Ammergauer Alpen


Über den Kohlbergkamm zum Daniel

Lähn - Nötsche - Zigerstein - Kohlbergspitze (2202m) - Zahn (2110m) - Kesseljoch (2126m) - Pitzenegg (2174m) - Wiesjoch - Plattberg/Hochschrutte (2247m) - Kleines Pfutjöchle - Großes Pfutjöchle (2196m) - Hebertaljoch - Büchsentaljoch (2243m) - Upsspitze (2332m) - Daniel (2340m) - Upsspitze - Grüner Ups - Bichlbacher Alm - Lähn




Der Hauptkamm der Ammergauer Alpen läßt sich von Lähn aus in einer langen Tour überschreiten, bei der man trotz der Länge der Grattour problemlos wieder zum Ausgangspunkt zurück gelangt. Von der Kohlbergspitze bis zum Daniel, die sechs Kilometer voneinander entfernt liegen, werden dabei neun Gipfel - darunter die höchsten der Ammergauer Alpen - bestiegen; bei einer sehr großzügigen Zählweise könnte man mit dem Zigerstein und dem Kleinen Pfutjöchle sogar auf elf kommen. Um auch noch genügend Zeit für Gipfelpausen zu haben, sollte man dementsprechend früh aufbrechen. Besonders ist die Tour für den Frühsommer geeignet: dann ist es lange hell und die Route ist im Vergleich zu anderen Touren in ähnlicher Höhenlage aufgrund der Südausrichtung sehr schnell schneefrei.
In Lähn beginnt am westlichen Ortsende (Parkmöglichkeit wenige Meter vor dem Ort) eine Forststraße, die in einigen Kehren zum Nötsche, einer kleinen Waldlichtung am Südhang der Kohlbergspitze, hinaufführt. Man folgt dabei zu Beginn immer dem Wegweiser zur Bichlbacher Alm über den Fahrweg (nicht zur Kohlbergspitze), später nach einer großen Linkskehre, wo der Weg flacher wird, dem unbeschilderten Fahrweg weiter geradeaus und nicht scharf rechts in Richtung Bichlbacher Alm. Am Nötsche endet der Fahrweg an einer Wegkreuzung: Es kommt ein Steig von Bichlbach herauf und außerdem gibt es zwei Steige zur Kohlbergspitze. Gleich am Beginn der Lichtung führt der leichte, üblicherweise benutzte Anstieg nach rechts in den Wald hinauf. Wer trittsicher ist und auch dem Zigerstein (auch "Zingerstein"), einem relativ breiten und niedrigen Felturm in der Südwestflanke der Kohlbergspitze, einen Besuch abstatten will, sollte die im folgenden beschriebene zweite Möglichkeit wählen. An heißen Tagen hat das zudem den Vorteil, daß es auf der Westseite der Kohlbergspitze morgens länger schattig ist.
Zum Zigerstein folgt man am Nötsche zunächst dem Wegweiser nach Bichlbach zur hinteren rechten Ecke der Lichtung (aus der bisherigen Aufstiegsrichtung gesehen), wo man in geringer Entfernung einen weiteren Wegweiser sieht. Der markierte und überall deutliche Weg über den Zigerstein zur Kohlbergspitze quert von hier durch Wald und über über ein größeres Latschenfeld - ein Stück links unterhalb wird kurz das Dach der Jagdhütte Kirchennötsche sichtbar - bis unter die Felsen auf der Südwestseite der Kohlbergspitze. Abwechselnd ansteigend und wieder querend geht es nun auf Schuttabsätzen zwischen den Felsstufen der Flanken hindurch und einige Schotterrinnen querend bis unter den Zigerstein. Eine kurze Schrofenrinne, die keine Probleme bereitet, führt in die Scharte, die den Zigerstein vom Massiv der Kohlbergspitze trennt.
Querung auf den Zigerstein zu
 
