| Grüne Köpfe - Südgipfel (1725m) |
Anders als die relativ geringe Höhe und der Name "Grüne Köpfe" vermuten lassen, handelt es sich hier nicht um prolemlos zu erwandernde Grasberge, sondern um Gipfel, die zu den anspruchsvollsten in den Allgäuer Alpen gehören. Der Südgipfel weist auf seiner Ostseite zwar einen bis zum Gipfel führenden Grashang auf, dieser ist aber extrem steil und an vielen Stellen felsdurchsetzt. Nach allen anderen Richtungen verteidigt sich der Gipfel durch einen mal mehr und mal weniger hohen, aber stets steilen Felsgürtel. Durch die geringe Höhe wachsen auch im Gipfelbereich noch Bäume, die oft kleinere Felsabbrüche verdecken und so den Berg aus der Ferne betrachtet leichter besteigbar erscheinen lassen als er ist. Die Grünen Köpfe stehen etwas im Schatten des wesentlich höheren Diedamskopfs, mit dem der Südgipfel durch einen langen Grat verbunden ist. Trotzdem handelt es sich um ein relativ selbständiges Gipfelpaar, denn der Südgipfel erhebt sich um mehr als 150m über den Sattel zwischen ihm und dem Diedamskopf. Während dieser Sattel selbst breit und eben ist, werden die Grate auf beiden Seiten bald sehr steil und felsig. Durch die geringe Gipfelhöhe und der Steilheit ihrer Flanken sind die Grünen Köpfe schon früh im Jahr schneefrei. Wenn auf den höheren Gipfeln der Allgäuer Alpen noch winterliche Verhältnisse herrschen, bilden sie daher ein interessantes Ziel für Bergsteiger, die auf der Suche nach einer anspruchsvolleren Tourenmöglichkeit sind. Ein Nachteil beim Südgipfel ist allerdings, daß es in der Ostflanke (die sicher die leichteste Aufstiegsroute darstellt) dann noch kein saftiges Gras gibt. |
| Gipfeldaten |
| | Interessant besonders für: | Bergsteiger |
| | Charakter: | bewaldeter Felsgipfel mit Steilgrasflanken |
| | Andere Namen / Schreibweisen: | Murenköpfe (als Sammelbezeichnung für die Erhebungen im Norden vom Diedamskopf einschließlich des Mohrenkopfs) |
| | Nachbargipfel: |
Diedamskopf (im Südwesten) Grüne Köpfe - Nordgipfel (im Norden) |
| | Übersichtskarte: |
Walsertaler Berge Mitte (Hochgerachgruppe) Lage des Gipfels auf der Gesamtübersichtskarte |
| | Platz in der Höhenrangliste der Allgäuer Alpen: | 260 |
| Anstiege & Tourenbeschreibungen |
| | Steilgrasgipfel über Schönenbach (Aufstieg über Ostflanke und oberen OSO-Sporn) |
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Umrundung der Grünen Köpfe: Der Sattel südlich vom Südgipfel, der den Übergang vom Kessel der Almisgunten-Alpe ins oberste Subersach-Tal vermittelt, ist von beiden Seiten her relativ leicht über mäßig steile Hänge zu erreichen. Diese sind meist grasig, dazu gibt es auch erdige Stellen, zahlreiche Büsche und besonders etwas unterhalb auch höhere Bäume. Bequemer ist der Aufstieg von Westen her, weil man dann einen bei der Almisgunten-Alp beginnenden Steig benutzen kann, der leicht ansteigend den Alpkessel bis zum Sattel quert. Zur Alpe gelangt man von Schönenbach aus auf einem beschilderten Alp(fahr)weg oder auch - praktisch ohne Höhenverlust - über den Sattel südlich vom Mohrenkopf. Auf der Ostseite des Sattels am Südgipfel der Grünen Köpfe befindet sich direkt unterhalb ein Jagd-Sperrgebiet. Auch wenn das Betretungsverbot in den Sommermonaten nicht gilt, ist ein Weiterweg hier nicht gut möglich, weil es fast durchgehend mit einem über zwei Meter hohen Zaun abgesperrt ist. Der geeignetste Abstieg führt daher, anfangs ziemlich steil, immer in nordöstlicher Richtung unter den steilen Gipfelflanken der Grünen Köpfe hindurch (nach Passieren vom unteren Ende des Felsriegels, der die Gratstufe nördlich vom Sattel bildet, wäre hier die Möglichkeit zur Besteigung der beiden Gipfel gegeben) bis zum Fahrweg im Subersachtal. Dabei geht es fast immer über freie Grashänge mit angenehmer Steilheit, zwischendurch auch einmal durch Wald und zuletzt evtl. durch ein krautbewachsenes Gebiet. Bei einem Anstieg von Osten her sollte man dementsprechend den Weg im Tal nicht erst bei der Brücke über die Subersach kurz vor der Miesbodenalpe verlassen, sondern schon etwa 1km früher bei einer freien Wiesenfläche noch vor der Fallinie vom Nordgipfel der Grünen Köpfe. |
| Fotos |
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