Nicht weit von der Stelle, wo vom Kammverlauf Sulzspitze - Neunerköpfle der Seitengrat mit dem Lochgehrenkopf abzweigt, bildet der Kamm ein kleines, aber markantes Horn aus: die Lochgehrenspitze. Sie ist bis zum Gipfel hin grasbewachsen und teilweise durch typische Erosionshänge gekennzeichnet. Vor allem die Westflanke, also die Vilsalpsee-Seite, weist mehrere tief erodierte, erdige Steilrinnen auf.
Interessant ist auch das Profil des Grats zwischen Lochgehrenspitze und Sulzspitze, besonders wenn man den Kamm von Westen her betrachtet. Die Grateinschartung zwischen der Lochgehrenspitze und dem Aufschwung im Nordgrat der Sulzspitze, die aus mehreren Scharten zwischen kleinen Gratköpfen besteht, scheint von der Erosion aus einem ehemals gleichmäßigen Gratverlauf herausgefressen worden zu sein - jedenfalls würde eine gerade Gratlinie vom Gipfel der Lochgehrenspitze zum oberen Ende des Nordgrataufschwungs an der Sulzspitze viel besser zum folgenden sanften Gipfelhang der Sulzspitze passen als die gezackte Gratschneide.