Querung auf den Zigerstein zu
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Den Aufstieg zum Kreuz auf dem Zigerstein, der kaum mehr als eine Minute dauert, sollte man sich natürlich nicht entgehen lassen. Dazu geht man über ein paar Schrofen bis zur steilen, schon direkt unter dem Gipfel liegenden Felsstufe, die einen direkten Aufstieg von dieser Seite verwehrt. Auf einem teils plattigen, teils geröllbedeckten Band kann man aber wie auf einer Wendeltreppe zum Gipfel gelangen, den man schließlich genau von der entgegengesetzten Seite her betritt. Die leicht abschüssigen plattigen Stellen des Bands sind dabei seilgesichert, zumindest bei trockenem Fels könnten sie aber auch ohne das Seil ohne größere Schwierigkeiten überquert werden.
Der Zigerstein mit der Aufstiegsseite
 
Der Zigerstein mit der Aufstiegsseite
 
Vom Zigerstein-Gipfel aus bietet sich ein guter Überblick (Foto) über einen Teil des folgenden Aufstieg zur Kohlbergspitze, wobei die meist schottrig-schrofige Flanke allerdings steiler und schwieriger erscheint, als sich der Aufstieg dann wirklich gestaltet. Nach der Rückkehr zur Scharte steigt man zunächst zum nächsten Absatz in der Rippe auf, in deren Verlauf der Zigerstein liegt. Die Steigspuren weichen dem felsigen Bereich unmittelbar an der Rippe dabei nach links aus. Vom Absatz in der Rippe, bei dem auch die letzten Latschen enden, quert man kurz rechts leicht ansteigend zu einer breiten Rinne hinüber, die die gesamte Flanke durchreißt (Foto). Nun geht es auf ihrer in Aufstiegsrichtung linken Seite, immer den guten Markierungen folgend, bis zum Gipfel hinauf. Der gesamte Anstieg über den Zigerstein erfordert hauptsächlich eine gewisse Sicherheit im schottrigen Gelände, die technische Schwierigkeit liegt maximal im unteren ersten Grad und der Anstieg wird natürlich durch den Steig deutlich erleichtert.
Blick von der Kohlbergspitze in die Lechtaler Alpen
 
Blick von der Kohlbergspitze in die Lechtaler Alpen
 
Der Gratverlauf zum Daniel mit seinem im ersten Teil steilen Abbrüchen nach Norden
 
Der Gratverlauf zum Daniel mit seinem im ersten Teil steilen Abbrüchen nach Norden
 
An der Kohlbergspitze beginnt nun die lange Gratüberschreitung zum Daniel, während der man nur zweimal - am Zahn und am Kesseljoch - die Grathöhe kurzzeitig etwas großräumiger umgehen muß, ansonsten aber immer den freien Ausblick sowohl auf den Plansee und die Ammergauer Berge im Norden als auch auf Lechtaler Alpen, Wetterstein und Mieminger Kette auf der anderen Seite hat. Nach dem Kohlberspitz-Gipfel überschreitet man zunächst zwei kleinere grasige Graterhebungen, von denen die erste etwa die gleiche Höhe wie der Gipfel erreichen dürfte. An dieser Stelle ist der Tiefblick über die hier fast senkrecht abstürzende Nordwand besonders eindrucksvoll. Auch wenn der Grat im weiteren Verlauf teilweise schmal wird, gibt es dennoch auf der ganzen Strecke keine extrem ausgesetzten Stellen. Allerdings wird das Gelände beim folgenden Abstieg in die Scharte vor dem Zahn nun an kurzen Abschnitten etwas schrofiger und es gibt einige leichte Kletterstellen. Meist könnte man die Grathöhe auch auf der Südseite direkt unterhalb umgehen. Über leicht geneigte Platten erreicht man schließlich die tiefste Grateinsenkung, aus der sich der Gipfel des Zahns zunächst mit einem Steilaufschwung erhebt.
Abstieg in die Scharte vor dem Zahn
 
Abstieg in die Scharte vor dem Zahn
Weiteres Foto: Die Platten kurz vor der Scharte und der folgende Steilaufschwung

