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Aufstieg aus dem Lechtal über die Südwestflanke: Der günstigste Ausgangspunkt für diese Tour ist der kleine Ort Köglen am Ausgang des Scheidbachtals. Wenn man hier keinen Parkplatz findet (zumindest bei meiner Tour war der in der AV-Karte eingezeichnete Parkplatz am Ortseingang abgesperrt), verlängert sich der notwendige Fußweg im Talbereich entsprechend. Es ist dann z.B. möglich, auf der Nebenstraße bis zum Ortsbeginn von Elbigenalp weiterzufahren und dann den einen Kilometer nach Köglen wieder zurückzugehen. Von dort aus geht es zunächst zu dem Fahrweg, der östlich von einem Wall kurz am Scheidbach entlangführt und sich dann nach links wendet. Ca. 150m nach dieser Kurve zweigt ein Steig nach rechts ab, der mit einem roten Holzpfeil an einem Baum einige Meter über der Fahrstraße markiert ist. Nach kurzem Aufstieg trifft er auf eine Forststraße, die sich genau an dieser Stelle verzweigt. Man wählt die Fortsetzung, die nach links oben führt, und erreicht so sehr bald die Fortsetzung des Pfads, die wieder mit einem roten Pfeil markiert ist. Schon nach kurzer Zeit kommt man wieder zu einer Wegverzweigung, diesmal mit einem Wegweiser. Hier geht es nach rechts zu dem mit "Dorfblick" bezeichneten Punkt, wo der Fußweg im Bereich des Scheidbachtals an einer in etwa 1250m Höhe quer verlaufenden Forststraße endet. Die Angabe "ca. 50 Minuten" bis zu dieser Stelle ist zum Glück entweder als Scherz oder für extrem langsame Wanderer gedacht, jedenfalls braucht man vom Wegweiser aus bei zügigem Gehtempo nur ungefähr ein Viertel dieser Zeit. Ab dem Dorfblick folgt man nun der sehr breiten, offensichtlich für ziemlich schwere Fahrzeuge ausgelegten Schotterpiste nach rechts. Nach der Überquerung des Scheidbachtals wendet sie sich nach Osten in die Südflanke vom Häselgehrberg (nicht auf dem kleineren Fahrweg im Talboden weitergehen!). Durch die Kehren der Straße ist das eigentlich sehr schöne Waldgebiet am "Hummelreiser Boden", durch das der Aufstieg nun führt, natürlich schon stark in Mitleidenschaft gezogen. Daß ich hier auch noch auf ein offensichtlich schon älteres Schild mit einem Betretungsverbot getroffen bin, kommentiere ich an dieser Stelle mal nicht weiter. Als Grund waren irgendwelche Bau- oder Forstarbeiten angeführt, von denen aber nirgendwo etwas zu sehen war. Statt dessen scheint es an manchen Tagen einen regen PKW-Verkehr zu der kleinen ebenen Fläche in etwa 1700m Höhe zu geben, wo die Straße endet. Für den Anstieg über die Südwestflanke ist es allerdings nicht sinnvoll, bis dorthin weiterzugehen, da die Steigung der Straße am Ende stark abnimmt und sie sich von der Südwestflanke weiter entfernt. Auch im unteren Abschnitt könnte die Straße zumindest beim Aufstieg gerne etwas steiler sein; hier ist es bei manchen Kehren möglich, sie auf einem auf einem alten, steileren Ziehweg abzukürzen. Für den weiteren Aufstieg verläßt man die Straße am besten bei der letzten Rechtskehre in etwas mehr als 1650m Höhe, oder auch schon bei der vorletzten (ca. 1550m im Bereich der obersten Bäume), wodurch sich allerdings der weglose Abschnitt über die Grashänge der Südwestflanke noch etwas verlängert. In der nach oben hin steiler werdenden Südwestflanke fällt zunächst eine einzelne geröllgefüllte Rinne auf, die den gesamten Hang bis zu seinem Abbruch ins Scheidbachtal durchzieht. Von dem relativ flachen Bereich bei der obersten Kehre der Straße aus ist es entweder möglich, sich sofort stark links zu halten und nach der Überquerung der Rinne immer links von ihr zu bleiben, oder man steigt zuerst noch über den anfangs weniger steilen Hang rechts von der Rinne an. Nach etwa 100 Höhenmetern sollte man die Rinne aber spätestens bei einer zwischenzeitlich flacheren Stelle des Hangs nach links überqueren, da die Überschreitung an den steileren Hangabschnitten nicht problemlos möglich ist und man am Beginn des steilen Gipfelaufbaus in jedem Fall links von der Rinne sein muß. Da der ca. 500 Höhenmeter lange Anstieg über das steile Gras am Ende ziemlich anstrengend wird, lohnt sich definitiv ein früher Aufbruch zu der Tour, weil die Südwestflanke dann noch komplett im Schatten liegt (die genaue Zeit ist natürlich stark von der Jahreszeit abhängig). Etwa 150 Höhenmeter unter dem Gipfel wird der Grashang noch einmal merklich steiler, so daß hier der anspruchsvollste Teil des Aufstiegs zurückzulegen ist. Die Neigung im steilsten Stück (=150 bis 100 Höhenmeter unter dem Gipfel) liegt etwa bei 40-45 Grad. Die Schwierigkeit liegt damit im ersten Grad, selbst wenn es mit Hilfe von Stöcken noch möglich ist, die Passage ohne (direkte) Zuhilfenahme der Hände zu bewältigen. Die beste "Technik" - Hände/Stöcke/Steigeisen) ist aber sicher stark von den Verhältnissen abhängig. Besonders bei langem, saftigen und evtl. noch dazu nassen Gras geht es bestimmt nicht ohne Hände. Wer steile Grashänge nicht mag, sollte den Häselgehrberg sowieso besser nicht besteigen. Wenn man sich den Aufstieg zutraut, hält man sich am besten zuerst etwas links vom Südsporn des Gipfels, der die Grenze zur Felswand auf der Südostseite bildet. Nachdem das steilste Stück überwunden ist, kann man auch einmal direkt vom Sporn aus einen Blick auf diesen Felsabbruch werfen. Über den allmählich wieder flacher werdenden Hang kommt man schließlich fast direkt am Gipfel aus. |