| Linkerskopf (2455m) |
Der höchste Grasgipfel der Allgäuer Alpen ist dem felsigen Hauptkamm zwischen Mädelegabel und Biberkopf vorgelagert und zeichnet sich daher durch besonders schöne Nahblicke auf diesem Kammverlauf aus. Auch der lange, grasige Nordgrat zum Heubaum hinunter bietet auf seiner gesamten Länge beeindruckende Ausblicke auf die wilde Umrahmung des Bacherlochs. Umgekehrt sorgt der grüne Linkerskopf beim Blick von den Schafalpen zum Allgäuer Hauptkamm herüber für einen sanfteren Kontrast zu den benachbarten kahlen Felsgipfeln. Der Gipfel selbst ist zwar grasbewachsen und verfügt daher über eine besondere botanische Vielfalt, bricht aber knapp unterhalb mit einer hohen Felsstufe nach Westen zur Rappenseehütte hin ab. Diese Felswand verhindert einen leichten direkten Zugang von der Hütte aus, so dass der Linkerskopf trotz der Hüttennähe und der lohnenden Aussicht nicht übermäßig stark besucht wird. |
| Gipfeldaten |
| | Interessant besonders für: | Bergsteiger |
| | Charakter: | Grasgipfel mit Felswänden |
| | Nachbargipfel: | Rotgundspitze (im Südosten) |
| | Vorgipfel: | im Nordrücken (2074m), Heubaum (1713-1779m, Hochfläche am Ende des Nordrückens), Mußkopf im Westen (1969m) |
| | Übersichtskarte: |
Rappenalpen Lage des Gipfels auf der Gesamtübersichtskarte |
| | Platz in der Höhenrangliste der Allgäuer Alpen: | 43 |
| Anstiege & Tourenbeschreibungen |
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Aufstieg über Heubaum und Nordgrat: Von Faistenoy über die Straße ins Rappenalptal oder über Einödsbach zur Petersalpe (Anfahrt per Rad über die Breitengehrenalpe im Rappenalptal) und entweder weglos oder (wenn man ihn findet) auf einem kleinen Pfad etwas ansteigend nach Nordosten. Für den weglosen Aufstieg zum Beginn des Linkerskopf-Nordgrats muss man sich eine möglichst günstige Route suchen, am besten ist wohl der freie Grashang kurz vor dem Ende der Flanke und des Steigs geeignet. Über steiles, dafür aber sehr langes und saftiges Gras geht es ziemlich anstrengend hinauf zum fast ebenen Beginn (Heubaum) des Nordrückens. Dieser führt zunächst sehr breit, dann schmaler und steiler zum Punkt 2074 und nach einem kurzen Abstieg in eine Einschartung zu einem weiteren Aufschwung. An allen steileren Stellen sind aber im Gras deutliche Trittspuren vorhanden und es gibt nirgendwo besondere Hindernisse. Nach diesem Aufschwung verbreitert sich der Grat wieder zu einem Rücken, allerdings wird das Gras kurz unter dem Gipfel von einem Schrofengürtel unterbrochen. Die Felsen sind teilweise mit abgesplittertem Geröll bedeckt und plattig, so dass es keine guten Griffe gibt und diese Passage etwas unangenehm ist, falls man hier keine Sicherungen vorfindet (im Jahr 1997 etwa gab es hier kein Drahtseil) und nicht die günstigste Route benutzt. Man sollte ab dem Beginn der felsigen Zone die Nordwestflanke vermeiden und sich auf dem breiten Gratrücken eher links halten. Die Schwierigkeits des Aufstiegs liegt bei I. |
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Abstieg über die Nordwestflanke: Für den Abstieg empfiehlt sich die Route über die Enzianhütte. Dazu biegt man sobald die Nordwestflanke in einer Höhe von ca. 2150m flacher wird vom Nordrücken nach Nordwesten ab und gelangt ohne Probleme direkt zur Hütte und von ihr zurück zur Petersalpe. Wählt man diese Variante auch schon als Aufstieg, umgeht man zwar den steilen Anstieg zum Heubaum und die schmaleren Stellen des Nordgrats, aber wegen der nicht zu umgehenden Passage kurz unterhalb des Gipfels wird die Tour dadurch nicht leichter, sondern nur weniger schön und abwechslungsreich! |
| Fotos |
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