 
Der Aufschwung setzt sich in der rechten Flanke mit einer steilen Felsstufe fort, die jedoch schon bald in einen Schrofen- und Grashang übergeht. Nach wenigen Metern Aufstieg erreicht man an dieser Stelle den grasigen Bereich, der zwischen der erwähnten Felsstufe und der nächsten, von rechts herauf kommenden Felszone zurück zum Hauptgrat zieht. Entweder folgt man ihm zurück zum Grat oder steigt durch Lücken in der oberen Felsstufe etwas direkter zum Gipfel an. Das weglose, einigermaßen steile Gelände erfordert zwar etwas Übung, ist aber nicht wirklich schwierig. Anschließend sind es nur noch weinige Höhenmeter bis zum Gipfel des Zahns.
Zwischen den Felsstufen ist der Aufstieg zurück zum Grat relativ einfach möglich (Rückblick)
 
Zwischen den niedrigen Felsstufen ist der Aufstieg zurück zum Grat relativ einfach möglich (Rückblick)
 
Blick zurück auf den Abstiegsgrat von der Kohlbergspitze
 
Blick zurück auf den Abstiegsgrat von der Kohlbergspitze
 
Der Übergang vom Zahn zum nächsten Gipfel des Kohlbergkamms, dem Kesseljoch, ist der anspruchsvollste Teil der Tour. Zunächst sperrt kurz unter dem Zahn-Gipfel ein Steilabbruch den Grat. Hier führt auf der linken Seite eine kurze, schmale Schrofenrinne mit einer Steilstufe (II) hinab. Da die Rinne gerade an der schwierigen Stelle stark eingeschnitten ist, ist die Passage trotz des rechts befindlichen Steilabfalls aber nicht ausgesetzt (Foto im Rückblick mit der Steilstufe genau über der Bildmitte). Zum Abstieg durch die Rinne sind noch zwei Alternativen zu erkennen: Eine rampenartige, weniger steile, aber mehr schuttgefüllte Rinne auf der rechten Seite des Gratabbruchs sowie ein in die Nordflanke eingelagertes Gras- und Geröllband, das am oberen Westgrat beginnend den gesamten Gipfelkörper des Zahns nordseitig umgeht und am Ostgrat genau unterhalb der Gratstufe ausmündet. Soweit es vom Grat aus zu beurteilen ist, dürfte es auf dem Band keine technischen Schwierigkeiten geben, aufgrund der exponierten Lage über der steilen Nordflanke und der teilweise nicht zu vernachlässigenden Neigung des Bands ist diese Variante aber nur Trittsicheren anzuraten.
Nach dem Steilabbruch: Die Gratfortsetzung zum latschenbewachsenen Kesseljoch
 
Nach dem Steilabbruch: Die Gratfortsetzung zum latschenbewachsenen Kesseljoch
 
Nun geht es am Grat nur noch wenig hinab bis in die Scharte, aus der sich das Kesseljoch mit einem anfangs felsigen Grat erhebt, der einen hohen Steilaufschwung aufweist. Genau wie beim Zahn muss man wieder unterhalb der Felsstufe auf der rechten Gratseite mit etwas Höhenverlust hinabqueren. Die Felsstufe ist allerdings etwas kompakter als am Zahn und deshalb auch etwas schwerer zu überwinden. Möglich wäre es, über dem Kar ziemlich weit bis zum endgültigen Ende der Stufe abzusteigen und dann oberhalb der Stufe zum Grat zurückzugehen. Wesentlich schneller ist die folgende Variante: An der niedrigsten Stelle der Stufe - auf dem Bild oben genau in der Bildmitte - erkennt man eine kleine Nische, zu der man über schrofendurchsetztes Grasgelände aufsteigt. Die auf drei Seiten von etwa 2m hohen Wänden umgebene Felsnische verlässt man nach links, wobei vorteilhaft auch Griffe und Tritte der gegenüber liegenden Begrenzungswand einbezogen werden können. Oberhalb quert man in den Bereich über der hinteren rechten Ecke der Nische, wo man leicht auf ein Grasvorsprung hinaufsteigen kann. Damit ist das obere Ende der Stufe erreicht und über Gras ist der Rückweg zum Hauptgrat nun kein Problem mehr. Der kurze Durchstieg durch die Felsstufe liegt allerdings im ersten bis zweiten Schwierigkeitsgrad. Im obersten Gratteil folgt noch einmal eine überraschend einfache Schrofenkletterei, bevor auch der dritte Gipfel und zugleich der schwierigste Teil der Tour bezwungen ist.
Rückblick vom Kesseljoch auf den bisherigen Gratverlauf
 
