zu sehen, auf dem Bild unten dagegen der Grashang, über den zunächst der Abstieg verläuft. Man kann jeweils auch gerade noch erahnen, daß sich die beiden Grashänge in der rechten bzw. linken unteren Ecke des Bilds treffen. |
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| Rückblick auf den Abstiegs-Grashang, der aus der Scharte nach der ersten kurzen Kletterstelle herabkommt | ||
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| Die Scharte unter dem Gipfelaufschwung | ||
| Nach dieser etwas unangenehmen und auch zeitaufwendigen Passage kam ich schließlich direkt in der Gipfelscharte aus, an der die Felsen eine eigenartige gelbbraune Farbe haben. Auf der anderen Gratseite mündet in diese Scharte eine steile Rinne mit gerölligem und zum Teil auch erdigem Boden. Dieses Geröllgelände setzt sich in Form einer Abdachung links vom Grat fort, die unter dem Gipfelaufschwung und den Gipfelfelsen hindurch zum Grat knapp nördlich des Gipfels führt. Dadurch bietet sie eine leichtere Variante zur Kletterei direkt über den Grataufschwung zum Gipfel, die aber größtenteils auch nicht übermäßig schwer aussieht, wie dieses in der Scharte aufgenommene Foto des Grataufschwungs verdeutlicht. Allerdings weist die vereinzelt auch schrofendurchsetzte Geröllabdachung besonders zu Beginn eine nicht zu vernachlässigende Neigung auf, die wiederum einen bequemen Anstieg verhindert. |
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| Blick von der Gipfelscharte auf die in die Westflanke eingelagerte Abdachung | ||
| Zunächst geht es nun leicht absteigend einige Schritte über das Schotter- und Erdgelände im Bereich der Rinne, das letztlich aber nicht ganz so steil ist wie es zuerst aussieht. Damit ist dann das breite Gerölldach erreicht, das zu Beginn aber noch sehr steil ist. Deshalb ist es ganz angenehm, sich nach Möglichkeit im Bereich der Schrofen zu halten, die hier an einigen Stellen aus dem Geröll herausragen. Leider sind sie etwas ungünstig geschichtet und bieten deshalb keine Griffe, die das Vorankommen auf dem gerölligen Gelände beschleunigen würden (hier ein nach dem ersten kurzen Wiederanstieg entlang einer solchen felsigen Stelle aufgenommener Rückblick auf die Scharte). Im Verlauf der weiteren leicht ansteigenden Querung werden dann die begrünten Stellen immer häufiger und der Hang wird flacher, so daß schließlich nach dem Ende der Gipfelfelsen der Aufstieg zum Grat ohne Schwierigkeit möglich ist. Man erreicht dabei den Nordgrat nur wenige Schritte vom Gipfel entfernt. Vom höchsten Punkt aus kann man dann den Südgrat auch von oben betrachten, insbesondere den Gipfelaufschwung und den Grat von der Gipfelscharte bis zur Rotwand. |
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| Noppenkar mit Noppenspitze Dazu noch ein größeres Foto von der Südwestflanke der Noppenspitze, durch die die übliche Aufstiegsroute führt | ||
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| Großer Krottenkopf und Marchspitze über den Wolfebnerspitzen | ||
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| Fortsetzung des Panoramas zu den Platten- und Ilfenspitzen; links hinten nochmals die Marchspitze | ||
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| Blick über einen plattigen Gratturm und den Nördlichen Söllerkopf hinweg zur Kreuzkarspitze | ||
| Nach einer Gipfelpause mit sehr interessanter Aussicht, von der die obigen Bilder hoffentlich einen guten Eindruck geben, wird die Überschreitung des Südlichen Söllerkopfs jetzt mit dem Abstieg über den Nordgrat vollendet. Dieser führt in die Scharte vor einer Graterhebung, die nach Süden hin mit einer steilen Plattenwand abbricht. Diese Erhebung sorgt dafür, daß der Grat zwischen Nördlichem und Südlichem Söllerkopf zwei ausgeprägte Scharten aufweist, von denen die näher am nördlichen Gipfel gelegene allerdings noch etwas tiefer liegt. Deshalb wird der Südliche Söllerkopf genau genommen nicht über die kompletten Grate überschritten, sondern man verläßt den Nordgrat bei der Scharte vor dem plattigen Turm über einen Geröllhang nach links ins Balschtekar. Der Abstieg über den Nordgrat ist dabei vom Gesamtanspruch her deutlich leichter als der Aufstieg am Südgrat. Er verläuft über Geröll und einige einfache Schrofenpassagen (maximal I), wobei man gerade im Abstieg immer leicht die beste Route erkennt. Im unteren Teil hält man sich am günstigsten einige Meter links vom Grat und erreicht so schon bald die geröllbedeckte flache Scharte (hier ein Rückblick aus der Scharte auf den Abstiegsgrat). |
