Ob der Biberkopf die Grenze von 2600 Metern Höhe gerade erreicht oder um einen Meter verpasst, ist zwischen den einzelnen Quellen für die Gipfelhöhe umstritten. Sicher ist aber, dass er damit gerade noch zu den zehn höchsten Gipfeln der Allgäuer Alpen zählt. Außerdem handelt es sich um den am weitesten nach Süden vorgeschobenen Gipfel des Allgäuer Hauptkamms, über den die Grenze zwischen Deutschland und Österreich verläuft. Dennoch gibt es noch eine südlicher gelegene Stelle in Deutschland, nämlich beim Dreiländereck Bayern - Tirol - Vorarlberg zwischen Haldenwanger Kopf und Gehrner Berg.
Aus dem oberen Lechtal würde man den Biberkopf kaum wiedererkennen, falls man ihn nur von der Oberstdorfer Seite her kennt (und umgekehrt) - hier weist er glatte, steil aufgerichtete Plattentafeln auf, dort eine Schrofen- und Geröllflanke, die einen weit weniger spektakulären Anblick bietet. Als Eckpfeiler des Hauptkamms über dem stark eingesenkten Gelände beim Schrofenpass wirkt der Gipfel vom Hochtannberggebiet aus besonders eindrucksvoll. Der Blick von dort auf den Biberkopf gehört zu den einprägsamsten Gipfelbildern in den Allgäuer Alpen. Dazu bieten die Platten am südwestseitigen Gipfelaufbau gute Voraussetzungen für interessante Kletterrouten. Deutlich ruhiger ist es im Südosten und im Osten des Bergs, wohin keiner der bekannten und häufig begangenen Wege führt und keine der üblichen Anstiegsrouten zum Gipfel verläuft.
Auf der Südwestseite des Biberkopfs liegt auf einer Höhe von über 1500 Metern der kleine Ort Lechleiten. Damit muss trotz der herausragenden Höhe des Gipfels kein allzu großer Höhenunterschied bewältigt werden, wenn man hier startet. Bei einem Aufstieg von der Oberstdorfer Seite aus fällt die Höhendifferenz zwar deutlich größer aus, es steht aber die Rappenseehütte als Zwischenstützpunkt zur Vefürgung.