Rückblick vom Kesseljoch auf den bisherigen Gratverlauf
Größerer Ausschnitt: Zahngipfel mit der Steilstufe kurz unterhalb des Gipfels

 
Über Pitzenegg, Plattberg und Großes Pfutjöchle zieht der Grat in Richtung Daniel
 
Über Pitzenegg, Plattberg und Großes Pfutjöchle zieht der Grat in Richtung Daniel
 
Der Grat zum Pitzenegg ist zwar weglos, aber auch im felsigen Abschnitt am Gipfelaufbau nicht allzu schwierig
 
Der Grat zum Pitzenegg ist zwar weglos, aber auch im felsigen Abschnitt am Gipfelaufbau nicht allzu schwierig
 
Der Weiterweg in die nur wenig tiefer liegende Einsattelung vor dem Pitzenegg verläuft direkt am Grat mit einigen schrofigen Stellen. Hier wie auch am teilweise felsigen Gipfelaufbau des Pitzeneggs ist noch einmal etwas einfache Kletterei nötig (I).
Blick vom Pitzenegg über das Wiesjoch auf die Gipfel im zweiten Teil der Tour
 
Blick vom Pitzenegg über das Wiesjoch auf die Gipfel im zweiten Teil der Tour
 
Der Übergang vom Pitzenegg zur Hochschrutte (oder "Plattberg") ist einfach und verläuft unmitelbar am meist grasigen Gratrücken. Über eine Platte kurz unter dem Pitzenegg-Gipfel kann man unter Zuhilfenahme einiger Grasbüschel entweder direkt absteigen oder sie rechts auf Trittspuren umgehen. Auch beim Weiterweg über das Wiesjoch zur Hochschrutte finden sich öfter als beim bisherigen Gratübergang Trittspuren und sogar einige Markierungen, im wesentlichen kann man aber von weglosem Gelände ausgehen. Dies ändert sich am Gipfel der Hochschrutte, die von der anderen Seite her öfters bestiegen wird. Nach dem Gipfelstock Daniel/Upsspitze bildet der höchste Punkt des Plattbergs (in der Südflanke sind an mehreren Stellen glatte Platten eingelagert) das zweithöchste Massiv der Ammergauer Alpen.
Der bisher überschrittene Kamm von der Hochschrutte aus gesehen, vorne das Wiesjoch
 
Der bisher überschrittene Kamm von der Hochschrutte aus gesehen, vorne das Wiesjoch
 
Großes Pfutjöchle vor dem Danielmassiv und den deutlich höheren Gipfeln von Wettersteingebirge und Mieminger Kette
 
Großes Pfutjöchle vor dem Danielmassiv und den deutlich höheren Gipfeln von Wettersteingebirge und Mieminger Kette
 
Nach dem Abstieg bis vor die folgende Grateinsenkung, der mit dem üblichen Weg zur Hochschrutte identisch ist, setzt sich der Grat mit der unbedeutenden grasigen Erhebung des Kleinen Pfutjöchles fort. Man kann es entweder zum nächsten Gratsattel hin umgehen oder überschreiten. Gleiches gilt für das folgende, wegen seiner gleichmäßigen Dreiecksform schon vom westlichen Kohlbergkamm auffallende Große Pfutjöchle.
Im Bereich des Kleinen Pfutjöchles: Beim Blick zurück zeigen sich sehr schön die Plattenlagen am Plattberg
 
Im Bereich des Kleinen Pfutjöchles: Beim Blick zurück zeigen sich sehr schön die Plattenlagen am Plattberg
Weiteres Foto: Großes Pfutjöchle von derselben Stelle aus gesehen