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| Knapp oberhalb der Scharte vor dem folgenden Gratturm, an dem die Plattenlagen exakt genauso ausgerichtet sind wie im Hintergrund an der Noppenspitze | ||
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| Der Häselgehrberg vor den Lechtaler Alpen Dazu passend noch ein genaueres Bild vom Häselgehrberg und seinem Felsabbruch über dem Luxnacher Sattel | ||
| Der weitere Abstieg über den an der Scharte beginnenden, anfangs ziemlich schmalen Geröllhang macht dann wieder weniger Spaß als der Abstieg über die leichten Schrofen am Grat. Für einen schnellen Abstieg ist das Geröll nämlich nur an wenigen Stellen geeignet und an einigen Abschnitten im oberen Teil ist es so lose und steil, daß sich beim Auftreten gleich die gesamte nähere Umgebung mit zunehmender Geschwindigkeit in Richtung Balschtekar in Bewegung setzt. Was im Abstieg schon stört, wird im Aufstieg sicher erst recht keine Freude sein, und deshalb ist die Süd-Nord-Richtung bei der Überschreitung vom Südlichen Söllerkopf mit Sicherheit die bessere. Der Hauptteil des Anstiegs ist dabei ja schon bei der ersten Graterhebung nach dem Balschtesattel erledigt, und bis dorthin ist das Gelände sehr angenehm. Am Ende der Felsen vom Verbindungsgrat der Söllerköpfe mündet der schmale Geröllhang dann in die ausgedehnten Geröllfelder am Ostrand des Balschtekars ein. Hier wird auch nicht weit entfernt der Enzensperger Weg wieder sichtbar, der vom Balschtesattel ausgehend den Hang unterhalb vom Südlichen Söllerkopf gequert hat. Er erleichtert im folgenden die Wegstrecke vom Ostteil in den mittleren Teil des Balschtekars, wo der übliche Aufstieg zur Balschtespitze beginnt. |
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| Der Schöneckerkopf, der letzte Gipfel der Tour, mit der späteren Aufstiegsseite | ||
| Nicht nur von den Gipfeln über dem Balschtekar aus hat man eine hervorragende Aussicht, sondern gerade auch im Kar selbst ist der Blick auf die Berge seiner Umrahmung eindrucksvoll. Die sehr lange Querung des Balschtekars bei einer Begehung des Enzensperger Wegs wird deshalb garantiert nicht langweilig. Über dem mittleren Teil des Kars fehlt ein höherer Felsgipfel, deshalb fallen besonders die senkrechten Wände der Wolfebnerspitzen im Westen und die Felsumrahmung des östlichen Karbeckens auf. Aus diesem Gebiet hier noch jeweils ein Foto von der Südwestseite der Kreuzkarspitze und vom Nördlichen Söllerkopf mit seiner langgezogenen Westwand. |
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| Südliche und Nördliche Wolfebnerspitze von Osten | ||
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| Im innersten Winkel am Westrand des Balschtekars ziehen die Geröllhänge weit an der Östlichen Plattenspitze empor. Links hinter ihr die Südliche Ilfenspitze | ||
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| Rückblick auf den Südlichen Söllerkopf. Links vom Gipfel (von dem es hier noch ein größeres Foto gibt) der Abstiegsgrat und -geröllhang. Die Scharte rechts vom Gipfel ist der Punkt, ab dem die Aufstiegsroute wieder diesseits vom Grat über den schrägen Geröllabsatz verläuft. Unter der Scharte ist gut die in sie einmündende Steilrinne zu erkennen | ||
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| Auf dem Enzensperger Weg mit Blick auf Wolfebnerspitzen, Östliche Plattenspitze und Schöneckerkopf | ||