Ammergauer Alpen


Im Klammspitzgebiet

Ammerwald/Sägertalmündung - Brunnenkopfhaus - Brunnenkopf  (1718m) - Kleine  Klammspitze (1882m) - Wintertal - Sefelwand (1724m) - Große Klammspitze (1924m) - Feigenkopf (1867m) - Grubenkopf (1847m) - Hirschwanghütte - Bäckenalmsattel - Ammerwald/Sägertalmündung




Die Tour beginnt am Parkplatz bei der Mündung des Sägertalbachs in die Linder. Wenn man aus Richtung Oberammergau kommt, ist dies nicht der erste beschilderte Parkplatz nach Linderhof, sondern eine knapp zwei Kilometer hinter den Häusern beim Schloß gelegene Schotterfläche. Am Beginn des Parkplatzes zweigt von der Ammerwaldstraße eine Forststraße ab, die auf einer Brücke die Linder überquert. Gleich nach der Brücke nimmt man eine Abzweigung nach rechts und geht auf einer weiteren Forststraße an der Linder entlang. Wo links das flache Waldgelände endet, kommt aus dem Klammspitzgebiet der Einschnitt des Martinsgrabens herab. Dahinter zweigt ein Fahrweg entlang des Grabens ab, der mit einem Schild versehen ist, daß dies keine Aufstiegsroute zu Brunnenkopf und Klammspitzen ist. Um die reguläre Aufstiegsroute zu erreichen, müßte man noch weiter bis Linderhof gehen, es gibt aber auch eine kürzere Möglichkeit: Durch den Waldrücken hinter dem Martinsgraben führt etwa 150 Höhenmeter über der Linder eine in Linderhof beginnende Forststraße, die man in direktem Aufstieg über den Waldhang erreichen kann. Der Hang ist überall (weglos) begehbar, eine gute Anstiegsmöglichkeit ist dabei folgende: Nach der Abzweigung des Martinsgraben-Wegs geht man noch ganz kurz auf dem Weg nach Linderhof weiter, bis an einer kleinen Wiese links des Wegs ein anfangs grasbewachsener, schlecht erkennbarer Ziehweg (Traktorweg) abzweigt. Nach der Wiese wird er im niedrigen Fichten- und Buchenwald deutlicher und führt bis zur erwähnten, als Schotterpiste angelegten Forststraße, wenn auch aufgrund vieler am Boden liegender Äste etwas mühsam.
Auf dem Schotterweg geht es in mehreren Kehren an der Martinswand vorbei zu einem flachen Absatz, der durch die vorspringende Waldkuppe des Roßecks gebildet wird. Hier teilt sich die Schotterpiste in zwei Ziehwege, von denen man dem linken bergwärts folgt. Bei zwei Verzweigungen bleibt man stets am deutlicheren Hauptweg, der in schon ziemlich großer Höhe schließlich zu einem markierten Fußweg wird. Der Waldrücken, der den Aufstieg ab dem Roßeck vermittelt hat, geht schließlich in eine Wiese über, wo der Pfad etwa zehn Meter links von einer Holzschindelhütte (in der BLV-Karte "Diensthütte") einen quer verlaufenden Fahrweg erreicht. Dieser führt nach links weiter ansteigend in kurzer Zeit zum Brunnenkopfhaus.
Direkt vor der Hütte beginnt rechts der Weg auf den Brunnenkopf, der als sehr schnell von der Hütte aus erreichbarer Gipfel häufig besucht wird. Ohne Schwierigkeiten führt der Weg zum Grat des Klammspitzkamms empor, dem der Gipfel des Brunnenkopfs wenige Meter in der anderen Richtung vorgelagert ist. Diese letzten Meter in schrofigem Gelände sind seilversichert (Foto), wären aber selbst ohne das Seil nicht wirklich problematisch, sondern nur etwas exponiert. Der Gipfel bietet einen schönen Blick über den Westgrat auf die benachbarten Klammspitzen sowie nach Norden auf das Alpenvorland mit Ammersee und Starnberger See.
Große und Kleine Klammspitze über dem Wintertal
 
Große und Kleine Klammspitze über dem Wintertal
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Weitere Bilder: Detailansicht der Kleinen Klammspitze / Fortsetzung des Panoramas nach links zur Sefelwand