 
Ein Steig zieht in der rechten Flanke über ein Geröllfeld am Gipfelaufbau des Großen Pfutjöchles vorbei, lohnender ist aber die Überschreitung auch dieses Gipfels. Der Anstieg am Nordwestrücken ist ebenfalls durch einen Steig erleichtert, der teils etwas rechts unterhalb der Grathöhe verläuft. Schöner kann man aber auch den Grat über eine Schrofenstufen direkt verfolgen (I). Diese Variante treffen bei einer kleinen ebenen Fläche wieder zusammen, von der aus rechts der Südrücken in Richtung Hebertaljoch hinabführt. Der eigentliche Gipfel des Großen Pfutjöchles liegt nicht hier an dem Punkt, an dem die beiden Grate zusammentreffen, sondern ist etwas auf der Nordostseite vorgelagert. Der Übergang, bei dem man etwas die Hände zu Hilfe nehmen muss, ist aber sehr schnell geschafft.
Anschließend geht es über den Südrücken, der zuletzt nach Osten umbiegt und als bequemer Grasrücken ins Hebertaljoch hinabführt, noch einmal hinunter, bevor der letzte große Anstieg der Tour auf dem Programm steht. Die 300 Höhenmeter bis zum Gipfel der Upsspitze werden durch die Überschreitung des Büchsentaljochs in zwei Abschnitte geteilt, wobei der zwischenzeitliche Abstieg allerdings 50 weitere Höhenmeter kostet. Alternativ kann man die Gratüberschreitung im Bereich des Hebertaljochs abbrechen und zur Bichlbacher Alm absteigen.
Beim Aufstieg zum Büchsentaljoch hält sich der Steig erneut meist rechts vom Grat. Wieder ist aber mit etwas Kletterei auch die Beibehaltung der Grathöhe möglich, wobei noch eine relativ ausgeprägte Zwischenerhebung überschritten wird. Auch die mal mehr und mal weniger deutlichen Steige im zweiten Teil der Tour zwischen Pitzenegg und Upsspitze erfordern allerdings an einigen Stellen etwas Trittsicherheit und sind keine bequemen Wanderwege - diese trifft man nur auf den üblichen Anstiegsrouten über die Südseite zur Hochschrutte und zum Gipfelpaar Upsspitze/Daniel an.
Am Büchsentaljoch: Daniel und Upsspitze erheben sich über den Geröllhängen des Büchsentals
 
Am Büchsentaljoch: Daniel und Upsspitze erheben sich über den Geröllhängen des Büchsentals
 
Die Kohlbergspitze (hinten links) als Ausgangspunkt der Kammüberschreitung ist nun schon ziemlich weit entfernt
 
Die Kohlbergspitze (hinten links) als Ausgangspunkt der Kammüberschreitung ist nun schon ziemlich weit entfernt. Vorne der als Variante zum Steig auch direkt zu überschreitende Gratabschnitt vor dem Büchsentaljoch
 
Großes Pfutjöchle mit dem Südrücken links
 
Großes Pfutjöchle mit dem Südrücken links
 
Den Gipfel des Büchsentaljochs umgeht der Weg ebenfalls auf der rechten Gratseite, hier bereitet es aber keinerlei Schwierigkeiten, direkt über den Gipfel zu gehen. In ähnlichem Gelände überquert man die folgende Grateinsenkung, wo von links der Steig aus dem Büchsental heraufkommt, und steigt gegenüber zum Gipfel der Upsspitze auf.
Der Übergang von der Upsspitze zum Daniel dauert nicht lange und ist abgesehen von einer kleinen Felsstufe dicht unter dem Gipfel der Upsspitze, wo man kurz die Hände benutzen muß, leicht.
Rückblick zur Upsspitze beim Übergang zum Daniel
 
Rückblick zur Upsspitze beim Übergang zum Daniel
 
Am höchsten Punkt der Ammergauer Alpen ist das Zugspitzmassiv, das am Morgen bei der Kohlbergspitze noch recht weit entfernt war, nun sehr nahe gerückt. Zudem bietet sich ein schöner Blick auf den Verlauf des Loisachtals bis nach Garmisch-Partenkirchen hinaus.
Am höchsten Punkt der Ammergauern Alpen: Der Danielgipfel mit dem Zugspitzmassiv im Hintergrund
 
