Der Name "Geierköpfle" wird eigentlich meistens für einen Punkt weiter im Norden verwendet, wo der von der Roten Spitze kommende Grat endgültig zum Vilsalpsee hin abfällt. Es ist auch durchaus nachvollziehbar, daß der Gipfelpunkt der direkt über dem See aufragenden Steilflanke einen eigenen Namen bekommen hat, allerdings ist aufgrund des mehrfach verzweigten Verlaufs des auch oberhalb der Steilflanke schon stetig absinkenden Grats kein eindeutiger Gipfelpunkt vorhanden (auch wenn ein Geländepunkt mit 1872m vermessen ist). Die Bezeichnung Geierköpfle bezieht sich daher eher auf den Bergstock als ganzen. Hier wird sie für den weiter südlich gelegenen, deutlich als Gipfel ausgeprägten Punkt verwendet, zu dem vom Traualpsee aus eine lange Felsmauer heraufzieht. Für diesen ca. 2020m hohen Gipfel würde sonst ein Name fehlen.
Charakteristisch für das Geierköpfle ist seine gleichmäßige Grasabdachung im Süden. Als westliche Begrenzung dieser glatten Fläche fällt der Verbindungsgrat zur Roten Spitze zunächst nur langsam zur flachen Einsattelung zwischen den Gipfeln ab, um dann umso steiler zum Gipfel der Roten Spitze anzusteigen. Während der Übergang von der Roten Spitze aus also schwierig ist, ist das Geierköpfle über seine verschiedenen Grasflanken ohne größere Schwierigkeiten zu erreichen.