Unterhalb des Gipfelaufbaus der Sattelkarspitze stehen im Verbindungsgrat zur Wolekleskarspitze zwei zerrissene, auffällige Türme, auf die in Richtung Wolekleskarspitze eine deutlich sanftere Graterhebung folgt. Da sich eine Überkletterung des Grats sowohl im umittelbaren Gipfelbereich der Sattelkarspitze als auch bei den Türmen nicht empfiehlt, weicht man bis zum Geröllhang in der Ostflanke am Fuß der beiden Türme besser auf eine der bei der
Sattelkarspitze beschriebenen Routen aus. Von der Geröllfläche aus ist die Grathöhe zwischen dem unteren Turm und der sanfteren Erhebung, die sich aus dieser Richtung mit plattigem Fels zeigt, über einfache Schrofen (I) gut erreichbar. Auf dem Grat geht es ohne Schwierigkeit über die kleine Erhebung in die nächste Einschartung. Der folgende Gratteil wird am bequemsten im Schuttgelände der Nordwestseite ab- und wieder aufsteigend umgangen. Der Grat kann so bei der tiefsten Scharte zwischen Sattelkarspitze und Wolekleskarspitze wieder erreicht werden.
Auch im Folgenden ist es bis zum Vorgipfel der Wolekleskarspitze am leichtesten, auf der Nordwestseite des Grats zu bleiben. Hier befinden sich über längere Strecken ausgedehnte Geröllflächen, im oberen Gratteil z.T. schmalere Bänder. Bis zum Vorgipfel liegt die Schwierigkeit auf der leichtesten Route maximal bei I.
Der Übergang zum Hauptgipfel ist etwas anspruchsvoller (II). Wenige Schritte nach dem Vorgipfel folgt ein schmales Gratstück, wobei die Gratkante selbst aus lockeren Felsen besteht. Es kann überklettert werden, besser ist aber wohl die Umgehung in der steilen Nordwestflanke über schrofendurchsetztes Geröll. Anschließend sind der Grat bzw. seine Nordwestseite wieder angenehmer begehbar. Den steilen Felsen nach der letzten Einschartung vor dem Hauptgipfel weicht man am besten links auf einem schmalen Band oder zunächst auf das Geröll der Nordwestseite absteigend aus.