 
Die später bestiegene Erhebung nordwestlich von der Kleinen Klammspitze
 
Die später bestiegene Erhebung nordwestlich von der Kleinen Klammspitze
 
Der nun folgende Teil der Tour bis zum Absatz unter dem Gipfel der Großen Klammspitze entspricht nicht der üblichen Route vom Brunnenkopfhaus über Große Klammspitze und Feigenkopf. Er ist größtenteils weglos und dem trittsicheren Bergsteiger vorbehalten. Zudem gibt es mehrere Kletterstellen - an der Kleinen Klammspitze bis zum Schwierigkeitsgrad II. Zuerst geht es die wenigen seilgesicherten Meter bis zum Hauptgrat zurück. Während die normale Route nun wieder zurück zum Brunnenkopfhaus und von dort quer durch die Hänge unter Brunnenkopf und Kleiner Klammspitze ins obere Wintertal führt, wendet sich die anspruchsvollere Alternative nun dem Brunnenkopf-Westgrat zu. Auf den ersten Metern scheint es hier ebenfalls einen Steig zu geben, dieser endet aber in der ersten kleinen Einschartung. Es folgt eine noch relativ einfach zu überschreitende kleine Graterhebung (hier sollte man den Rückblick auf den Brunnenkopf-Gipfel nicht verpassen, der auf dieser Seite mit einer glatten und gleichmäßigen, runden Felswand abbricht), hinter der ziemlich steiles Gras (I) in eine weitere Scharte vor einem felsigen Grataufschwung leitet. Auf der Nordseite sieht man hier einen Pfad (Gamswechsel), der das sehr steile Gelände unter dem felsigen Gratzacken quert. Im letzten Teil vor dem Erreichen der folgenden Gratscharte sind dabei Vorsicht und Trittsicherheit auf den teils schlechten, überschotterten Tritten gefragt.
Umgehung des ersten schwierigen Gratstücks auf einem Gamswechsel in der Steilflanke
 
Umgehung des ersten schwierigen Gratstücks auf einem Gamswechsel in der Steilflanke
 
Im folgenden, wiederum von Felszacken gebildeten Gratabschnitt reichen die Felsen im Norden ziemlich weit herunter, so daß sich eher eine Umgehung auf der Südseite anbietet. Im ersten Teil wird diese noch durch den eben benutzten Gamswechsel erleichtert, der sich hier noch ein Stück fortsetzt. Durch steiles, meist kaum gestuftes Gras quert man unter den Gratfelsen hindurch (I), wobei man nicht bereits bei erster Gelegenheit wieder zum Grat aufsteigt, sondern zuletzt eine kleine Einschartung in einer südlichen Seitenrippe des Grats ansteuert. Von dieser kann man über Steilgras absteigend den Grat hinter seinen steilfelsigen Erhebungen erreichen. Diese Steilgraspassagen sind zusammen mit dem Gipfelanstieg zur Kleinen Klammspitze der anspruchsvollste Teil der Tour.
Rückblick vom Ende der Querung auf der Südseite zum Brunnenkopf-Gipfel
 
Rückblick vom Ende der Querung auf der Südseite zum Brunnenkopf-Gipfel
 
Nun ist das Verfolgen der Grathöhe wieder ohne nennenswerte Schwierigkeiten möglich und man erreicht bald den langgestreckten Sattel zwischen Brunnenkopf und Kleiner Klammspitze. Schon bald nach dem tiefsten Punkt des Grats folgt ein aus grasdurchsetzten Schrofen aufgebauter, hoher und ziemlich steiler Aufschwung. Am höchsten Punkt dieses Aufschwung löst sich ein Seitengrat vom Hauptgrat nach rechts ab, der nach einem grasigen Sattel noch einmal zu einigen teils schrofigen und latschenbewachsenen Erhebungen - in der BLV-Karte ohne Namen - ansteigt. Einfacher als die weitere Verfolgung des Grats ist es hier, quer durch die grasigen Flanke rechts vom Grat zu diesem Sattel aufzusteigen, nach dessen Überschreitung der Hauptgrat über einen bequemen Grashang wieder im flachen Teil oberhalb des Aufschwungs erreicht werden kann. Der Anstieg zum Sattel wird durch einen ganz schwachen Gamswechsel erleichtert, der anfangs dicht unter dem Schrofenansatz, später immer undeutlicher werdend ein Stück davon entfernt verläuft. Der Grashang ist insgesamt nicht so steil wie er zunächst aussieht und wesentlich weniger steil als das Gras am Brunnenkopf-Westgrat.
Blick zurück auf den Abstiegsgrat vom Brunnenkopf
 
