| Höchster Kackenkopf (1560m) |
Die Kackenköpfe, die auch "Ghagenköpfe" oder "Khagenköpfe" genannt werden, besitzen drei ausgeprägtere Gipfel, von denen der am weitesten östlich gelegene mit 1560m am höchsten ist. Der mittlere Gipfel folgt mit 1558m knapp dahinter, der westliche Gipfel erreicht dagegen nur eine Höhe von 1540m. Die Kackenköpfe bilden den nördlichsten und niedrigsten der parallel verlaufenden Kämme im Gottesackergebiet. Wie alle diese Bergzüge weisen die Kackenköpfe nach Norden hin steile Wandabbrüche auf, während die Südseiten einfachere Aufstiegsmöglichkeiten zu den Gipfeln bieten. Erleichtert wird der Anstieg hier zusätzlich durch eine Forststraße, die an der Osterbergalpe vorbei quer durch die Südhänge der Kackenköpfe verläuft. Von dort aus sind es nur noch etwa 250 Höhenmeter zu den einzelnen Gipfeln. Trotz der Nähe zu Oberstdorf sind die bis zu den Gipfeln bewaldeten Kackenköpfe keine bekannten und häufig besuchten Ziele. Dies mag vor allem daran liegen, dass sie nicht durch Wanderwege erschlossen sind und es so zumindest im Sommer fast unmöglich ist, einen Aufstieg durch die Südflanke zu finden, der nicht durch eines der zahlreichen Brennessel- und Himbeerstrauchfelder führt. Andererseits ist eine Besteigung der Kackenköpfe aufgrund der geringen Höhe eine interessante Tourenmöglichkeit, wenn größere Unternehmungen nicht möglich sind - z.B. bei Schnee in den höheren Lagen oder bei schlechterem Wetter. |
| Gipfeldaten |
| | Interessant besonders für: | Bergsteiger |
| | Charakter: | bewaldeter Gipfel mit steilem Felsabbruch |
| | Andere Namen / Schreibweisen: |
Kackenköpfe - Ostgipfel Vorderer Kackenkopf (Achtung: hier wird der westlichste der drei ausgeprägten Gipfel der Kackenköpfe so bezeichnet) Höchster Ghagenkopf Vorderer Khagenkopf Kackenberg (zusammen mit den anderen Gipfeln) |
| | Nachbargipfel: | Mittlerer Kackenkopf (im Westen) |
| | Vorgipfel: | östlich der Kackenköpfe endet der Bergzug zwischen Breitach und Starzlach mit einigen Waldhügeln, zwischen denen es verschiedene Felsabbrüche und Hochmoorgebiete gibt. Zu diesen kaum ausgeprägten Bergen gehört der Engenkopf (1282m) über der Breitachklamm; der höchste Punkt dieses Gebiets erreicht eine Höhe von 1292m |
| | Übersichtskarte: |
Walsertaler Berge Nord (Gottesackergebiet) Lage des Gipfels auf der Gesamtübersichtskarte |
| | Platz in der Höhenrangliste der Allgäuer Alpen: | 273 |
| Anstiege & Tourenbeschreibungen |
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Aufstieg über die Südflanke: Ausgangspunkt für den weglosen Aufstieg zum Höchsten Kackenkopf durch Wald, Sträucher und über Gras ist die Forst- und Alpstraße, die die Südhänge der Kackenköpfe quert. Bis hierher gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: Zu Fuß ist der Weg am kürzesten von der Straße aus, die von Riezlern zum Hörnlepaß-Wirtshaus führt. Man kann aber auch von Rohrmoos oder von der Sesselalpe östlich der Kackenköpfe aus aufsteigen. Mit dem Fahrrad kommt neben dem Weg von Rohrmoos aus in erster Linie die Anfahrt von Tiefenbach zur Sesselalpe und nördlich(!) um den Engenkopf herum in Frage. Nach dem Verlassen des Forstwegs an einer geeigneten Stelle ca. einen halben Kilometer hinter der Osterbergalpe geht es zunächst über einen nur mäßig steilen Waldhang nach Norden in Richtung Gipfel. An manchen Stellen kann es etwas dauern, bis man ein Durchkommen zwischen den dichten Sträuchern und kleinen Bäumen gefunden hat. Im mittleren Teil des Aufstiegs gibt es weniger Wald und man kann über einen freien Hang aufsteigen. Im Zweifel sollte man sich immer eher rechts halten, um nicht versehentlich auf dem Mittleren Kackenkopf auszukommen. Unterhalb des Gipfels am Ende des Grashangs folgt eine kleine Felsstufe. Entweder weicht man dieser nach rechts aus oder man erreicht an einer Stelle im linken Teil, wo die Stufe weniger felsig und steil und auch nur wenige Meter hoch ist, den darüber gelegenen bewaldeten Gipfelhang. Von dort sind es nur noch etwa 50 Höhenmeter bis zum Gipfel. |
| | Übergang zum Mittleren und Vorderen Kackenkopf und Abstieg nach Südwesten: Da die Tour auf den Höchsten Kackenkopf so kurz ist, bietet sich die zusätzliche Besteigung von Mittlerem und Vorderem Kackenkopf an. Der Übergang vom höchsten zum mittleren Gipfel verläuft durch steilen Wald mit einem Höhenverlust von kaum mehr als 50 Metern. Vom mittleren zum vorderen Gipfel geht es zunächst ebenfalls durch Steilwald, danach zwischenzeitlich mehr durch Gestrüpp, Himbeerranken und Brennesseln. Durch ähnliches Gelände führt auch der direkte Abstieg vom Vorderen Kackenkopf zur Forststraße nach Südwesten. Diese Route kommt natürlich auch als Aufstieg in Betracht. Man kann dabei teilweise den in einigen Karten (z.B. der Topographischen Karte "8627 Einödsbach" vom Bayerischen Landesvermessungsamt im Maßstab 1:25000) eingezeichneten Pfad ausnutzen, der bei einem direkt an der Forststraße gelegenen Jagdhaus beginnt und laut Karte die gesamten Südhänge der Kackenköpfe unterhalb der Gipfel quert. Etwas schneller als vom Jagdhaus aus erreicht man den Pfad, wenn man bereits auf der Wiese vorher ansteigt und dann im Wald sehr bald auf den Steig trifft. Leider ist dieser nur zu Beginn (im westlichen Teil der Kackenkopf-Südflanke) gut zu erkennen und führt durch unangenehme Himbeer- und Brennesselfelder. Abgesehen davon gibt es bei dieser Variante keine wirklichen Schwierigkeiten, es empfiehlt sich allerdings sehr, eine lange und robuste Hose anzuziehen. |
| Fotos |
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