Am höchsten Punkt der Ammergauern Alpen: Der Danielgipfel mit dem Zugspitzmassiv im Hintergrund
 
Noch einmal ein Rückblick auf den gesamten Kamm ab dem Doppelgipfel der Kohlbergspitze; in der Bildmitte das Büchsentaljoch
 
Noch einmal ein Rückblick auf den gesamten Kamm ab dem Doppelgipfel der Kohlbergspitze; in der Bildmitte das Büchsentaljoch
Weitere Bilder: Die auf dem Foto noch fehlende Upsspitze / Aus beiden Fotos zusammengesetztes Panoramabild der ganzen Kette (Vielen Dank hierfür an Philipp Gleißner)

 
Da es keine andere Abstiegsmöglichkeit vom Daniel gibt, muss man für den Rückweg nach Lähn zunächst wieder in Richtung Upsspitze zurück. Noch vor dem Gipfelaufbau der Upsspitze zweigt ein Steig zur Tuftlalm (auch "Duftlalm") nach links ab. Diesem sollte man besser nicht folgen (schlechte Rückkehrmöglichkeiten nach Lähn), sondern die wenigen Meter Gegenanstieg bei einer erneuten Überschreitung der Upsspitze in Kauf nehmen.
Zum zweiten Mal auf der Upsspitze: Hinter dem Daniel zieht ein Gewitter über dem Loisachtal auf
 
Zum zweiten Mal auf der Upsspitze: Hinter dem Daniel zieht ein Gewitter über dem Loisachtal auf
 
Hinter dem Gipfel der Upsspitze folgt man noch kurz dem Grat zu einer flacheren Stelle, wo von links ein Geröllhang heraufkommt. Einige Meter links vom Grat befindet sich hier ein Wegweiser, an dem der Abstiegsweg zur Bichlbacher Alm beginnt. Er führt erst über Schutt- und Grashänge, dann durch Latschen zur Ebene "Grüner Ups" hinunter, wo sich der Weg verzweigt. Zur Bichlbacher Alm muss man sich nach rechts wenden und fast auf gleicher Höhe bleibend ein längeres Stück durch die Südwesthänge von Upsspitze und Büchsentaljoch queren, wobei in diesem Bereich mehrere Weg parallel übereinander verlaufen. Schließlich erreicht man, zuletzt durch Wald absteigend, die Bichlbacher Alm. Von hier ist als Abstieg nach Lähn der Weg ausgeschildert, der fast einen Kilometer östlich von Lähn den Talboden erreicht. Günstiger wäre wahrscheinlich, den in der Karte eingezeichneten Weg zu benutzen, der wenig nordwestlich von Lähn wieder auf die Aufstiegsroute trifft. Man findet den Beginn des Steigs, wenn man bei der Alm dem Verlauf des Materiallifts folgt. Auch nach der Überquerung der Fahrstraße zur Alm setzt er sich deutlich fort, ist aber nicht beschildert.
Wählt man wie ich die ausgeschilderte Route, geht es unterhalb der Alm auf einer Forststraße in östliche Richtung, bis bei einem Wegweiser ein Steig nach rechts auf eine Wiese abzweigt. Man muss hier sehr gut auf die Markierungen achten, da auf diesem wie auch auf einem wenig später folgenden Wiesengelände kein Pfad zu erkennen ist. Im ersten Fall sollte man sich eher links halten, auf der zweiten, durch ein kurzes Waldstück von der ersten Wiesenpassage getrennten Grasfläche setzt sich der Weg in einer seichten Einbuchtung am unteren rechten Ende fort. Dann verliert man im Wald zügig an Höhe, überquert den Dristelebach (bei Hochwasser evtl. unangenehm) und erreicht schließlich durch eine Unterführung unter der Außerfernbahn hindurch die Bundesstraße. Den Wegweisern nach Bichlbach folgend wandert man dann meist an der Bahnstrecke entlang nördlich an Lähn vorbei zum Ausgangspunkt zurück.




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