Blick zurück auf den Abstiegsgrat vom Brunnenkopf; rechts des auffallendsten Gratturms die erwähnte Einschartung am Ende der südseitigen Querung
Weiteres Foto: Größere Ansicht des schwierigeren Gratabschnitts

 
Vom Sattel besteht die Möglichkeit, in wenigen Minuten die nördlich gelegene Erhebung des Seitengrats ohne Schwierigkeit zu besteigen. Die Latschenzone wird dabei zunächst rechtshaltend ohne Unannehmlichkeiten überwunden. Von der höchsten Erhebung kann man über den nach Nordosten umbiegenden, teils schmalen und schrofigen Grat (Trittsicherheit wichtig) auch noch einen weiteren Gratkopf mit einem primitiven Kreuz erreichen. Es handelt sich dabei um den Punkt, ab dem der Seitengrat deutlich steiler ins Tal abfällt. Er bietet einen guten Blick auf das Bergsturzgebiet unter dem Verbindungsgrat von Brunnenkopf und Dreisäulerkopf.
Am höchsten Punkt der unbenannten Erhebung mit Blick zum nordöstlich vorgelagerten Gratkopf
 
Am höchsten Punkt der unbenannten Erhebung mit Blick zum nordöstlich vorgelagerten Gratkopf, dahinter der Ostteil des Klammspitzkamms
 
Der unterste Aufschwung des von links heraufziehenden Nordostgrats der Kleinen Klammspitze
 
Der unterste Aufschwung des von links heraufziehenden Nordostgrats der Kleinen Klammspitze, der rechts des Grats in der kaminartig eingeschnittenen Rinne überwunden wird
 
Anschließend geht es zum Sattel zurück und von dort schräg nach rechts zurück zum Nordostgrat der Kleinen Klammspitze, den man an einer flachen Passage erreicht. An deren Ende schwingt sich der Grat in zwei Steilstufen zum Gipfel auf, die wiederum durch einen fast ebenen Abschnitt voneinander getrennt sind. Die obere Stufe ist noch nicht zu erkennen, in der unteren fällt knapp rechts der Grathöhe eine kaminartig eingeschnittene Steilrinne auf. Sie vermittelt den Aufstieg durch den Grataufschwung in gutem Fels (erst I, dann kurz II). Der oberste Teil der Rinne ist von mehreren Klemmblöcken gesperrt. Hier verläßt man die Rinne nach rechts und steigt ein bis zwei Meter daneben über Schrofen- und Grasgelände an, das wegen der Schotterauflage Vorsicht erfordert.
Am Fußpunkt der Rinne (links der Bildmitte), die den Aufstieg über den ersten Grataufschwung ermöglicht
 
Am Fußpunkt der Rinne (links der Bildmitte), die den Aufstieg über den ersten Grataufschwung ermöglicht
Weiteres Foto: Rückblick von oben auf den Ausstieg aus der Rinne

 
Damit ist das Flachstück zwischen den Aufschwüngen erreicht. Der zweite, seinerseits wiederum durch einen kurzen Flachabschnitt unterbrochene Aufschwung wird direkt rechts der Grathöhe in zwei wenig ausgeprägten Rinnen überwunden. Sie sind technisch eher leichter als die erste Steilrinne, bieten aber statt gutem Fels mehr schottriges Schrofengelände und sind daher etwas unangenehmer. Nach dem Gratabsatz oberhalb der ersten Rinne wendet man sich nicht zu einem Einschnitt auf der linken Gratseite, sondern quert zwei Meter nach rechts in eine weitere, seichte Rinne. Von deren Endpunkt am Grat sind es dann nur noch wenige Schritte bis zum Gipfelkreuz. Entsprechend seiner etwas schlechteren Zugänglichkeit wird dieser Gipfel sicher am seltensten aller ausgeprägten Erhebungen im Hauptgrat des Klammspitzkamms bestiegen, die Aufstiegsroute ist aber sehr lohnend.
Der obere Teil des Nordostgrats
 
