Vielleicht der bekannteste Gipfel der Allgäuer Alpen überhaupt, obwohl es sich eigentlich nur um eine untergeordnete Erhebung handelt, die zudem von keinem Tal aus gesehen besonders auffallen würde. Auch geographisch nimmt der Nebelhorn-Gipfel keine herausragende Stellung ein: Der Grat zum Rubihorn zweigt erst beim Gundkopf vom Verlauf des Trennungskamms von Iller- und Ostrachtal ab, der Grat zum Großen Daumen dagegen bereits weiter östlich des Nebelhorns. Die nächsten Erhebungen des östlichen Gratverlaufs übertreffen zudem die Höhe des Nebelhorns bereits und das Nebelhorn zählt nicht einmal zu den 100 höchsten Gipfeln der Allgäuer Alpen.
Grund für die Bekanntheit des Nebelhorns sind vielmehr die Nähe zu Oberstdorf in Verbindung mit der bequemen Erreichbarkeit durch das Faltenbachtal sowie die Nebelhornbahn, die den Gipfel auch für alle Nicht-Wanderer erschließt. Die Bahn eröffnet außerdem den Zugang in das von Oberstdorf aus am schnellsten erreichbare Skigebiet, da sich die Talstation direkt im Ortsgebiet befindet. Bekannt und in der Tat sehr lohnend ist die Aussicht vom Gipfel mit einem guten Überblick über die Allgäuer Alpen, wobei sich viele Gipfel von ihren jeweils eindrucksvollsten Seiten zeigen.