| Üntscheller (2139m) |
Der Üntscheller ist der einzige Gipfel der Baader Bergumrahmung, der dem Hauptgrat auf der Seite des Bregenzer Achen-Tals vorgelagert ist. Dadurch stellt er einen hervorragenden Aussichtspunkt dar, zum einen auf das Tal rund um Schoppernau, zum anderen auf die gegenüberliegenden Gipfel des Bregenzer Waldes wie die Kanisfluh und vor allem die Zitterklapfengruppe mit ihren scharfkantigen Fels- und Steilgrastürmen. Da der Üntscheller die in seiner Nähe gelegenen Gipfel im Hauptkamm der Baader Bergumrahmung in der Höhe übertrifft, bietet sich auch eine lohnende Aussicht auf die Allgäuer Berge. Mit diesem Hauptkamm ist der Üntscheller über das Häfnerjoch verbunden, an dem das Schrecksbachtal endet. Dieses bildet einen Halbkreis um den Gipfel: Die Quelle des Schrecksbachs liegt östlich vom Üntscheller, seine Mündung in die Bregenzer Ache oberhalb von Schoppernau genau im Westen. Von den zahlreichen weiteren Namen und Schreibweisen dieses Gipfels ist am häufigsten die Bezeichnung "Üntschenspitze" zu finden, oder auch "Vordere Üntschenspitze" zur besseren Unterscheidung von der Hinteren Üntschenspitze. |
| Gipfeldaten |
| | Interessant besonders für: | Bergwanderer, Bergsteiger |
| | Charakter: | Grasgipfel |
| | Andere Namen / Schreibweisen: |
Üntscheler Üntschenspitze (wegen der fehlenden Unterscheidung von der Hinteren Üntschenspitze etwas unpraktisch) Vordere Üntschenspitze Üntschellerspitze Ünschellerspitze Ünschelerspitze Üntschelspitze Ünscheler Untscheller Üntschelespitze Uenschellerspitze Üntschen |
| | Nachbargipfel: | Güntlispitze (im Osten gegenüber vom Häfnerjoch) |
| | Übersichtskarte: |
Walsertaler Berge Süd (Baader Bergumrahmung) Lage des Gipfels auf der Gesamtübersichtskarte |
| | Platz in der Höhenrangliste der Allgäuer Alpen: | 140 |
| Anstiege & Tourenbeschreibungen |
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Aufstieg vom Derrajoch / Übergang von der Güntlispitze: Vom Derrajoch kommend (hierher von Baad aus durch Aufstieg im Derratal oder vom Starzeljoch aus nach der Hochstarzel-Überschreitung) hat man zwei Möglichkeiten für den Weiterweg zum Häfnerjoch, wo der eigentliche Gipfelanstieg zum Üntscheller beginnt: Entweder steigt man zunächst knapp 200 Höhenmeter zum Weg im Schrecksbachtal ab, der zum Häfnerjoch führt, oder man überschreitet die Güntlispitze. Bei beiden Varianten geht es ausschließlich über unschwierige Wanderwege. Für eine weglose Querung vom Derra- zum Häfnerjoch ohne Höhenverlust ist die Nordwestflanke der Güntlispitze zu steil. Die empfehlenswertere der beiden genannten Möglichkeiten ist - auch für den Rückweg - der Weg über die Güntlispitze: Der zwischenzeitliche Höhenverlust ist geringer, die Route ist aussichtsreicher als die im Schrecksbachtal und vor allem sind die nötigen Aufstiegsmeter nicht an einem Stück zu bewältigen, sondern durch den Abstieg von der Güntlispitze zum Häfnerjoch angenehm aufgeteilt. Nach dem Aufstieg über den markierten Weg zur Güntlispitze (siehe dort) geht es zunächst wenige Meter nach Südwesten zu einem Vorgipfel, wo der Kamm des Üntschellers vom Hauptgrat der Baader Bergumrahmung abzweigt (dieser führt hier nach Südosten weiter zur Hinteren Üntschenspitze). Von dieser Stelle an führt der Weg immer in Richtung auf den Üntscheller-Gipfel über den breiten Grasrücken zum Häfnerjoch hinunter. Kurz vor den Joch mündet der Weg aus dem Schrecksbachtal ein, am Häfnerjoch selbst kommt von links der Anstieg von Hopfreben herauf. Hier beginnt nun der eigentliche, noch 150 Höhenmeter lange Anstieg zum Üntscheller. Der Weg bereitet keinerlei Schwierigkeiten und führt, meist mit angenehmer geringer Steigung, im Bereich des grasigen Südwestkamms zum Gipfel. Nur bei einer Gratstufe ist einmal ein etwas anstrengenderes, steileres Stück zu überwinden. |
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Weitere Möglichkeiten: Das Häfnerjoch als Ausgangspunkt für den Gipfelanstieg auf dem markierten Weg ist wie schon angedeutet auch auf den folgenden Wanderwegen zu erreichen: Von Schoppernau aus durch das gesamte Schrecksbachtal und vorbei an der Pisialpe, sowie von Hopfreben (sowohl von Vorderhopfreben wie von Hinterhopfreben / Bad Hopfreben) aus über die Südwesthänge. Eine interessante und lohnende weglose Route für erfahrene Bergsteiger könnte der grasige Westgrat sein, der im untersten Teil (oberhalb der Häusergruppe von Ünschele) allerdings in steilen Wald übergeht und deshalb wohl besser für den Abstieg geeignet ist. Dabei dürfte der oberste Teil dann umso schöner sein, wo es mit ständigem Tiefblick auf Schoppernau und das Tal der Bregenzer Ache über einige schmale Grathöcker hinabgeht. Zumindest vom Gipfel aus gesehen scheinen diese aber nicht allzu schwierig zu sein. Bei einem Aufstieg von Schoppernau durchs Schrecksbachtal wäre so eine schöne Rundtour möglich. |
| Fotos |
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