Der obere Teil des Nordostgrats
Weiteres Foto: Der zweite Teil des oberen Aufschwungs mit der Umgehung in der seichten Rinne knapp rechts vom Grat

 
Der Nordostgrat der Kleinen Klammspitze vom Gipfel aus gesehen
 
Der Nordostgrat der Kleinen Klammspitze vom Gipfel aus gesehen
 
Ein weiterer deutlich seltener als die Berge in seiner Umgebung besuchter Gipfel ist die Sefelwand, die der Großen Klammspitze südlich vorgelagert ist. Die Bezeichnung "Wand" paßt hier sehr gut, denn es handelt sich um eine langgestreckte, ganz schmale Gratschneide, die auf beiden Seiten mehr als 100 Meter hoch steil abfällt. Man kann sie gut in die Tour einbeziehen, da von der Sefelwand ein Übergang über den Grat zur Großen Klammspitze möglich ist. Die gesamte Strecke ist allerdings von einigen schwachen Trittspuren abgesehen weglos. Wer die Sefelwand auslassen möchte, kann alternativ den vielbegangenen Aufstiegsweg aus dem Wintertal zur Großen Klamspitze benutzen.
Zunächst geht es auf der Anstiegsroute zurück zu dem Sattel im Seitengrat und auf dem Gamswechsel zum Bereich der Einsattelung zwischen Kleiner Klammspitze und Brunnenkopf. Genau wo der Gamswechsel den Grat erreicht, bietet sich auf der gegenüberliegenden Seite eine gute Abstiegsmöglichkeit über Gras zum Weg Brunnenkopfhaus - Große Klammspitze.
Blick über das obere Wintertal zur Großen Klammspitze mit dem vom Brunnenkopfhaus kommenden Anstiegsweg
 
Blick über das obere Wintertal zur Großen Klammspitze mit dem vom Brunnenkopfhaus kommenden Anstiegsweg
 
Nochmals die Große Klammspitze mit dem Südgrat (links)
 
Nochmals die Große Klammspitze mit dem Südgrat (links) und dem von diesem nach vorne abzweigenden Seitengrat, in dem sich ein großes Felsfenster (siehe Fotos weiter unten) befindet
 
Dem Wanderweg folgt man nun nur wenige Schritte abwärts in Richtung Brunnenkopfhaus bis zu der Stelle, wo er sich dem Bach im Wintertal am weitesten bis auf 2-3 Meter genähert hat. Dort überquert man den Bach, steigt auf der gegenüberliegenden Seite etwas an und beginnt die Querung in Richtung Sefelwand dann am Hang des abgerundeten Buckels, der hier mitten im Wintertal eingelagert ist. Das Ziel ist der Grashang unterhalb des Sattels zwischen Großer Klammspitze und Sefelwand. Zunächst ist das Gelände flach und von Latschen und lichtem Wald bewachsen. Hier findet sich eine deutliche Pfadspur, die das Vorankommen erleichtert. Bald stößt man allerdings auf einen Abbruch, bei dem die weitere Querung schwieriger wird. Hier gilt es nicht zu weit abzusteigen, sondern einen Gamswechsel zu erreichen, der durch das steile, von schrofigen Bereichen unterbrochene Grasgelände in wieder flacheres Gelände führt. Dieser Abschnitt im Steilgelände erfordert Trittsicherheit und gehört zu den anspruchsvolleren der Tour - jedenfalls ist diese Passage schwieriger als die Besteigung der Sefelwand selbst.
Querung des schrofendurchsetzten Grasgeländes auf dem Gamswechsel
 
Querung des schrofendurchsetzten Grasgeländes auf dem Gamswechsel; ganz oben der Sattel zwischen Sefelwand und Großer Klammspitze
Weiteres Bild: Rückblick auf den Beginn des schwierigeren Teils der Querung

 
Auch nach diesem Stück ist es noch relativ weit bis zur Fallinie des Sattels vor der Sefelwand, denn es muß noch ein relativ steiler Grashang gequert werden, der immer wieder von Schuttfurchen unterbrochen wird (Foto: Rückblick auf die gesamte Querung der Grashänge). Schließlich steigt man über Gras zum Sattel an und wendet sich dem zwar schmalen, insgesamt aber gut gangbaren Gipfelgrat der Sefelwand zu. Man kann dabei die ganze Zeit unmittelbar auf der Grathöhe bleiben, bei den Höckern im ersten Gratteil (Foto) ist es allerdings etwas leichter, sich kurzzeitig unmittelbar darunter zu halten. Der leichteste Aufstiegsroute ist überall sofort ersichtlich, da der schmale Grat nicht viele Variationen zuläßt. Nach kurzen Stellen im Schwierigkeitsgrad I wird der Grat bald sehr flach und der höchste Punkt der Sefelwand ist schon nach kurzer Zeit erreicht. Der exponierte Platz eignet sich hervorragend für eine Gipfelrast - falls sich nicht wie bei meiner Tour hier unzählige Fliegen versammelt haben.
Feigenkopf über einigen Felstürmen im Südwesthang der Großen Klammspitze
 
Feigenkopf über einigen Felstürmen im Südwesthang der Großen Klammspitze
Weiteres Bild: Gesamter Talschluß des Sägertals zwischen Lösertaljoch und Feigenkopf

 
Blick von der Sefelwand auf das Graswangtal
 
Blick von der Sefelwand auf das Graswangtal
 
Brunnenkopf mit dem gesamten Westgrat
 
Brunnenkopf mit dem gesamten Westgrat, unter dem der Weg Brunnenkopfhaus - Wintertal verläuft
 
Mit dem nun folgenden direkten Übergang zur Großen Klammspitze wird der Anschluß an die übliche Route vom Brunnenkopfhaus zum Feigenkopf wieder hergestellt. Dieser Weg erreicht aus dem Wintertal kommend den Südostgrat der Großen Klammspitze bei einem bereits weit über der Höhe der Sefelwand liegenden Absatz. Bis dorthin muß nach der Rückkehr von der Sefelwand in den Sattel also weglos aufgestiegen werden. Dies ist fast durchgängig ohne Schwierigkeit möglich, nur einigen felsigen Stellen am Grat muß nach links in die Flanke ausgewichen werden. Hier sind verschiedene Varianten möglich.
Felsfenster an der Großen Klammspitze
 
Felsfenster an der Großen Klammspitze
Weiteres Foto: Das Fenster von der anderen Seite her gesehen

 
Rückblick beim Aufstieg zur Großen Klammspitze auf die Sefelwand mit dem von rechts kommenden Aufstiegsgrat
 
Rückblick beim Aufstieg zur Großen Klammspitze auf die Sefelwand mit dem von rechts kommenden Aufstiegsgrat
 
Nachdem der markierte Anstieg aus dem Wintertal erreicht ist, ist es bereits nicht mehr weit bis zum Gipfel. Der vielbegangene Weg ist natürlich deutlich einfacher als der bisherige Teil der Tour, allerdings gibt es auch hier kleine, leichte Kletterstellen (Foto).
Auf der Großen Klammspitze
 
Auf der Großen Klammspitze
 
Die Fortsetzung der Tour über den langen Grat zum Feigenkopf, links von ihm unter dem Geiselstein der Bäckenalmsattel
 
Die Fortsetzung der Tour über den langen Grat zum Feigenkopf, links von ihm unter dem Geiselstein der Bäckenalmsattel
 
Am Nachmittag ist es auf der sehr häufig bestiegenen Großen Klammspitze bereits deutlich ruhiger geworden, und auch auf dem weiteren Wegabschnitt bis zum Feigenkopf sind nun nicht mehr viele Wanderer unterwegs. Der markierte Weg hält sich teils auf der Kammhöhe, teils in der linken Flanke und ist nie zu verfehlen (Foto: Rückblick zum Gipfel der Großen Klammspitze). An einigen Stellen ist etwas Klettern notwendig, insgesamt ist der Weg als schwieriger zu beurteilen als die meisten anderen oft begangenen Wanderwege. Unter anderem muß hinter der Zwischenerhebung des Verbindungskamms der beiden Gipfel eine kleine Felsstufe auf einem kurzen, etwas ausgesetzten Band gequert werden:
Kurze Kletterstelle zwischen Großer Klammspitze und Feigenkopf
 
Kurze Kletterstelle zwischen Großer Klammspitze und Feigenkopf
 
Von der tiefsten Einschartung hinter der Zwischenerhebung aus gewinnt der Weg über die letzten schrofigen Passagen die grasige Abdachung unter dem Gipfel. Über diese wird der fast ebene, lange Gipfelkamm des Feigenkopfs dicht bei seinem östlichen Ende erreicht.
Am Gipfelkamm des Feigenkopfs; rechts hinten das letzte Gipfelziel der Tour, der Grubenkopf
 
Am Gipfelkamm des Feigenkopfs; rechts hinten das letzte Gipfelziel der Tour, der Grubenkopf
Weiteres Foto: Grubenkopf vom westlichen Ende des Feigenkopf-Gipfelkamms aus gesehen

 
Über die weiteren, sich nur minimal über den Kamm erhebenden Gipfelhöcker geht es auf der Grathöhe nach Westen und schließlich hinab in Richtung auf den Sattel vor dem Grubenkopf. Der Weg verläßt den Rücken allerdings noch oberhalb des Sattels nach links und wendet sich zur Hochfläche bei der kleinen Hirschwanghütte hinab. Dies wäre der schnellste Abstiegsweg ins Tal, es bietet sich aber an, zuvor noch den nahen Grubenkopf zu besteigen. Dazu bleibt man am nun weglosen Rücken, weicht dort, wo er zu dicht bewachsen ist, kurz nach links aus, kehrt aber über eine freie Grasfläche schnell wieder zur Kammhöhe zurück und trifft im Bereich des Sattels schließlich auf einen von links kommenden Pfad. Dieser zweigt vom Weg Feigenkopf - Hirschwanghütte etwas tiefer ab, würde aber einen kleinen Umweg bedeuten. Vom Sattel aus führt der Weg nun ohne jede Schwierigkeit zum Gipfel des Grubenkopfs, der noch einmal eine sehr schöne Aussicht bietet. Die bereits recht weit entfernten Klammspitzen sind zwar teilweise vom Feigenkopf verdeckt, es ergeben sich aber neue interessante Blicke auf das Gebiet um Füssen und im Südwesten auf die Umrahmung der Kenzenhütte.
Rückblick vom Grubenkopf auf den Übergang vom Feigenkopf, rechts die Hochfläche bei der Hirschwanghütte
 
Rückblick vom Grubenkopf auf den Übergang vom Feigenkopf, rechts die Hochfläche bei der Hirschwanghütte
 
Scheinbergspitze vor dem Zugspitzgebiet
 
Scheinbergspitze vor dem Zugspitzgebiet
 
Aussicht nach Westen zum Forggensee
 
Aussicht nach Westen zum Forggensee
 
Für den Abstieg folgt man dem Anstiegsweg wieder bis zurück in den Sattel und benutzt nun die Fortsetzung des Wegs bis zur Vereinigung mit dem Hauptweg Feigenkopf - Hirschwanghütte. Sehr bequem wandert man über die schöne Hochfläche an der Hütte vorbei, bis die steilere Geländestufe über dem Bäckenalmsattel erreicht ist. Auf Schwierigkeiten trifft man hier zwar nicht mehr, der Abstieg gestaltet sich ab hier allerdings etwas unangenehemer - auch weil das Gebiet am Sattel mit lästigem hohen Kraut bewachsen ist. Dies ändert sich auch nicht, nachdem man sich an der Wegkreuzung im Sattel nach links ins Sägertal gewandt hat. Erst weiter unten führt der Weg etwas nach links in einen Waldhang hinein und überquert schließlich den Talboden. Etwa an dieser Stelle wird der Pfad zu einem Ziehweg, der nach einer Querung am rechten Talhang in Kehren durch Wald zum unteren Talboden des Sägertals hinabführt, wo von rechts das Lösertal einmündet. Von dort ist es zwar noch relativ weit bis zum Parkplatz am Talausgang, auf der bequemen Forststraße ist diese Strecke aber doch ziemlich schnell geschafft.
Abstieg im oberen Teil des Sägertals; über dem Tal die Große Klammspitze und die Sefelwand
 
Abstieg im oberen Teil des Sägertals; über dem Tal die Große Klammspitze und die Sefelwand
 




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